Weitere Stimmen zu Donald Trump

Zum Sieg von Donald Trump; Leserbriefe 11. November

Merkel stellt Trump Bedingungen“ - Habe ich da eine Vorher-nachher-Aktion verpasst? Trotzdem: Gratulation zur Weltmacht! 

Max Hörmann München

Als mir gestern auf der ersten Seite der Dachauer Nachrichten die Schlagzeile „Merkel stellt Trump Bedingungen“ entgegen sprang, viel mir spontan ein Witz ein, der vor etwa fünfzig Jahren bei uns jungen Leuten erfolgreich die Runde machte. Ein Elefant trat in einen Ameisenhaufen und blieb darin stehen. Die Ameisen wuselten hin und her, rauf und runter und eine schaffte es sich am Hals des Elefanten fest zu krallen. Dazu rief die Menge von unten: „Würg ihn, Theo, würg ihn!“ 

Josef Kaspar senior Markt Indersdorf

Ein dickes Dankeschön an die vielen Merkurleser die die demokratische Wahl der Amerikaner und Donald Trump als zukünftigen Präsidenten akzeptieren. Alle Medienvertreter sollten Donald Trump die obligatorischen 100 Tage einräumen und nicht schon jetzt alles schlecht reden/schreiben. Auch er hat diese Chance nach 18 Monaten Wahlkampf verdient. Wie schon von Lesern deutlich gemacht, aktiver Wahlkampf ist nicht gleichzustellen mit dem was anschließend zu tun ist. Ich erinnere an den britischen Fußballer Nobby Stiles, dieser hat vor jedem Spiel seine vorderen Zähne in der Kabine gelassen und 90 Minuten gekämpft als gebe es kein weiteres Spiel. Anschließend mit den Zähnen im Mund ein netter intelligenter Gesprächspartner. Fazit, Trump’s Kampf ist gewonnen, jetzt kommt seine Kür, dann kann gelobt bzw getadelt werden, aber nicht schon im Vorfeld. 

Kurt Knebel Gilching

Der Leserbrief von Michael Forster ist zutreffend. Immerhin haben über 50 % Donald Trump gewählt. Die meisten Medien und Politiker hauen auf Donald Trump ein. Diese Leute sollten doch wissen, dass 75% der Wahlkampfreden nur Getöse sind. Donald Trump ist ein Geschäftsmann, der weiß, wie man ein Land geschäftlich führen muss. Dass er politisch wenig Erfahrung hat, ist auch klar. Dafür hat er aber einen Beraterstab um sich, die sich politisch auskennen. Außerdem hat es ja nicht das alleinige Sagen. Er wird vom Senat und Kongress kontrolliert. Eine Hillary Clinton wäre genau so gut wie schlecht. Schließlich hat sie einige Skandale am Hals. Ihren Aussagen im Wahlkampf sind nicht zu trauen. In meinen Augen ist Hillary Clinton falsch. Donald Trump sagt wenigstens, was er denkt (was auch nicht immer richtig ist). Ändern können wir sowieso nichts mehr. Warten wir also ab. 

Klaus Enders Fürstenfeldbruck

ich vermisse den Aufschrei unserer Medien z.B. darüber, dass unser allerhöchster Chefdiplomat, Außenminister Steinmeier, so diplomatisch war und den künftigen US-Präsidenten als „Hassprediger“ beschimpft hat. Unsere Kanzlerin hat im gleichen Zusammenhang hervorgehoben, dass die USA unser wichtigster Verbündeter sind. Wie will dieser Außenminister (und eventuell zukünftiger Bundespräsident) dem US-Präsidenten Trump noch einmal unter die Augen treten? 

Peter Solloch Deining

Kann es sein, dass dieses ganze Getöse von Donald Trump aus einer wohl überlegten Strategie heraus erfolgte? Womit hätte er in den Wahlkampf gehen sollen, mit einem Abklatsch der bisherigen immer gleichen Wahlversprechen? Lediglich Variationen um sich von Clinton zu unterscheiden? Das hätte nicht funktioniert. Mit seiner Wahl der Konfrontation, des total anderen Stils, wohl wissend dass sein Vorgehen nur dem Zweck des Aufrüttelns dienen sollte um damit andere Bevölkerungsschichten zu erreichen. Warum geht bei unseren Wahlen die Wahlbeteiligung ständig zurück? Weil unsere Politiker keinen Weg finden aus dem ewig gleichen Trott auszuscheren. Meines Erachtens hat Donald Trump einen neuen Weg gewählt, in der Überzeugung dass nur Neues auch neue Wähler bringt. Das Ergebnis gab ihm Recht. Was machen unsere Politiker? Ihre Reaktionen beschämen mich, weil sie intelligenzlos sind. Nicht einmal einen Glückwunsch, bis auf ganz wenige, bringen sie zustande. Das Deutsche Volk, klug, gebildet und höflich? Bei den meisten Politikern bleiben große Fragezeichen. Herzlichen Glückwunsch Mr. Trump.

