Aus dem vergifteten Nebel diffuser Angst heraus

Falsche Angst; Leserbriefe 22./23. Oktober, Stefan Sessler: Im Tal der Angst; Im Blickpunkt 20. Oktober

Aha! 250 Flüchtlinge (also weniger als 0,8 % der Bevölkerung des Kreisortes) bringen die Stimmung an den Siedepunkt, sprengen in ihrer Gewalt das Maß des Vorstellbaren und sind kurz davor (aus dem vergifteten Nebel diffuser Angst heraus), die Stimmung zum Kippen zu bringen. Das ist klar, angesichts solch heimtückischer Vergehen wie dunkle Kleidung zu tragen (und das auch noch bei dunkler Hautfarbe), in der Fußgängerzone auf Smartphones zu tippen oder Alkohol im Kurpark zu trinken. Aber nein, kein Grund zum Zynismus, denn es geht ja auch nicht um Fakten, sondern ums Gefühl. Zum Glück hat die vielgeplagte Frau Meierhofer da schon eine Vision, wie das alles besser laufen könnte: Mit Flüchtlingen, die besser zum Ort passen. Österreicher wären doch toll! Allerdings nicht, wenn sie so aussehen wie David Alaba. Unvorstellbar zum Beispiel, wenn der im Kurpark einem deutschen Touristen die Parkbank wegnähme. Das gehört schließlich nicht ins Tourismuskonzept! Denn kein Farbiger soll den Wohlfühlfaktor stören. Um diesen Schandtaten Einhalt zu gebieten, könnte Frau Meierhofer vielleicht die Gouverneure von Alabama oder Missouri fragen, ob sie ihr aus einem alten Fundus noch ein paar „Whites Only“-Schilder rüberschicken können. Und auch am besten noch so ein paar helle Mäntel mit den lustigen Kapuzen drauf. Die müssen die Gruppen von schwarzen Männern dann tragen, damit sie nicht mehr arme einheimische Radfahrerinnen erschrecken können. Ach ne, geht ja auch nicht. Denn die Gäste haben ja mehr Angst vor den Verschleierten, aber nicht vor den Schwarzen. Und wenn die Verschleierten dann plötzlich Schwarze sind (aber außen weiß)? Dann kennt sich doch keiner mehr aus. Aber Sie schreiben es ja auch schon: Es ist alles wahnsinnig kompliziert in Garmisch-Partenkirchen. 

Dr. André Ufer Garmisch-Partenkirchen

Beim Lesen des Artikels und der nachfolgenden Leserbriefe gewinnt man den Eindruck, dass nicht Flüchtlinge aus Schwarzafrika Angst und Panik verbreiten, sondern eher die Bürgermeisterin, die in ihrer Sorge aus einer „diffus wabernden Angst“ (Zitat) ein Katastrophenszenario macht. Besonders schlimm erscheinen mir Bemerkungen wie „Schwarze nehmen Kurgästen die Parkbänke weg“ und „Das stört manche Geschäftsleute, weil Kunden an denen vorbei müssen.“ Apartheid in Deutschland? Geht’s noch schlimmer? Zum Glück gibt es offenbar auch viele Einwohner, die offen bekennen, dass sie keine Angst empfinden und sich nicht an Menschen wegen deren Hautfarbe stören. Unerfreulich sind natürlich die anscheinend häufigeren Streitigkeiten unter den Flüchtlingen im Kasernengelände. Vorhersehbar ist das: So viele junge Männer eng zusammengesteckt, die ihre Hahnenkämpfe um die Hackordnung, das beste Bett oder den Platz am PC ausfechten, verstärkt durch kulturelle Abneigungen untereinander. Da kann man hoffen, dass organisatorische Maßnahmen Abhilfe schaffen. Es ist katastrophal, dass diese jungen gesunden Menschen nicht arbeiten dürfen. Hier sind staatliche Stellen gefragt, damit nicht die ganze Last auf der lokalen Polizei und den Sicherheitskräften hängen bleibt. Jedenfalls gebührt dem Merkur Dank für die ausgewogene Berichterstattung. 

Wiltrut und Dr. Ulf-H. Knabe Weilheim

Endlich traut sich ein politisch Verantwortlicher, hier die Bürgermeisterin von Garmisch-Partenkirchen, einige Dinge offen auszusprechen und beim Namen zu nennen. Die zitierten Probleme bestehen in allen mir bekannten Einrichtungen, insbesondere wenn Schwarzafrikaner beteiligt sind. Leider werden die Vorfälle in den Einrichtungen (Körperverletzung , Sachbeschädigung , Angriff auf Polizeibeamte und Helfer ) oft herunter gespielt. Konsequenzen für die Täter? Eher selten. Und da stellt Herr Dr. Fritsch in seinem Leserbrief die Fragen, weshalb Garmisch die Globalisierungsgegner des G7-Gipfels überstanden hat, und ob es Verurteilungen im Flüchtlingsmilieu gab. Ganz einfache Antwort nach Schweden: G7 dauerte 4 Tage, geschützt von starken Polizeikräften. Asylbewerber sind jeden Tag vor Ort. 

Ernst C. Steinhilber Landsham

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