Immer wieder aufflammende Neiddebatte

Pensionen und Rente sind nicht oder nur schwer zu vergleichen; Leserbriefe 11. August, „Rentenniveau nicht weiter senken“; Bayern 10. August

Die Beamten in unserer Bevölkerung brauchen sich nicht verteidigen, denn diese sind die kleineren Fische. Es sind die Beamten in der Politik, die sich so viel erlauben. Statt sich mehr für das Volk und ihre Pflichten einzusetzen, gehen viele lieber ihren Nebenjobs und Geldgier nach. Das ist auch keine Neiddebatte (wie geschrieben), sondern eine verdammte Ungerechtigkeit. Deshalb, soll nicht nur diskutiert werden, ob man diese Nebenjobs komplett verbieten soll, sondern sofort handeln und abschaffen!

 Edeltraud Echter Böbing

In ihrer Funktion als VdK- Präsidentin fordert Ulrike Mascher also eine Anhebung des Rentenniveaus. Um der bereits deutlich zunehmenden Altersarmut entgegenzuwirken wäre dies tatsächlich dringend notwendig. Warum aber hat Frau Mascher während Ihrer Zeit als Staats- sekretärin im Kabinett Schröder von 1998 bis 2002 genau das Gegenteil bewirkt. Frau Mascher war damals maßgeblich an der Rentenreform von 2002 beteiligt, mit der das Rentenniveau deutlich gesenkt wurde. Insofern muss man eine VdK-Präsidentin Mascher als klare Fehlbesetzung sehen. Brauchen wir wirklich Expolitiker auf solchen Posten, die hinterher das anprangern, was sie vorher mit verschuldet haben? Das kommt einer Verhöhnung der Bevölkerung gleich. 

Michael König Lenggries

Die immer wieder aufflammende Neiddebatte um die Beamtenpensionen sollte endlich beendet werden, weil sie allein durch Unkenntnis und Vorurteile genährt wird. Die Höhe der Beamtenbesoldung ist mit Rücksicht auf die Versorgung niedrig gehalten. Bereits im Jahre 1951 wurden die Gehälter um 7 % gekürzt, was dem damaligen Arbeitnehmer-Anteil an der Rentenversicherung entsprach. Durch die Besoldungsreform im Jahre 1957 mussten Beamte nochmals auf 7 % ihrer Grundbesoldung verzichten. Ich habe während meiner beruflichen Tätigkeit viele Fälle gesehen, in denen ein Sachbearbeiter in der freien Wirtschaft besser bezahlt wurde als ein verbeamteter Sachgebietsleiter mit Fachhochschulabschluss im öffentlichen Dienst. Die meist schlechtere Besoldung der Beamten während ihrer langen aktiven Zeit und die gegebenenfalls bessere Versorgung im Ruhestand sind im Wesentlichen dadurch begründet, dass sie nach dem sogenannten Alimentationsprinzip erfolgen, einem hergebrachten Grundsatz des Berufsbeamtentums, der verfassungsrechtlich von Artikel 33 Absatz 5 Grundgesetz garantiert ist. Der verbreiteten Meinung, der Rentenempfänger hätte seine Rente durch Beitragszahlungen selbst finanziert, muss entgegengehalten werden: Je ein Drittel der Renten werden durch Steuermittel, den Arbeitgeberanteil und die Beiträge der Versicherten aufgebracht. Die Beiträge der Versicherten werden zudem als Sonderausgaben von der Lohnsteuer abgesetzt, sodass der Finanzierungsbeitrag der Rentenversicherten letztlich nur 20 bis 25 Prozent der Renten beträgt. Unerwähnt bleibt in der Diskussion auch, dass ein Arbeitnehmer, der 40 Jahre wie ein Beamter bei demselben Arbeitgeber beschäftigt war, in vielen Fällen noch in den Genuss einer betrieblichen Altersversorgung kommt. 

Winfried Mayer Seefeld

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