Umstrittene Windräder

Gegen Windrad-Ungetüme; Leserbriefe 13. Mai

Wenn sich jemand ernsthaft mit der sogenannten Energiewende durch Windkraft auseinandersetzt und wirtschaftliche Interessen nicht berücksichtigt, kann man dann ein Befürworter von Windrädern sein? Wie viele Windräder müssten gebaut werden, um einen effektiven Beitrag zur Energiewende zu leisten? Jeder kann nachlesen, was geschrieben wird pro und contra Windkraft und sich seine Meinung bilden. Und mit etwas Weitblick kann man doch nicht dafür sein, oder? Aber das Bild mit dem Vollmond ist schon sehr schön.

Gabriele Kapohl Dachau

Nach der formaljuristischen Bestätigung der Seehoferschen 10 H-Regelung war natürlich klar, dass die Windkraftgegner noch einmal kräftig zur Hatz blasen und dieses Urteil bejubeln. Interessant wird, mit welcher Argumentation sie Windräder in den wenigen noch verbleibenden Flächen verhindern wollen. Die bayerische Ausnahme im Baugesetz, dass Windräder nur in einem Abstand ihrer zehnfachen Höhe – nach heutigem technischem Stand mindestens zwei Kilometer – zu Wohngebieten gebaut werden dürfen, bringt gar nichts. Die normalerweise übliche Genehmigungspraxis nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG) schließt jegliche Beeinträchtigung der Anwohner aus. Bei der Anwendung der sehr niedrigen zulässigen Schallpegel des BImSchG auch im Verkehrsbereich, wäre beispielsweise der Betrieb des Münchner Flughafens gar nicht zulässig. Noch 2011, nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima, wollte Ministerpräsident Horst Seehofer gemeinsam mit den Landkreisen und Kommunen die Energiewende vorantreiben. Jetzt schiebt er ihnen den schwarzen Peter zu und wäscht seine Hände in Unschuld. Sie können ja, gegen die von ihm aufgewiegelten Bürger, Bauleitplanungen für Windprojekte durchführen. Ohne die Windkraft ist die dringend notwendige Energiewende nicht möglich. Nachdem sich die Staatsregierung auch gegen die Stromtrassen wehrt, ist mit Spannung zu erwarten, wer 2022 die frohe Botschaft verkündet, dass die Atomkraftwerke in Bayern, zur Versorgungssicherheit, weiter betrieben werden müssen. Horst Seehofer wird dann wohl nicht mehr im Amt sein. Herr Ministerpräsident, vielen Dank schon mal für Ihre weitsichtige Energiepolitik!

 Sepp Mittermeier Neufarn

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