Leserbriefe

Regionales Milchfett nutzen

Leserbrief zum Thema "Milchmenge muss runter"; Kommentar von Claudia Möllers, 18. Mai

Ich bewirtschafte zusammen mit meinem Mann einen mittelständischen Milchviehbetrieb und glaube, dass in Wirklichkeit nicht zu viel Milch auf dem Markt wäre, wenn bei verarbeiteten Lebensmitteln wie zum Beispiel Speiseeis, sämtlichen Convenience-Produkten und bei vielem anderen kein Palmöl, sondern Butter, Butterreinfett, Milch oder Sahne verwendet werden würde. Heute weiß man doch, wie ungesund gerade diese meist auch noch gehärteten Fette sind - und trotzdem regt sich keiner auf, weil sie scheinbar billiger sind als Milchfett. Wir haben den gesundheitlichen Schaden, zudem sollen wir für die Entwicklungsländer spenden, weil dort die großen Konzerne den Menschen den Boden wegnehmen, die Regenwälder wegen der Palmölindustrie abholzen und täglich mehr Land zerstören. Es kann doch nicht sein, dass es billiger ist, Palmöl zu verarbeiten, anstatt regionales Milchfett, kostbarstes Milcheiweiß und Molke zu verwenden und somit auch uns Bauern leben zu lassen. Wir sind mittlerweile auch eine Minderheit und gehören geschützt!

Elfriede Strobl, Brunnthal 

Wachsen, viel Geld investieren, immer mehr produzieren mit immer weniger Arbeitskräften, Massentierhaltung auf der einen und Höfesterben auf der anderen Seite: Mit diesem Kurs fährt man letztlich an die Wand. Die Landschaft wird verödet, Arten sterben aus, als "Ersatz" werden (durch deren massenhafte Anwendung) Antibiotika-resistente Keime gezüchtet, gegen die wir uns nicht mehr wehren können. Wenn es nur darum geht, dass man sich am Markt behaupten muss, verdrängen die Großen die Kleinen, und das Gesunde wird vom Kranken verdrängt. Das Wachstum des Kapitals, das der Menschheit zunächst nützte, nimmt explosive Züge an und bedroht uns. Denn multinationale Konzerne machen Milliardengewinne, und dieses Geld wird der Wirtschaft zunächst entzogen. Es muss in Form von Investitionen zurück kommen. Also müssen immer größere und effektivere Produktionsanlagen gebaut werden. Dazu gehören auch gewinnträchtige Investitionen in "neuen" Ländern, wenn "alte" Länder wie Griechenland bereits hoch an den Finanzadel verschuldet sind. Dazu gehört auch das "Landgrabbing", der Aufkauf von riesigen Flächen in armen Ländern, und der Export dahin, um immer neue Absatzmärkte zu erobern. Dazu müssen Freihandelsabkommen den freien Warenverkehr und die Rendite von Investitionen sichern. Dazu gehört auch die Destabilisierung und danach Eingliederung von Ländern, die sich dem Eroberungszug des Kapitals widersetzen, aktuell die Ukraine, Brasilien und Venezuela. Dessen Präsident Maduro bat die Weltöffentlichkeit jetzt dringend um Unterstützung gegen laufende Umsturzversuche.

Hans Oette, Neuenstadt

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