Verantwortungsvolle Fallenjagd

Fallenjagd verbieten; Leserbriefe 26. August

Sehr geehrte Frau Wendt, in Ihrem Leserbrief weisen Sie nicht nur auf illegale Schlagfallen sondern auch auf legale Fallen hin. Als Ausbilder verschiedener Kreisgruppen bei der Jungjägerschaft möchte ich Ihnen Folgendes mitteilen. Wenn ich eine legale Schlagfalle über einen Fachhandel kaufe, ist diese bereits mit einem Qualitätsprüfsiegel versehen. Dabei wird die Schlagstärke der Falle gewissenhaft durch Fachleute wie beispielsweise den TÜV überprüft. Nach dem Kauf muss die Untere Jagdbehörde der Landratsämter die Falle registrieren und den Bedarf der Fallenjagd genehmigen. Zur Fallenjagd benötige ich einen Fallenlehrgang, welcher von Berufsjägern gewissenhaft erlernt wird. Der Jungjäger braucht heute keinen Fallenlehrgang zu besuchen. Es obliegt jedem selbst, ob er dies in seiner Ausbildung möchte oder nicht. Im Jagdrecht ist beschrieben, dass Lebendfallen mehrmals täglich überprüft werden müssen, um einen waidgerechten Tierschutz zu gewährleisten. Ihre Aussage, dass Tiere stunden- oder tagelang hungernd und durstig in einer Kiste auf den erlösenden Tod warten, weise ich entschieden zurück. Im Namen aller Jäger.

Rudolf Richter
Ettal

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