Wir wollen die gute alte mitteleuropäische Zeit zurück

Zeitumstellung ist ein Zwang; Leserbriefe 28. Oktober, Schluss damit! Kritik an Zeitumstellung; Leserbriefe 27. Oktober

Zusätzlich zu mehr oder weniger ausgeprägten gesundheitlichen Beschwerden verschwendet das Zeitumstellen zweimal im Jahr Geld. Was sagt der Rechnungshof dazu? Es soll mir niemand erzählen, dass die Kosten für dieses Theater vernachlässigbar sind! Ministerin Ilse Aigner hat ja einmal eine Initiative gegen den jährlichen Unfug gestartet. Leider wurde dieser Vorstoß aber so wenig bekannt gemacht, dass sogar sehr eifrige CSU-Mitglieder davon nichts wussten; entsprechend schwach war die Resonanz. Erfreulich finde ich die Bestrebungen in anderen Ländern. Wenn sich dabei abzeichnet, dass nicht alle die Sommerzeit für das ganze Jahr festschreiben wollen, wäre das der klassische Fall für einen Kompromiss: Man trifft sich in der Mitte, Hauptsache das Nerven und Geld kostende Vor- und Zurückstellen der Uhr hört auf! Dass dann gegenüber der koordinierten Weltzeit (UTC) nicht mehr in vollen Stunden gerechnet wird, ist kein Hindernis; es gibt mehrere Staaten, bei denen die Zonenzeit halbe Stunden gegenüber der UTC enthält. Mit der Koordination könnte die EU beweisen, dass „in Brüssel“ manchmal auch an das Wohlfühlen der Bürger gedacht wird.
Axel Stark
Gmund

Es gibt keine „Winterzeit“. Herr Claus Wagner ärgert sich über die Zeitumstellung. Aber er verwechselt die Jahrhunderte alte „Mitteleuropäische Zeit“ (MEZ) mit der erst um die Mitte des 20. Jahrhunderts eingeführte „Sommerzeit“ und plädiert dafür, dass ausgerechnet sie erhalten bleiben sollte. Die Zeitumstellung besteht jedoch darin, dass die herkömmliche und bewährte MEZ durch die Einführung der sogenannten „Sommerzeit“ gestört wird, und nicht durch die Einführung der „Winterzeit“. Eine solche hat es nie gegeben, sondern wir bekommen in Mitteleuropa wieder unsere gute alte MEZ zurück. Ein Grund, warum es immer noch diese umstrittene Zeitumstellung gibt, könnte die Absicht der EU-Granden sein, einmal etwas zu veranlassen, womit sie ihre sonst wackelige Macht unter Beweis stellen können. Man bedenke: In ganz Europa werden die Uhren im Sommer um eine Stunde früher gestellt und im Winter wieder auf normal zurückgenommen. Und da klappt es wenigstens (noch) mit der Einheit Europas. Aber es sollte nicht bei der „Sommerzeit“ bleiben, sondern bei der alten mitteleuropäischen Zeit (MEZ), die keine „Winterzeit“ sondern unsere normale Zeiteinteilung ist. Ludwig Eisenlöffel
Schliersee

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