Und jetzt?

Felix Müller: Klassenkampf ums Wohnen; München 4. Juli

Und jetzt? Scheinbar sucht die SPD, einstmals die Partei der Arbeitnehmer, die Lösung der Quadratur des Kreises. In Anbetracht des enormen Zuzuges von zirka 30 000 Einwohnern jährlich in den Stadtgrenzen einer ohnehin schon sehr dicht besiedelten Stadt, scheint mir eine Lösung für nicht so gut situierte Bürger recht schwierig. Es mag hier und da noch gelingen einigermaßen bezahlbare Wohnungen für den Normalverbraucher in der Stadt für eine gewisse Zeit zu erhalten, aber für wie lange? Die Lösung wie Verdichtung und höher Bauen wird ebenfalls an seine Grenzen stoßen, wenn der Zuzug so bestehen bleibt wie bisher. In 5 Jahren sollen 1 700 000 Menschen in München wohnen, also 2020 und was ist in 14 Jahren, so um 2030? 2 000 000 oder mehr? Und das kostengünstig? Sollte die Stadt sich nicht ehrlichweise darum bemühen, diesen Wachstum, auch wirtschaftlich, zu begrenzen, damit diese Stadt in 20 Jahren einigermaßen lebenswert bleibt? Oder sollte in Verbund mit dem Freistaat die Stadt auf Kosten der umliegenden Satellitenorte vergrößert werden, damit eine Sinnvolle Planung ermöglicht wird? Das müsste nicht nur die Aufgabe der Stadt München sein. 

Vittorio Neymon de Neyfeldt München

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