Rücksichtsvoll

Anne-Nikolin Hagemann: In den Bergen ist der Teufel los; Im Blickpunkt 2. August

Ist denn Mountainbiker ein Beruf, zu dessen Ausübung die Damen und Herren in größerer Anzahl durch Wald, Flur und auf Bergen fahren müssen? Eigentlich nicht, eigentlich ist es nur eine Freizeitbeschäftigung, die wie jede Art von Freizeitbeschäftigung Rücksicht darauf zu nehmen hat, dass andere Menschen weder gefährdet oder verletzt werden und dass diese Nicht-Mountain-Biker vielleicht auch gar kein Verständnis dafür aufbringen, wenn zum Teil wild gewordene Horden im Höllentempo Berge, Wald- und Wiesenwege oder auch einfach nur „Trails“ herunter donnern – ohne Rücksicht auf die Natur und die Mitmenschen! Natürlich - es sind nicht alle so, das Argument bekommt man von einem eingefleischten Mountainbiker sofort zu hören, wenn es um diese Negativbeispiele geht - aber letztlich lassen sich diese „Einzelfälle“, die immer mehr werden, auch nicht abstreiten! Wer sich schon Bilder von „Trails“ angesehen hat - wird sofort erkennen, dass hier das zum Teil einfach kaputt gefahren wird, was die Biker als Grund Ihres Aufenthalts in Wäldern und auf Wiesen immer nennen - die Natur! Offen liegende Baumwurzeln oder tief ausgefahrene „Trails“, bei denen nur noch Lehm aber keine Grasnarbe mehr erkennbar sind - das stört offenbar manche Mountain-Biker gar nicht, sie wollen ja ihrem Hobby nachgehen! Und was man leider auch erkennt - auf Argumente, dass diese Wälder und Wiesen vielleicht auch Privateigentum sein könnten, die man zu schonen hat oder wo man den Besitzer fragen sollte, ob der einer Nutzung zustimmt - reagieren Mountainbiker absolut allergisch und verweisen darauf, dass in der bayerischen Verfassung „die Nutzung des Waldes auch den Mountainbikern garantiert wird“! Das ist im Prinzip auch richtig - mit der Einschränkung, dass es sich laut Gesetz „um geeignete Wege“ handeln muss, die der Mountainbiker dann befährt! Und hier wollen nun die Biker selbst bestimmen können, was geeignet ist und was nicht - das wäre so, wie wenn der Autofahrer selbst entscheiden könnte, wie schnell er in einer Ortschaft fahren darf! Wenn die Biker nicht von ihrem Anspruchsdenken Abstand nehmen und vielleicht auch wirklich einmal berücksichtigen, dass sie sich in Bereichen bewegen, die auch „ganz normalen Menschen“ gehören - müssen sie sich nicht wundern, wenn man sie nirgendwo haben will oder wenn sogar einige Bauern und Waldbesitzer zur Selbsthilfe greifen (was natürlich auch nicht in Ordnung ist)! Sonst wird man eines Tages vielleicht verstärkt hören Mountain-Biker, nein danke!

 Anton Langwieser Warngau

Geeignete Wege für Mountainbiker sind solche, die man auch bergauf fahren (nicht tragen oder schieben) kann. Für Bergabfans sollten Strecken ausgewiesen werden  -  siehe Nordkette Innsbruck, da sind Fremdenverkehrsgemeinden und Forstämter gefragt. Der Hausverstand sagt, dass die eigene Gesundheit und die aller anderen Naturgenießer (Menschen, Tiere, Pflanzen) die Richtschnur für das Verhalten in der freien Natur sein soll. 

Josef Kleißl 40 Jahre Bergwachtnotarzt, 30 Jahre Mountainbiker, 20 Jahre Bergwegeerhalter, Farchant

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