Wege zur besseren Altersversorgung

Gerechte Altersversorgung?; Leserbriefe 29. November

Der Brief von Herrn Ben Lehman ist einfach super! Es wird Zeit, dass sich unsere Politiker endlich mal hinsetzen und diese menschenverachtende Ungleichheit, Rente–Pension beseitigen! Wir Arbeiter und Angestellte haben einbezahlt in das Fass ohne Boden, und sollen uns mit Bröseln vom Tisch der Herrschaften abspeisen lassen. Die Zeiten sind vorbei. Wir Rentner verlangen prozentual genauso viel Rente wie Beamte an Pension bekommen! Der Arbeiter/Angestellte muss täglich um seinen Job bangen – wenn der Chef schlecht geschlafen hat oder ihm eine Laus über die Leber gelaufen ist, dann kann er damit rechnen, dass am nächsten Tag seine Arbeitskraft nicht mehr benötigt wird. Oder noch schöner, die Firma verlagert die Arbeitsplätze ins Ausland. Dann kann der Arbeiter/Angestellte schauen, wo er bleibt. Der Beamte hat eine lebenslange Garantie, auf seinem Sessel sitzen bleiben zu können. Und von wegen, Beamte werden schlechter als Arbeiter/Angestellte bezahlt, das stimmt einfach nicht, das kann man ja an den Pensionen sehen, wenn man die umrechnet. Inzwischen ist es so, dass wenn ein Arbeiter/Angestellte seine Ausbildung beendet hat, und er das Glück hat von der Firma übernommen zu werden, dann bekommt er immer öfter kein festes Gehalt, sondern einen Stundenlohn von 8,50 Euro. Und dafür hat er drei Jahre oder mehr gelernt. Und so etwas in einem angeblich reichen Land? Und unsere Politiker reisen um die Welt und prangern Verletzungen der Menschenrechte an. Wo bleiben bitteschön die Menschenrechte der Arbeiter und Angestellten in diesem Land? Mit ein paar Prozent und vagen Versprechungen lassen wir uns nicht mehr abspeisen. Die Zeiten sind vorbei, das kennen wir vor jeder Wahl. Diätenerhöhungen und Wohltaten für die ganze Welt werden über Nacht beschlossen, aber für uns ist nie Geld da. Hopp, hopp, ans Werk, das Pack oder was immer wir sind, erwartet Ergebnisse! 

Edeltraud Hartl Puchheim 

Die deutschen Rentner können sich freuen, ab Juli 2017 steigen die Altersbezüge um 1,5 - 2%. So wurde die Rentenerhöhung vor ein paar Wochen stolz in der Tagesschau verkündet. Da kommt Freude auf! Doch was wird von der „Erhöhung“ bleiben nach Abzug der Inflationsrate, angekündigten höheren Krankenkassenbeiträgen, zuverlässiger Erhöhung beim MVV und und und? Überall ist zu hören und zu lesen: Die Schere zwischen arm und reich geht immer mehr auseinander! Gegensteuern - Fehlanzeige! Es werden also weiter einige unserer Mitbürger in unserem „ach so reichen“ Land Flaschen aus verdreckten Mülleimern fischen müssen. Wir sind auf einem guten Weg - aber wir schaffen das! 

Horst Speck Starnberg

Das Leben ist hart, aber ungerecht, sagt ein weiser Spruch. Aber warum manche Leserbriefschreiber wie Herr Ben Lehman schon x-mal erklärte Tatsachen ignorieren und sogar falsche Behauptungen aufstellen, ist nur mit Neid zu erklären. Richtig ist, dass Beamtenbesoldungen analog des Arbeitnehmeranteils bei Angestellten um 7 % gekürzt wurden. Diese Kürzungsbeträge sollten eigentlich als Rücklage zusammen mit dem analogen Arbeitgeberanteil in Pensionsfonds angespart werden. Dass dies nicht geschehen ist, sondern die Milliarden wie bei den Renten zweckfremd verausgabt wurden, ist nicht Schuld der Beamten. Von den 71,75 % Bruttopension meines letzten Soldes, die ich nach 46 Dienstjahren ausgezahlt bekomme, und von denen auch meine einkommenslose Ehefrau lebt, werden mir 350 Euro Einkommensteuer und Soli einbehalten. Von dem ausgezahlten Betrag muss ich dann monatlich 515 Euro an die Krankenversicherung überweisen, sodass von meinen 71,75 % 865 Euro abgehen. Verbleiben netto also nur 54 % meines letzten Bruttogehaltes. Dafür musste ich vergleichsweise weit niedrigeres Einkommen in den jungen Jahren trotz wesentlich längerer Schul- und Ausbildungszeit hinnehmen als Freunde, die in der freien Wirtschaft tätig waren, und wurde deshalb oft gehänselt: Hättst halt was Gescheites glernt. Hatten meine Freunde schon ein Auto, hatte ich noch nicht einmal das Geld für den Führerschein ansparen können. Auch konnte ich den Arbeitgeber nicht problemlos wechseln, um zum Beispiel mehr zu verdienen oder weil mir der Arbeitsplatz nicht gefiel. Dass diese und andere Nachteile durch eine ordentliche Altersversorgung ausgeglichen werden, ist berechtigt und nicht alle Beamten sind Direktoren oder Staatssekretäre. 

Wolfgang Fischbacher München

In allen Leserbriefen, die auf die Ungerechtigkeit zwischen Rentnern und Pensionären hinweisen, vermisse ich die Feststellung, dass Pensionäre nicht nur prozentual wesentlich besser bewertet werden, sondern dass dieser elitäre Kreis auch noch ein 13. Monatsgehalt bekommt. Dieses zusätzliche Entgelt erhalten manchmal noch nicht einmal Arbeitnehmer, denn es ist nicht gesetzlich geregelt. Ferner ist es eine Ungerechtigkeit, dass Witwen nur noch 60 % der Ehegattenrente bekommen, während Witwer weiterhin 100 % bekommen. Die Lebenshaltungskosten bleiben für beide gleich. Ein weiterer Punkt der Ungerechtigkeit ist die Höhe der Bezüge. Es ist zur Vermeidung der Altersarmut zwingend nötig, eine Mindestrente einzuführen, aber auch eine Obergrenze zu setzen. Denn ein Gutbetuchter hat so viel Vermögen im Hintergrund, dass seine Rente für ihn ein Almosen darstellt. Ein weiterer Aspekt ist die geforderte eigene Vorsorge. Die heutigen jungen Mütter, die die sogenannte Herdprämie in Anspruch nehmen, sollten dieses Geld zwingend zur eigenen Rentenvorsorge einzahlen müssen bzw. es sollte von der Zahlstelle direkt dorthin abgeführt werden. 

Margot Riedel Penzberg

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