Keine Wehrpflichtigen mehr

Wo bleibt die Bundeswehr?; Leserbriefe 6.Juni

Der Leserbrief von Wolfgang Fischbacher sollte nicht so im Raum stehen bleiben. Warum die Bundeswehr beim Oder-Hochwasser in den Einsatz gegangen ist, aber nicht bei den jetzigen Schadensfällen in Ober- und Niederbayern. Man sollte den Herrn Fischbacher die Modalitäten nahebringen, die einem Bundeswehreinsatz voraus gehen. Ab 2003/2004 wurde durch die Bundeswehr die Katastrophenhilfe neu geregelt und organisiert. In jedem Landratsamt in Bayern, bei jeder Bezirksregierung wurden zehn Reservisten (Stabsoffiziere, Offiziere und Unteroffiziere mit Portepee) mob-beordert, die im Falle eines Katastrophenalarm den Landrat, seine verantwortlichen Mitarbeiter und die zuständigen Beamten der Bezirksregierung informieren, was die Bundeswehr subsidiär leisten kann sowie welche Hilfestellung durch Material, und Personal möglich sind. Das heißt, die Bundeswehr kommt nur nach der Ausrufung des Katastrophenfalles und erst dann, wenn die freiwilligen Feuerwehren, das Technische Hilfswerk nicht mehr in der Lage sind, die Katastrophe allein zu bewältigen. Sie muss von der Stelle, die den Katastrophenfall ausgelöst hat (Landrat oder Bezirksregierung) angefordert werden. Da die Bundeswehr nicht mehr so viele Standorte in unserem Land unterhält, beraten die Reservisten bei den Kreisverbindungskommandos/Bezirksverbindungskommandos die Behörden, wie lange es dauert bis zum Beispiel Pioniere, San-Soldaten, Hubschrauber vor Ort sein können. Gesteuert wird die Hilfe durch die verantwortlichen Offiziere in der Operationszentrale (OPZ) des Landeskommandos Bayern in München, die auch die entsprechenden Befehle an die angeforderten Unterstützungseinheiten weitergeben. Die Hilfeleistung der Bundeswehr, ohne die Ausrufung des Katastrophenfalles muss von der Stelle bezahlt werden, die die Bundeswehr anfordert. Der Schreiber des Leserbriefes sollte auch bitte daran denken: Die Bundeswehr hat keine Wehrpflichtigen mehr und wurde in ihrer Kopfstärke stark verringert. Beim angeführten Oder-Hochwasser gab es noch die Wehrpflicht in Deutschland.

 Herbert Scholl Oberstabsfeldwebel d.R., Miesbach

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