 Ulrich Muzyk Zolling

Der US-Präsident ist so gut wie gewählt. Wer auch immer das ist. Von einem Kandidaten Steinmeier hätte ich mehr Diplomatie erwartet, als dies zu kommentieren, wie die Wiederwahl von Assad. Das gleiche gilt für Sigmar Gabriel. Nachsitzen! Als Bundespräsident ungeeignet. 

Franz Mayer Freising

Trotz anderer sicherer Vorhersagen der Meinungsforscher und Erwartungen sehr vieler entpuppte sich der Wahlausgang in den USA als der Tag der Enttäuschung und der langen Gesichter, nicht nur in den USA, sondern weltweit. Das schließt nicht aus, dass dieses auch passieren kann (wird?) bei den nächsten Wahlen in der BRD. 

Otto Böhm Starnberg

Wer in den letzten Wochen das Hochschaukeln der Stimmung bzgl. der beiden Kandidaten für die US-Präsidentenwahl beobachtet hat, war gut beraten, einen „kühlen Kopf“ zu bewahren, denn die Print-, Ton- und Bildmedien haben ihre Leser spüren lassen, was bezüglich der anstehenden Wahlen in Deutschland 2017/18 im Nachahmungseffekt folgen könnte: Noch mehr Emotionaliät, noch weni ger vernunftgelenkte Argumente pro und contra. Mit Hans-Joachim Friedrich möchte man den Presseleuten, Talkmastern und -mistressen ins Stamm buch schreiben, dass es in unserer Demokratie auf die Stimmabgabe durch den Wähler ankommt und inzwischen klar sein dürfte, dass Wahlstrategen, die nur im Blick haben, „aus Stimmungen Stim men zu produzieren“, am Wähler als Souverän scheitern können. Bleibt zu hoffen, dass hiesige Ideengeber, Parolenschmiede und Stimmungsmacher rechtzeitig in die Schranken gewiesen werden, bevor auch hier die apokalyptischen Reiter beschworen werden, um am Tag danach zugeben zu müssen, dass Meinungsforschungsinstitute konsequent falsch lagen und dass jene, die immer noch Politik als alternativlos verkaufen wollen, auch unser Land tief in die Pleite führen können – für die Vordenker ist also intensives Nachdenken angesagt! 

Willi Eisele Wolfratshausen

Herrn Deimel möchte ich danken für seinen Leserbrief. Wie kommt man eigentlich dazu eine fremde Regierung zu tadeln, die noch gar nicht im Amt ist? Und wo waren all die Leserbriefe als ein Herr Putin das letztemal „gewählt“ wurde? Amerika musste zwischen Pest und Cholera wählen, und die Pest hat gewonnen (wir waren einfach die Cholera leid). Man hat damals auch über einen Herrn Reagan gelästert, er wäre nur ein alter, zweitklassiger Cowboydarsteller und ein recht blasser Gouverneur obendrein. Heute reden genau diese Menschen ganz anders über Ihn. Und die Kanzlerin, der Bundespräsident und die Mitglieder vom Bundestag sollen doch bitte erst einmal abwarten, bevor sie ihre Urteile öffentlich fällen und Mahnungen loslassen. Und ich sehe wirklich keinen einzigen, der frei von Fehlern ist. Dass Herr Trump 5 Kindern aus 3 Ehen hat? Deutschland leistet sich einen Bundespräsidenten, der eine Scheidung ablehnt, da es mit Kosten verbunden sei. Die bisherige deutsche Politiklandschaft war anscheinend nicht so in Ordnung, sonst hätte die AfD nicht so einen Zulauf verzeichnen können. Und dass in Amerika nun Promis sich melden und ihre Auswanderung ankündigen? Wenn das die einzige Lösung ist, die Ihnen einfällt, dann kann die Gesellschaft locker auf sie verzichten, sollen sie bitte Alle gehen! Wenn denen aber an Amerika wirklich etwas liegen würde, würden sie bleiben und eine entsprechende Opposition oder gar eine eigene Partei, gründen. Aber das wäre ja mit Arbeit verbunden und das sollen bitte Andere gefälligst für sie erledigen. 

