Ja, man muss mit Putin reden

Ein wenig mehr verbale Abrüstung; Leserbriefe 20. Oktober, Georg Anastasiadis: Putins Killing Fields; Kommentar 19. Oktober

Sehr geehrter Herr Bosserhoff, leider muss ich Ihnen widersprechen, weil Sie einige wesentliche Dinge außer Acht gelassen haben. 1. Die USA sind eine Demokratie, zwar nicht für jede Hautfarbe, aber immerhin. 2. Die Regierung des Pleite-Staates ist gezwungen Kriege, Umstürze und Destabilisierungen (wie Sie ausführen) herbei zu führen! Wie sonst sollen sie dem Wahlvolk die horrenden Ausgaben der Regierung für die Kriegsmaschinerie erklären? Und zum Dritten: Barack Obama hat den Friedensnobelpreis erhalten (Weiß nicht für was, vielleicht für die beabsichtigte Schließung von Guantánamo auf Kuba). Wladimir Putin hat keinen. Nix für unguat – hab nur versucht, ihren wohlformulierten Zynismus zu toppen. 

Heidi Jäger Egenhofen

Ich kann Herrn Anastasiadis nur voll zustimmen. Wie Herr Bosserhoff Putin noch in Schutz nimmt, wo Krankenhäuser der Ärzte ohne Grenzen skrupellos bombardiert werden, das ist nicht zu fassen. Da darf es auch keine Zurückhaltung geben, sonst haben wir bald Zustände wie in Russland, Ungarn, Polen und in der Türkei. Man muss mit den Russlandverstehern sachlich diskutieren (funktioniert am besten per mail), und ihnen klar machen, dass sie heute Putin auf dem Leim gehen, wie es unseren Eltern mit Hitler passiert ist. Nach meinem subjektivem Wissen haben Assad und Putin 11 Millionen Flüchtlinge und 4 Millionen Tote verursacht, zu 80 % durch Fassbomben und Giftgas von Assad mit Duldung von Putin. Ich will hier nicht die USA schön reden. Sie haben viele Kriege angezettelt und Bush war auch ein Faschist. Den IS vom Irak haben sie generiert. Wenn die USA Syrien bombardiert hätten, wären die Russen aber auf dem Plan gewesen. Falls es alle Russlandversteher noch nicht gespannt haben, der Faschismus kommt diesmal vom Osten. Putin möchte wieder die alte Sowjetunion. Dazu finanziert er die Rechten in Europa, wie Le Pen und auch die AfD (die Jugend arbeitet mit Putins Jugend zusammen). Der Bolschewismus hat ab 1945 ganz Osteuropa beherrscht, 44 Jahre. Aufstände folgten 1953 in der DDR, 1956 in Ungarn und 1968 in Prag. Als die Russen 1989, dank Gorbatschow endlich diese Herrschaft beendeten, schien alles ok für eine freie Gesellschaft in Europa. Leider zeichnete sich immer mehr ab, dass ein ehemaliger KGB-Chef in der DDR sein altes System in Osteuropa wiederherstellen wollte. Es waren nicht die USA, sondern besonders Polen, Tschechien und Ungarn, die nun Schutz in der Nato suchten, ebenso die baltischen Staaten. Dass Bush die Raketen in Tschechien und Polen aufstellen ließ, war kontraproduktiv. Dass Putin die Krim wollte, kann man auch noch verstehen, nach dem die amerikanische Flotte vor der Tür stand, aber in der Ostukraine ist er zu weit gegangen und es sah wie eine Blaupause von Stalin aus, 1939 hat Stalin mit Hitler Polen überfallen, diese Gebiete sind heute noch russisch und hat sich dann die baltischen Staaten einverleibt. Nur durch die Amerikaner ist Europa nicht kommunistisch geworden und können wir heute frei reden, das sollten wir nie vergessen. Es ist deshalb gut, dass die Nato nun wieder mehr Präsens zeigt. Die Russlandversteher lassen sich von einer gleichgeschalteten Presse wie Russia-TV manipulieren. Lügenpresse – übrigens ein Vokabular der Nazis. Ich habe eine Berliner Zeitung vom 16.10.1940, da steht das drin. Trotzdem muss man mit Putin reden, aber Putin muss Vertrauen schaffen, könnte er mit einem Abzug aus der Ostukraine und vor allem muss er in Syrien aufhören zu bombardieren und die Welt nicht immer anlügen. 

Heinz-Otto Weißbrich Otterfing

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