Kann man so ein Hochwasser verhindern?

Josef Ametsbichler: Das große Aufräumen; Im Blickpunkt 4./5. Juni

Hochwasser und das aktuelle Desinteresse an den Ursachen „Aber wen interessiert das eigentlich? Jammern in den Medien ist mitleiderregender und die Bilder schockierender, als sich einzugestehen, was man - kollektiv - falsch macht.“ Das ist und war hierzu meine Meinung! Und die Kommentare der Fachleute oder Wissenschaftler - zum Heulen! Wir sind immer noch mitten in unserer jährlichen und periodischen Regenzeit: Solange in den unteren-, mittleren und oberen Hochlagen Schnee liegt, verursachen die (lokalen) Temperaturunterschiede Gewitter mit gelegentlichem „Starkregen“ und Hagel. Gefährlich bis katastrophal wird es, wenn diese Schneeschmelze mit und von warmem Starkregen, aufgrund einer Großwetterlage, beschleunigt wird. Was da an Wasser herunterkommt, haben wir schon des Öfteren erlebt - siehe auch die Überschwemmungen von 2013! Oder das „Pfingsthochwasser“ usw. Als wir nach Pfingsten nach Südtirol fuhren, war der Sylvensteinspeicher ziemlich leer. Als „Rückstaubecken“ somit bestens geeignet. Gleiches war bei den drei Stauseen im Ultental festzustellen. Nur bedingt reicht der Stauraum aus, wenn, wie vorstehend geschrieben, Schneeschmelze in den Hochlagen mit warmem Starkregen zusammen fällt. Und das droht heuer wieder - die Wasserfluten am und um den Peißenberg lassen aktuell grüßen. D.h., die Flutursache verlagert sich womöglich jetzt bereits ins Vor- und Hochgebirge. Damals in Südtirol liefen innerhalb von zwei Stunden die Staubecken im Ultental voll! Es entstand die vereinigte Meraner-Bozener Seenplatte, als auch noch die Passer, die Etsch und der Eisack mit ihrem Hochwasser zusammentrafen. Lediglich Kamine und Reste von Dächern ragten damals aus dieser Seenplatte heraus. Meran war tagelang abgesperrt. Inzwischen hat man den Fluchtweg über Hafling und Jenesien nach Bozen auch für Lkw ausgebaut. Aber kann man so ein Hochwasser verhindern oder bändigen?

Ludwig Stemmer München

Die enorme Flut in Niederbayern ist für die Menschen dort ein großer Schicksalsschlag und viele haben ihre Häuser und Existenz verloren. Die bayerische Regierung möchte mit ihrem lächerlichen Angebot von  15o0 Euro  nun die Not lindern, was angesichts der überdimensionalen Schäden nur ein Tropfen auf dem heißen Stein ist. Ich schlage deshalb vor, dass Bayern in diesem Jahr die Milliarden Eurozahlung für den Länderausgleich aussetzt um den armen Leuten zu helfen, damit sie wieder ihre Häuser und Existenzen aufbauen können. Ich glaube sicher, dass diese Maßnahme auch die hartgesottenen Nehmerländer verstehen werden. Wenn diese Länder auch so effektiv wirtschaften würden, wie Bayern, wäre der Länderausgleich bestimmt nicht notwendig.

Erwin Wagle München

Meine Empfehlung an die Herren Seehofer und Söder etc.: Schicken sie doch einfach die zig Millionen Euro aus den bayerischen Steuerüberschüssen, die pro Jahr immer in Berlin landen, dieses Jahr an die Flut- und Katastrophen-Opfer in Bayern. Diese Aktion würde gleich zwei Vorteile bringen: 1. das Geld kommt dahin, wo es wirklich gebraucht wird und 2. würde so eine gute Tat auch sicher wieder mal eine ordentliche Menge ehemaliger CSU-Wähler zurück bringen. Und – sie brauchen garantiert kein schlechtes Gewissen haben, denn der Berliner-Flughafen wird sowieso nie fertig.

Ernst von Khuon Deisenhofen

Das Hochwasser hat einen Teil Niederbayerns verwüstet. Aber die Menschen halten zusammen und helfen, wo es geht. Sogar Asylbewerber ließen sich ins Katastrophengebiet fahren, um zu helfen. Natürlich wird deren Hilfe von einigen nur als PR-Maßnahme gedeutet. Aber was auch immer der wirkliche Grund war oder ist: Diese Leute halfen und helfen aus reiner Hilfsbereitschaft oder weil sie denen helfen wollen, die sie aufgenommen haben. Wo blieben und bleiben aber die, die gegen diese Flüchtlinge hetzen? Es genügt einfach nicht, durch Orte zu laufen und „Wir sind das Volk“ zu skandieren, wenn andere dringend auf Hilfe angewiesen sind. Beweisen diese Flüchtlinge nicht erheblich besser, wer „zum Volk“ gehört und wer nicht! Mir ist ein Asylant - ob schwarz oder gelb oder grün - in der Nachbarschaft lieber als einer der ewig Gestrigen, der sich wie damals als Obermensch und überlegen fühlt. Viele der Asylanten würden sich sicher ähnlich wie diese Helfer verhalten. Und wenn dann die Behörden nicht stur auf bestehende Rechtsmittel beharren würden, würden sich viele ganz von selbst integrieren, schon um wieder ein geordnetes Leben in Frieden führen zu können. So könnten wir es tatsächlich schaffen!

Gunar Ehrhardt Starnberg

Zu der brutalen Flutkatastrophe in Bayern, kann man nur so viel sagen: Jetzt könnte sich die bayerische Regierung mal richtig profilieren und ein schönes Zeichen setzen, und zwar genauso akribisch wie sie über die Milliardenverluste der Bayern-LB als Aufsichtsräte hinwegsahen, und sich ständig für die ach so armen Bauern einsetzen, oder Milliarden für griechische Banken versenken, so sollte man eigentlich erwarten können, dass sie sich jetzt auch für die leidgeprüften Menschen einsetzen, deren Existenz und alles was sie sich aufgebaut haben vernichtet worden ist und nicht nur ein bisschen Almosen, sondern richtig hin langen.

Nikolaus Ruml Markt Schwaben

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