Michael Carpenter Garmisch-Partenkirchen

Er hinterließ eine Spur der Verwüstung in vieler Hinsicht. Er bedrohte, entwürdigte, schmähte. Falls die Reaktion darauf negativ war, blies er zum Gegenangriff und steigerte sein Bemühen seinem Gegner den Rest zu geben, scheute dabei auch keine Obszönität, win or fail! Falls das nicht gelang, ging er einfach zu „Tagesordnung“ über, um seinen nächsten „Angriff“ vorzubereiten. Dieser Wahlkampf wirkte in seiner Erbärmlichkeit auf mich wie ein schlechter Comic Strip. Ein Chauvinist, der meint im Schosse Gottes zu sitzen trat auf als Botschafter der im Leben zu kurz Gekommenen, wirklich skurril. Er sprach aus, was diese denken, scheute keinerlei Peinlichkeit um seine Anliegen klar und schlüssig auf den Punkt zu bringen. Ihm gelang das Kunststück, trotz hemmungslosen Opportunismus in seinem bisherigen Leben, nun als Wohltäter da zu stehen. Die gesinterte Bosheit unserer Vorteilsnehmergesellschaft, unverdeckt. Ohne moralisches Mäntelchen und intellektueller Schminke wie bei Hillary Clinton und den Politikern hierzulande, die ihre Ideale längst begraben haben. Man hat sie satt, man will nichts mehr von ihnen sehen, geschweige denn hören von ihren vermeintlichen Weltverbesserungsvorschlägen: Wie Ceta, TTIP mit damit einhergehender Konzernmonopolisierung. Enteignung durch menschenverachtende Agroindustrie und Saatgutpatentierung. Freiheitsentzug durch Datenüberwachung und Aufbau eines gigantischen Sicherheitsapparates. Da greift man in seinem Wunsch nach Veränderung auch nach einem Strohhalm, wenn er nur Alternativen verspricht. Auch wenn er weitgehend die Erklärung über die Durchführung schuldig bleibt und eher nach Tageslaune agiert! Hauptsache er macht es anders als bisher geschehen? Er wird vermutlich an sich selbst scheitern, eher elend als grandios. Symbol für ein im Niedergang begriffenes Land. Leider, denn es gibt viele dort, die ich schätze. 

Robert Steidle Oberammergau

Trump und auch unsere Regierenden geben einem Großteil der Bevölkerung gewisse Lebensstandards und ansonsten wird von der Politik abgelenkt, durch „laute, hysterische primitive Schwarz-Weiß-Parolen. Politiker aus den großen Parteien erklären Einfaches so kompliziert, dass viele nicht mehr zuhören und sich schon deswegen nicht mehr für Politik interessieren. In der Hoffnung selbst einmal reich zu werden, wählen unpolitische Bürger/innen die Volksvertreter der Reichen (siehe auch USA, Donald Trump). Was bewegt sie, aus Protest Volksverhetzer zu wählen? Es gibt viele Gründe: Europa, Asyl- und Steuerflüchtlinge, Überfremdung, Angst vor der Globalisierung mit Ceta/TTIP, Angst vor Jobverlust und sozialem Abstieg, Ungerechtigkeit, zu wenig Lohn, Hartz IV, Rente, zu viel Steuern und Abgaben für Normalbürger, Umweltzerstörung durch Verkehr, Braunkohleförderung, Tierfabriken und nicht zuletzt durch die Arroganz vieler Regierender, die alternativlos Beschlüsse fassen zugunsten der Industrielobby. Wer nachdenkt und nicht den Hasspredigern nachplappert wird feststellen, dass die AfD kein Konzept zur Verbesserung hat, dass CSU (CDU), SPD, FDP und in letzter Zeit ein Teil der Grünen-Führung Politik für die Großindustrie betreibt und uns vormacht, das wäre gut für uns und unsere Arbeitsplätze und die Natur. Dieses Verhalten fördert Nicht- und radikale Protestwähler. Welche Partei bleibt, die unsere Lage verbessern kann? 

Bernhard Maier Peiting

Der Münchner Merkur hat sich nach Wahl Donald Trumps zum amerikanischen Präsidenten sehr wohltuend von den geradezu hysterischen Reaktionen der deutschen Politiker und Medien durch eine sehr ausgewogenen Kommentierung abgehoben. Die in den Medien und Parteien befeuerte Debatte wird im Zusammenhang mit Trump häufig mit dem Wort „Populismus“ geführt und damit gezeigt, dass man nicht gewillt ist irgend etwas überhaupt zu verstehen. „Populismus“ ist ein völlig unklarer Begriff, bei dem es lediglich auf den Standpunkt seines Verwenders ankommt. Sie können als „Populist“ z.B. für und gegen die Todesstrafe sein. Die etablierten Parteien haben nach ihren krachenden Wahlniederlagen bei den jüngsten Landtagswahlen unisono verkündet, daß sie den Wähler jetzt ernst nehmen wollen und im übrigen irgendetwas verstanden haben wollen. Zum Glück sei der Standpunkt des politischen Gegners „populistisch“, so daß man in der Realität nichts ändern müsse. Frag nach bei Merkel. Es gibt allerdings auch Definitionen, die den „Populismus“ mit dem Gebrauch „des gesunden Menschenverstandes“ erklären. Wenn die Grünen nun, wie sie schreiben, bei Populisten auf „Kampfmodus“ übergehen wollen, bedeutet es, daß sie den „gesunden Menschenverstand“ bekämpfen. Endlich einmal glaubwürdige Politiker. 

Klaus Goeritz Feldkirchen

In der Presse wurde weitgehend verschwiegen, nur in einem größeren Artikel versteckt angedeutet, dass Hillary Clinton in absoluten Zahlen mehr Wählerstimmen auf sich vereinigt hat als Donald Trump. Es ist das vertrackte Wahlsystem in den USA mit den Wahlmännern, wobei alle Stimmen in einem Bundesstaat, die nicht zur Mehrheit der Stimmen gehören, unter den Tisch fallen und nicht gezählt werden, das Trump den Sieg gebracht hat. Das sollte bei allem Nachdenken über diese Wahlentscheidung mitbedacht werden. 

Helmut Ritter Gmund

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