Guter Rat ist nicht einfach; Leserbriefe 9. Juni

Guter Rat ist nicht einfach; Leserbriefe 9. Juni

Wenn man liest, was dem bayerischen Bürger und konservativen Wähler Dr. Raasch stört, gewinnt man den Eindruck, als spräche er vielen Bayern aus dem Herzen: Unser Bayern gehört uns! Wir haben lange all diese schönen bayerischen Lebensarten und Errungenschaften durch Fleiß und Ausdauer gebildet. Wir geben davon nichts, aber auch gar nichts wieder ab. Von einem Politiker verlangen wir, dass er das tut, was uns zu Diensten ist. Herr Seehofer befolgt das gehorsam. Er will wiedergewählt werden. Was die anderen brauchen, geht uns nichts an. Frau Merkel denkt an alle, ja an ganz Europa. Deshalb kann sie in Bayern nicht verstanden werden. Aber die Bayern sind ja nicht allein. Österreich, Ungarn, Polen und noch ein paar kleine ehemalige unterdrückte Staaten machen mit. Da glauben sogar die neuen Bundesländer, sie dürften derartige Ansprüche stellen. Wie bei all dem Egoismus so viele Helfer sich ganz spontan um die ersten Flüchtlinge gekümmert haben, hat mir Respekt abgerungen – für so human hätte ich uns Deutsche gar nicht gehalten. Aber nun kommt ja die Wahrheit langsam ans Licht. Der Egoismus zieht bereits weitere Kreise in Europa: in Frankreich, England, Russland, Weißrussland, Polen, Österreich, Ungarn, ja auch die USA, obwohl wir besonders aus der schrecklichen, deutschen Geschichte hätten lernen können, wie man es nicht machen darf. Ich bin ja nur eine Frau und schon 76 Jahre, die seit 53 Jahren in Bayern lebt, und Sie dürfen ruhig über mich lächeln, weil ich Frau Dr. Merkels Humanität und ihre Klugheit bewundere. Sie weiß aufgrund ihrer Bildung, wie die Menschen funktionieren und hat einen Mann, der weiß sogar noch, warum. Egoismus und Überheblichkeit allerdings lehnen beide ab. Merkels Weitblick haben nur wenige Politiker. 

Christl Jaeger Wörthsee

Dem Leserbrief von Herrn Dr. Hans G. Raasch aus Lenggries kann ich voll zustimmen. Ich bin weder konservativ rechts, noch links sozialistisch eingestellt, und obwohl ich grün denke, bin ich schon gar-nicht ein Unterstützer der „Grünen“, deren Gebaren ich eher als eine Art Hysterie empfinde. Wenn ich daran denke, was der europäische Gedanke eigentlich an guten Grundsätzen beinhaltet, und was daraus inzwischen geworden ist, dann kann ich an der Frage, für welche Partei ich bei der nächsten Bundestagswahl entscheiden soll nur verzweifeln! Dass sich Europa dem Flüchtlingsdrama mit Zusagen einer großzügigen Verteilung gestellt hat, aber keiner unserer Partnerländer mitgemacht hat, und sich eine deutsche Kanzlerin dann erweicht hatte, das im Alleingang mit „WIR“ schaffen das schon anzugehen, ist wohl aus alten Schuldgefühlen der von unserem Land begangenen Gräueltaten des 2. Weltkrieges entstanden, und aus dem Wunsch Vorbild zu erzeugen . Ich habe nur angst, dass hierbei eine Lawine losgetreten wurde, die jetzt schon nicht, und auch in Zukunft schon gar nicht mehr zu bändigen ist. Im europäischen Käfig gefangen, der sich nicht mehr an seinen ursprünglich vereinbarten Werten, sondern nur noch an wirtschaftlichen Vorteilen internationaler Konzerne, Lobbyisten und Staats-Kalkül orientiert, dessen Landesgrenzen unkontrollierbar porös geworden sind, habe ich große Angst um die Zukunft, ... und das in jeder Hinsicht, ob Sicherheit gegen Terrorismus, Kultur, steigernde Armut, Kriminalität und nicht zuletzt zu einer Minderheit in manchen Städten sowie im ganzen Land zu werden. Wer will es den Briten verdenken, wenn aus eigenen Erfahrungen sie aus dem Verein austreten werden? 

Eduard B. Keisinger Emmering

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