Wirtschaftspolitik für Afrika

Sebastian Horsch: Der schwere Kampf der Mädchen Afrikas, Interview mit Maike Röttger; Afrika: Der Kontinent, der sich vervierfacht; Im Blickpunkt 11. Oktober, Merkel warnt Flüchtlinge aus Afrika; Titelseite 12. Oktober

Eine Zeitung, drei Katastrophenmeldungen: „Afrika vervierfacht sich“, „Einkommens-Ungleichheit groß wie nie“ und „München droht Pflege-Lücke“ im Münchner Merkur vom 11. Oktober. – Und wie wollen unsere Regierungen an diese Megaprobleme rangehen? Vielleicht mit „Exportwachstum“, mit „Nazijuristen im Ministerium“ oder mit „Nobelpreis für Vertragstheoretiker“ auf den Seiten 1, 4 und 5 in derselben Zeitung? Zugegeben, das sind Problemfelder, die höchste fachliche und juristische Kompetenz erfordern. Dazu erster Vorschlag: Hier muss die Wissenschaft mithelfen. Zweiter Vorschlag: Man sollte in diesem verkrusteten, primitiven, politischen Rechts-Links-System zur Erzeugung von neuen, ungewöhnlichen Ideen endlich mal ein nationales Brain-Storming einführen. In der Privatwirtschaft wird dieser Erfolgsfaktor schon lange eingesetzt. Umso notwendiger ist dieser Erfolgsfaktor auch im politischen Bereich. 

Dr. Walter Gränzer Attenkirchen

Wer die Fragen und Antworten gelesen hat, verspürt vielleicht den Wunsch, selbst an einer Verbesserung der Situation der Mädchen in Afrika beizutragen. Das ist ganz einfach. Man kann die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung DSW unterstützen (www.dsw.org). Die Stiftung klärt die Mädchen insbesondere darüber auf, wie sie ungewollte Schwangerschaften vermeiden können. Sie kümmert sich aber auch um die Mädchen, wenn sie schwanger werden. Sie sorgt insbesondere für Schulbesuch und Ausbildung. Wer etwas für hungernde Kinder tun will, hat es noch einfacher. Man kann ein Kind für einen Tag für nur 0,40 Cent sattbekommen. Das ist ein lächerlicher Betrag, eigentlich unglaublich. Es gibt schon eine halbe Millionen Menschen weltweit, die ihre Mahlzeit mit den hungernden Kindern teilen wollen, indem sie 0,40 für einen Tag oder für mehrere Tage spenden. Dazu gibt es eine passende App. 

Friedhelm Wollust Freising

Angesichts der grassierenden Not in den meisten afrikanischen Ländern und der wirtschaftlichen Perspektivlosigkeit reichen die Warnungen von Merkel bei Weitem nicht. Die von der Bundeskanzlerin laufend angesprochene Absicht, man müsse die Fluchtursachen bekämpfen, ist bis jetzt kaum einen Schritt weiter gekommen. Wo sind denn die entsprechenden Maßnahmen? Eine Maßnahme wäre zum Beispiel das Freihandelsabkommen TTIP sofort einzustampfen, weil dieses die afrikanische Wirtschaft weiter unter Druck setzen wird. Das Freihandelsabkommen Europäisches-Partnerschafts-Abkommen (EPA), welches mit Afrika abgeschlossen wurde, stranguliert jetzt schon über weite Strecken die Wirtschaft der afrikanischen Länder. Diese mussten für 83 Prozent der Güter die Zollschranken beseitigen, sodass die wirtschaftlich starken Länder die afrikanische Wirtschaft geradezu überschwemmen. Die dadurch heute schon freigesetzten Arbeitskräfte und die weiterhin noch zu erwartenden Arbeitslosen sind die künftigen Flüchtlinge, die vor unserer Tür stehen werden. Entsprechende Warnungen vieler kundiger Kommentatoren und auch mancher Politiker werden ignoriert. Eine bedeutende Aussage zu diesem Thema hat der ehemalige Bundespräsident Horst Köhler kürzlich getan, indem er sagte: Die Wirtschaftspolitik mit den afrikanischen Ländern muss in enger Zusammenarbeit so gestaltet werden, dass deren Wirtschaft sich entwickeln kann und nicht kaputt gemacht wird. Die Wirtschaftspolitik mit Afrika muss zur Chefsache gemacht werden. Es darf keine Vereinbarung getroffen werden, die der afrikanischen Wirtschaft nicht dient. Nur eine solche Politik hilft uns langfristig. Liebe Frau Merkel: Greifen Sie diesen Hinweis auf, er ist tatsächlich alternativlos. 

Paul Pallauf Otterfing

Auch interessant

<center>Wiesn Editionskrug Nr.1 "Gronemeyer-Schilz" 0,5l</center>

Wiesn Editionskrug Nr.1 "Gronemeyer-Schilz" 0,5l

Wiesn Editionskrug Nr.1 "Gronemeyer-Schilz" 0,5l
<center>Höfer1 - Pinot Sekt brut 0,75 l</center>

Höfer1 - Pinot Sekt brut 0,75 l

Höfer1 - Pinot Sekt brut 0,75 l
<center>Schokoladen-Set "Alles Liebe" zum Selbermachen</center>

Schokoladen-Set "Alles Liebe" zum Selbermachen

Schokoladen-Set "Alles Liebe" zum Selbermachen
<center>Schokoladen-Set zum Selbermachen</center>

Schokoladen-Set zum Selbermachen

Schokoladen-Set zum Selbermachen

Kommentare