Afrika im ökonomischen Würgegriff

Sebastian Horsch und Werner Menner: Der blutende Kontinent; Hintergrund 30. April/1. Mai

Wie ich aus erster Hand und von Dokumentarfilmen weiß, gibt es noch weitere wichtige Gründe für das afrikanische Drama. Einer davon ist, dass sich der Kontinent nach wie vor im ökonomischen Würgegriff befindet: Während scheinbar großzügig Entwicklungshilfe geleistet wird, beuten die westlichen Industrienationen die Ressourcen Afrikas im großen Stile aus - ohne die Afrikaner angemessen dafür zu entlohnen. Neuerdings mischt dabei auch China kräftig mit. Den Menschen vor Ort werden schlichtweg die Lebensgrundlagen entzogen. Einerseits tun das Großkonzerne, die hierzulande damit werben, im Sinne einer Green Economy in Afrika Wälder zu pflanzen und dies auf den Feldern ortsansässiger Bauern tun oder etwa für Obst und Blumen - mit Fair-Trade-Label! - den Einheimischen buchstäblich das Wasser abgraben. Andererseits wird den Fischern an der westafrikanischen Küste durch die großen Trawler-flotten vor ihren Augen die Nahrungsgrundlage vernichtet. Es ist also nicht so, dass die vielen Flüchtlinge uns Steuerzahler Geld kosten würden, sondern sie folgen einfach den abfließenden Ressourcen und fordern einfach nur ihren Teil von dem, was wir ihnen seit hundert Jahren und auch heute noch tagtäglich rauben.

 Dr. Georg Glonner München

Jeder weiß es, keiner traut sich! In Ihrem Artikel „Der blutende Kontinent“ beschreiben die beiden Autoren Sebastian Horsch und Werner Menner mit wenigen Worten sehr deutlich die Fluchtursachen in Afrika. Dabei lassen sich die verschiedenen Faktoren auf eine alles dominierende Tatsache zurückführen, dem explosionsartigen exponentiellem Bevölkerungswachstum. In Afrika sind 15 Millionen Menschen auf der Flucht (weltweit ca. 70 Millionen), 240 Millionen Afrikaner leiden Hunger. Wie beschrieben bekommt jede Frau in Afrika 4,7 Kinder (in Deutschland 1,3!). Wo führt dies hin? Ist es eine Lösung wenn die EU jährlich 1 000 000 Migranten aus diesem Kontinent aufnimmt? Oder müssten es jedes Jahr 50 Millionen sein? Ist eine Wirtschaftshilfe Erfolg versprechend oder sind Schulungen in moderne Anbau- und Arbeitsmethoden in der Landwirtschaft eine Lösung? Es gibt aktuell 1,2 Milliarden Afrikaner, bis 2050 verdoppelt sich die Bevölkerungsanzahl. 43 % der Afrikaner sind unter 15 Jahre, 60 % der jungen Afrikaner sind arbeitslos. Der Kontinent, obwohl zum großen Teil sehr fruchtbar, kann bereits jetzt seine Bevölkerung nicht ernähren. In der Natur regeln sich Ökosysteme selbst, dies jedoch nicht in dem Moment wo der Mensch eingreift. Europa und auch die anderen Staaten können diese Lawine nicht aufnehmen. Daher muss es eine vordringlichste Aufgabe der Menschheit sein das Bevölkerungswachstum weltweit massiv einzudämmen. Aktuell gute 7 Milliarden bis 2050 prognostiziert 9,2 Milliarden Menschen sind zu viel für unseren Planeten. Es ist dringend an der Zeit dass unsere Politiker und aber auch die Kirchen dieser Welt sich diesem Thema offen annehmen. Der Teich mit den Seerosen welche sich jeden Tag verdoppeln ist auch am vorletzten Tag erst halbvoll.

 Roland Riedel Odelzhausen

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