Notwendige Abtreibungsdebatte

Monika Wehrl-Herr und Johannes Löhr: Querelen um Abtreibungsklinik; München 30. Juni

Der Artikel hat mich sehr erschüttert. Leider vermisste ich dann eine Info zum Verlauf der Mahnwache am 1. Juli vor dem Ärztehaus in Freiham. Kann es sein, dass in einem modernen und imposanten Gebäude direkt am S-Bahnhalt in München-Freiham täglich Menschen getötet werden – etwa 20 – und keiner geht hin? Dass fröhliche Kinder in einer Kita in diesem Gebäude lärmen und spielen – und traurige Frauen stapfen daran vorbei die Treppen hoch in den zweiten Stock – wo ihnen als einzige Alternative für ihre Probleme, ihr Unglück und ihre Verzweiflung die Tötung ihres ungeborenen Kindes verkauft wird? Wir können nicht mehr zur Entschuldigung sagen: Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß. Wir wissen, was bei einer Abtreibung geschieht, wie sie durchgeführt wird; dass ein Enkelkind, ein Töchterchen oder ein kleiner Sohn eines Vaters und einer Mutter getötet wird! Und wir wissen, dass dies jeden Tag in diesen Abtreibungsräumen in München-Freiham der Fall ist, wie es auch fast 20 Jahre lang in München in der Fäustlestraße durch denselben Abtreibungsarzt geschah! Tausende von Kindern sind von ihm getötet worden, Tausende abgerechnet über die staatliche Finanzierung. Ein wirklich todsicheres Geld für den Abtreiber, ein liquider Mieter in diesem Gebäude, denn der Staat zahlt immer pünktlich. Wir alle bezahlen diese Tötungen. Es gibt ein Gesetz - und nach diesem Gesetz darf/muss/kann das Kind sterben. Welche hartherzige Parallele zum Denken von Volksvertretern vor 2000 Jahren. 

Dr. Christina Agerer-Kirchhoff München

Vielen Dank für den Artikel über die Ankündigung der Kundgebung vor der Abtreibungsklinik in München Freiham. Hier vor Ort gibt es bereits die notwendige Abtreibungsdebatte. Eine Geschäftsfrau aus dem nahen Planegg beklagt die derzeitige Abtreibungspraxis sehr und erzählte von einer jungen Frau in ihrem Mehrparteienhaus, die überraschend schwanger war. Die Nachbarn boten an, finanziell zusammenzulegen und ein Paar versicherte ihr, das Kind zu betreuen, während sie arbeiten ginge. Durch die Zivilcourage der Nachbarn entschied sich diese Frau, das Kind zu bekommen. Heute ist sie froh über ihre Entscheidung.

Die Bewohner in und um Freiham sind durch die Abtreibungsklinik im Ärztehaus des CSU-Bezirksschatzmeisters Hammer wach gerüttelt worden. Bei 97 % der Abtreibungen liegt keine Lebensgefahr der Mutter durch Schwangerschaft oder Geburt, kein behindertes Ungeborenes und auch keine Vergewaltigung (0,2 %) vor. Bei den drei letzten Abtreibungsgründen bleibt die Frage: Was kann das Kind dafür? Viele der Bewohner in und um Freiham, fragen sich, ob ungewollt oder überraschend Schwangeren staatlicherseits genügend menschliche und finanzielle Hilfe angeboten wird. Wie arbeiten die staatlichen Schwangerenkonfliktberatungsstellen eigentlich? Die Hilfen müssen familien- und kinderfreundlich sein. Die Signale aus der Bevölkerung, wie die Teilnahme von 150 Menschen an der Mahnwache am vergangenen Freitag zeigt, sollten die Politik an das Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 28. Mai 1993 erinnern. Dem Gesetzgeber wurde eine Beobachtungs- und Nachbesserungspflicht des § 218 auferlegt, um die Auswirkungen zu überprüfen und wenn es sein muss, nachzubessern. Das damals beschlossene Beratungskonzept ist aufgrund der hohen Abtreibungszahlen definitiv überprüfungs- und veränderungsbedürftig. Dieses Urteil wurde bis heute nicht umgesetzt.

 Monika Espe München

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