Gegen die Natur

Barbara Nazarewska: „Mutterschaft wird bei uns glorifiziert“, Interview mit Felicitas Heyne; Leben 27. April

So, so! Wer mit einem Thema „in Resonanz geht“, vielleicht zu einem argumentativ begründeten Urteil kommt, der zeigt für die Psychologin Felicitas Heyne, dass er bezüglich seines eigenen Lebensentwurfs unsicher ist? Das Ärgerliche an der Psychowelle ist, dass es zu oft darum geht, den Menschen zu zeigen, warum sie scheinbar so reden müssen, wie sie reden. Rein in die Schublade, dann muss man sich praktischerweise gar nicht mehr damit auseinandersetzen, ob die Argumente überzeugen. Kategorien wie richtig oder falsch, gut oder böse werden aufgelöst, gelten als intolerant und damit paradoxerweise gerade als böse, weil es eben alternativlos endlos viele gleichwertige und gleichberechtigte Lebensentwürfe gibt und folglich anzuerkennen gilt. Es ging in der Menschheitsgeschichte (von Babel bis Ninive) selten gut aus, wenn Menschen contra naturam ihren Willen durchzusetzen versuchten. Natürlich klingt die Berufung auf Natur und Naturrecht dürftig gegenüber dem präpotenten Anspruch: Ich weiß, wie Du tickst. Ignorieren wir das Ganze also und folgen Frau Heynes Vorschlag: Krippenausbau, betriebliche Kitas, Ganztagsschule. Wer wie die Psychotherapeutin Christa Meves schon seit Jahrzehnten begründet davor warnt, wurde und wird auch von anderen Psychologen ignoriert bis verspottet. Die Ergebnisse aber lassen sich zunehmend in den Schulen wie gesamtgesellschaftlich in natura besichtigen.

Josef Zellner Bad Heilbrunn

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