Liebe Leser, 

den Fliegenpilz kennt jedes Kind. Weil er der Bilderbuchpilz par excellence ist.

Auf Bildern in Märchen und Kinderbüchern wird stets der rote Pilz mit den weißen Flocken auf dem Hut abgebildet. Im Wald ist die Freude groß, wenn man diese schönen Schwammerl sieht – auch wenn man sie nicht essen kann. Leider sieht man oft auch, dass Ignoranten diese Gebilde herausgerissen oder zertrampelt haben. Das ist unsinnig. Der giftige Pilz schadet niemandem, wenn man ihn stehen lässt. Laut Wikipedia geben einige Bücher an, dass der Gehalt an den verschiedenen Wirkstoffen davon abhängt, wo der Pilz wächst. Im Südwesten Europas herrsche demnach ein Wirkstoff vor, im Nordosten ein anderer mit gegenteiliger Wirkung. Im Bereich des früheren Ostpreußens heben sich die Wirkungen gegenseitig auf, weshalb er dort als Speisepilz bekannt war. Nach dem Zweiten Weltkrieg zogen die Vertriebenen nach Westen, besonders nach Bayern, und dort gab es dann Vergiftungen durch den Fliegenpilz.

Christian Vordemann Redaktion Leserbriefe

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