Die Prognose stimmt

Keine Kurzstreckenflüge; Subventionen aufstocken?; Leserbriefe 15. und 18. Juli

Offensichtlich ist Herr Pfleger bezüglich der Qualität der Arbeitsplätze am Flughafen München falsch informiert. Bei einem ermittelten Durchschnittsgehalt von 46.714 € aller Beschäftigten pro Jahr, also einschließlich Auszubildenden und Teilzeitbeschäftigten, kann von „überwiegend(en) Beschäftigungsverhältnisse(n) im Teilzeit- und Niedriglohnsektor“, wie auch schon in der Vergangenheit, keine Rede sein. Zum Vergleich: Der Dienstleistungssektor in Deutschland liegt pro Jahr bei durchschnittlich 34.098 €, und somit deutlich unter dem durchschnittlichen Verdienst am Flughafen. 86 Prozent aller Beschäftigten am Flughafen gehen einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung nach (Deutschlandweit liegt der Anteil laut Statistischem Bundesamt derzeit bei 72 Prozent), der Anteil an geringfügig Beschäftigten sinkt am Flughafen sogar und liegt mittlerweile bei nur noch vier Prozent. Bei der immensen Bandbreite der Betriebe und Tätigkeiten am Flughafen, liegt es in der Natur der Sache, dass es für Personen mit den unterschiedlichsten Qualifizierungen und Lebensentwürfen passende Arbeitsplätze mit entsprechender Entlohnung gibt. Diese und weitere Informationen wurden nicht verschwiegen und sind selbstverständlich veröffentlicht: http://www.munich-airport.de/media/download/bereiche/daten/ase.pdf. Im Übrigen bestimmt zum Glück weder ein Flughafen, noch eine Fluggesellschaft, wer wann warum und wie wohin reist, sondern die oder der Reisende. 

Philipp Daniel Mitarbeiter Flughafen München

In dem unter der Überschrift „Subventionen aufstocken?“ veröffentlichten Leserbrief wird unterstellt, dass die von der Flughafen München GmbH prognostizierte Zunahme von rund vier Prozent an Starts und Landungen im Jahr 2016 unrealistisch sei, weil im ersten Halbjahr nur eine Steigerung von 2,5 Prozent erzielt wurde. Die Erklärung für das stärkere Wachstum in der zweiten Jahreshälfte ist jedoch denkbar einfach: Die erheblichen Zuwächse im Münchner Luftverkehr resultieren vor allem aus den neuen Flugverbindungen, die zu Beginn oder im Laufe der Sommerflugplanperiode, die Ende März startete, aufgelegt wurden. Infolgedessen lag das Wachstum an Flugbewegungen im ersten Quartal lediglich bei 1,3 Prozent, während es im zweiten Quartal bereits 3,6 Prozent ausmachte. Wie sich aus den Anmeldungen der Airlines für die kommenden Monate ablesen lässt, wird dieses Wachstum weiter an Dynamik gewinnen und im Jahresergebnis zu der prognostizierten Steigerung von vier Prozent führen. Die Realität hinkt also – anders als der Leserbriefautor mutmaßt – keineswegs der Prognose hinterher, sondern sie bildet exakt die erwartete Entwicklung ab.

 Ingo Anspach Flughafen München GmbH

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