Sache der Gerichte

Satire-Streit: Hat Merkel richtig gehandelt?; Leserbriefe 22. April

Ich weiß nicht, ob der Herr Kissel (Pastor i. R.) mit der Pastorentochter Merkel verwandt ist? Seine Leserbriefe lassen es fast vermuten. Wir machen doch einen Grundfehler, wenn wir Worte (Schmähsatire Böhmermann) über Taten von (Erdogan) stellen. Meine Meinung frei nach Trapattoni für die „Taten“ von Frau Merkel: Sie haben fertig!

Heinrich Lanz Garmisch-Partenkirchen

Vielen Bürgern in Deutschland, wie auch den Schreibern der Leserbriefe zu dem Thema „Satire-Streit“, ist nicht bewusst dass es sich hier nicht um Satire handelt. Herr Böhmermann hat das vor seinem „Gedicht“ auch so dargestellt und damit in Kauf genommen in einen Rechtsstreit gezogen zu werden. Sein Gedicht ist ganz klar keine Satire. Es ist einfach eine Beleidigung. Man stelle sich einfach mal vor, Herr Böhmermann hätte das „Gedicht“ unserm Bundespräsidenten gewidmet. Die Bürger hätten ganz klar protestiert und ihn in seine Grenzen verwiesen, wie kann der nur. Frau Bundeskanzlerin Angela Merkel hat richtig gehandelt und die Entscheidung an die Gerichte verwiesen. In Deutschland entscheidet darüber nicht die Politik, Punkt!

Jörg Sczesny Maisach

Verhält sich Kanzlerin Merkel in der Angelegenheit Böhmermann richtig oder falsch? Ich finde, sie verhält sich richtig, denn sie zeigt dem Despoten Erdogan, wie man sich in einer Demokratie benehmen sollte. Richtig ist, dass sie die Beurteilung der umstrittenen TV-Sendung den deutschen Gerichten überlässt. In einer Demokratie darf eine Kanzlerin kein Urteil im Falle einer Anklage fällen. So führt sie Erdogan durch ihr korrektes Verhalten vor und zeigt damit allen, welche Regeln in einer Demokratie gelten. Als Bundeskanzlerin Deutschlands hat sie richtigerweise die ganz eindeutig abstoßende, öffentliche Schmähung Böhmermanns gegenüber Erdogan höflich bedauert, aber angesichts unserer Pressefreiheit nicht beurteilt, und hat die Klage dieses Mannes gegen Böhmermann korrekterweise an die deutsche Justiz zur Beurteilung weitergeleitet. Erdogan kann daraus lernen: ER ist ein eigenmächtiger Despot, der widerrechtlich seine Gerichtsbarkeit ignoriert und selbst Urteile fällt und ausführen lässt und dies sogar von Staatsoberhäuptern anderer Länder ebenso erwartet. Auf diese Weise wird die Türkei nie Mitglied der EU werden, das müsste ihm in diesem Moment klar geworden sein, als Angela Merkel ihm zeigte, wie Demokratie gelebt wird.

Gudrun Moll Gräfelfing

Satirische Schweinigeleien über Erdogan: Mit Genugtuung habe ich Werner Gutmanns Leserbrief gelesen. Man nennt sieb Satiriker und glaubt, damit könne man alle Regeln der Umgangsformen außer acht lassen. Derartige Nestbeschmutzer sollte auch die Medienwelt nicht auf die Menschheit loslassen. Stattdessen, finden es manche Menschen richtig einen Staatspräsidenten mit so unaussprechlichen Worten zu beleidigen. Wir haben nicht zu richten. Mein ist die Rache! Spricht der Herr. Auch die Despoten dieser Erde unterstehen einer höheren Macht. Auch für sie gilt, dass was Moses einst in zwei Tafeln eingebrannt vom Berge Sinai herunter brachte. Unter anderem ist zu lesen: Du sollst nicht töten! Mensch gedenke, dass du sterben musst und dann das Gericht! Sagt unser Herr Jesus.

 Maria Diel München

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