Einladung auf den Hof

Es kann nicht sein, dass der Milchpreis diktiert wird; Leserbriefe 9. Juni

Es ist für uns Milchbauern schon erschreckend, wie viel Ablehnung und Neid in so manchen Leserbriefen geäußert wird – wir laden jeden ein, der uns auf lange Tage und schlechten Verdienst neidisch ist – eine Woche mitzuarbeiten auf einen Milchviehbetrieb, damit diese Herrschaften vielleicht einen kleinen Einblick gewonnen haben, wovon sie reden. Unser Bemühen ist es, unseren Tieren bestes Futter und Rundumversorgung zu bieten, dann honorieren unsere Tiere dies auch mit ihrer Gesundheit und einen für Nutztiere angepassten Leistung. Wir können nicht alle ein Tierasyl gründen. Alle, die immer noch von Idylle träumen, werden sich wundern, wenn wir Familienbetriebe aufgrund von schlechtem Einkommen Grund und Boden verkaufen müssen, wir sind uns sicher, dass Investoren und andere Geldanleger bereits darauf warten, und dann war#s das mit der gepflegten Kulturlandschaft, wie Ihr sie heute kennt. Außerdem, wenn es uns Familienbetriebe nicht mehr gibt, tut sich auch Frau Merkel erheblich leichter, TTIP und Co. der breiten Öffentlichkeit unterzujubeln, denn vielen ist es dann egal, ob gentechnisch verändert – Hauptsache billig! Ach, übrigens, wie viel von den zugesagten Hilfsgeldern bei uns Familienbetrieben ankommt, ist sehr fraglich, aber angesichts der Milliarden, die beim Berliner Flughafen BER und durch Griechenlandhilfen verbraten werden, sind dies eh nur Peanuts. Kann ein BER oder eine Zentralbank euch ernähren? 

Walter Frey Glonn

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