Der Amoklauf in München hätte verhindert werden können

Öl ins Feuer gegossen; Leserbriefe 1. August, Christine Ulrich: Wenn Mobbing in die Katastrophe mündet; München 27. Juli, Andreas Thieme und Christoph Trost: Der Mann, der den Killer zur Rede stellte; Amoklauf in München 25. Juli

Als ich den Artikel gelesen habe, konnte ich es nicht nachvollziehen, wie der Deeskalationstrainer Heinz Kraft behaupten kann, Herr Salbey hätte möglicherweise Menschenleben gerettet, indem er den Amokläufer vom Balkon aus beschimpft hat. Da bin ich aber ganz anderer Meinung. Ich fand es sehr gefährlich, nicht für ihn selber, denn er war ja schließlich in Sicherheit oben auf dem Balkon. Aber durch diese absolut lächerlichen Beschimpfungen bestärkt er doch den Amokläufer, dass er schon das Richtige tut, denn er wurde lange gemobbt und jetzt fängt dieser fremde Mann auch noch damit an. Also hätte er diesen völlig sinnlosen Dialog auch einfach abbrechen und losgehen können und mit neuem Hass und Wut noch mehr Menschen erschießen können. Herr Salbey hätte seine Energie besser darauf verwenden sollen, mit der Polizei in Kontakt zu treten und zu bleiben, um ihnen genau zu beschreiben, was der Amokläufer macht und wohin er geht. 

Sarah Denise Schulz Germering

Wo war die zehnte brennende Kerze! Es war eine feierliche Messe im Liebfrauendom München, für die neun Opfer des Attentats – der Täter, der sich selbst richtete, war der 10. Tote. – wäre es nicht eine überzeugende Aktion von gelebten christlichen Glauben gewesen, zu den neun brennenden Kerzen eine 10. Kerze für den Attentäter dazuzustellen? Was immer für kranke, irre Gedankengänge ihn zu dieser Wahnsinnstat getrieben haben, der christliche Glaube würde durch die 10. brennende Kerze mehr überzeugen. 

Gertrud Elsenberqer Röhrmoos

Zu dem Leserbrief großes Kompliment an Frau Dietl aus Garching. Sie hat die Sache voll auf den Punkt gebracht, besser hätte ich dies nicht formulieren können. Wie kann man so einen Fehltritt tolerieren. Vor allen Dingen hätte dieser Herr Salbey noch einen viel größeren Schaden anrichten können. Der Junge wäre bestimmt zur Vernunft gekommen, denn er wollte ja reden. Aber nein, so wurde er wieder aufgestachelt. Und man muss sich mal überlegen, er hat ja auf die Balkone geschossen. Und wenn jetzt da ein neugieriges Kind, Jugendlicher oder unschuldiger Erwachsener gestanden hätte, was dann? Einfach unverantwortlich. 

Eva Frank München

Mob steht umgangssprachlich für: Pöbel, Gesindel. Gerade Jugendliche scheinen anfällig dafür zu sein, Befriedigung, sowie Spaß (O-Ton) darin zu finden, jemanden, der sich gerade nicht wehren kann, schikanieren zu wollen. Da ich dies selbst erlebe, weiß ich, dass es gar nicht wenigen Eltern egal zu sein scheint, in welchen Kreisen/Bauwägen/Containern sich ihr Nachwuchs überwiegend freizeitmäßig aufhält. Man scheint völlig überfordert, Grenzen aufzuzeigen. Ja, die Gemeinde hat doch einen Jugendbeauftragten – im Extremfall kommt der auch mal vorbei. Dem sind auch die Hände gebunden, außer was Ermahnungen angeht. Junge Leute bräuchten eine sinnvolle Beschäftigung, Herausforderungen. Müßiggang ist aller Laster Anfang. Das war einmal! Wissen wir, was diese permanente Informationsflut in Gehirnen von Kindern und Jugendlichen bewirkt, anrichtet? Aber grenzenlose Toleranz führt oft zur Eskalation. Was muss noch alles passieren, bis bzw. dass wir den Ernst der Lage erkennen? Man kann es bald nicht mehr hören, geschweige denn verantworten! 

Annemarie Reif Markt Indersdorf

Der Amoklauf in München hätte verhindert werden können, wenn Schule ihrer Aufgabe gerecht geworden wären. Es gibt hervorragende Interventionsprogramme, die verpflichtend schon bei Verdacht auf Mobbing angewandt werden müssen! Warum geschah das nicht? Fortgesetzte seelische Schikanen und Demütigungen verändern die Psyche von Opfern, wenn nicht eingegriffen und der zerstörerische Prozess gestoppt wird. Es ist bekannt, dass aus Opfern auch Täter werden können. Es ist dringend erforderlich, dass Gewaltexperten an Schulen eingesetzt werden, die in solchen Fällen handlungssicher eingreifen können. 

Annegret Horkai

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