Bürger mit einbinden

Klaus Vick: Umweltreferentin plant Maßnahmenpaket zur Reduzierung der Schadstoffbelastung; München 15. November

Bereits vor 150 Jahren waren die Luftverhältnisse infolge zügelloser Industrialisierung ohne Rücksichtnahme auf den Schadstoffausstoß unerträglich. In Scharen wälzten sich die Bürger ins Grüne, Wien 1886. Man wollte ja gesund weiterleben. Heute sagt man Feinstaubbelastung dazu. Man soll auf die Bürger hören, so der Ministerpräsident. Also fangen wir damit an und binden die Bürger aktiv in die Lösung der Mobilitätsfrage mit ein. Die sind es bekanntlich, die betroffen sind, wenn sie wieder in der roten Welle stehen und mit erleben dürfen, dass Bürgeranträge auf Bürgerversammlungen zum Thema Verkehr seit mehr als drei Jahren unbearbeitet sind. Kleine Schritte können einen bekanntlich weiter bringen, wenn man das Tempo erhöht. Wenn scheinbar die Rechtsgrundlage für manche Dinge fehlt, sollte man von F.J. Strauß lernen, der sagte: Dann müssen wir den Fehler unseres Gesetzes ändern. Tankstellen (hier Ladesäulen) zu bauen, ist sicher nicht die originäre Aufgabe einer Daseinsvorsorge. Hier darf gerne ein Autobauer als PPP-Geber einspringen. 3 Millionen, ein Peanuts. Was macht aber eine Hausfrau, wenn sie Staub hat. Richtig, sie nimmt ihren Staubsauger. Zur Not auch mehrmals täglich. Es gibt bereits Feinstaubsauger. Und wenn Herr Dobrindt die autonomen Fahrzeuge möchte. Hier ist der ideale Einsatzort. Als Formel 2 dürfen diese Fahrzeuge gerne im Kreis fahren und ihrer Aufgabe, saugen, nachgehen. Und so kurz vor dem IT-Gipfel können auch noch alle Wünsche der Digitalisierung oder der Industrie 4.0 mit eingearbeitet werden, weil man ja vom Grünbuch weiß, wie eine Plattform denkt und handelt. Dass dabei so mancher ins Schwitzen kommt , bringt ihn sicher auf die Idee, über Verdichtung, Entsiegelung und Gründung neuer Städte nachzudenken. 

Werner Gugetzer München

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