Jeder ist geschockt

Jeder ist über den Anschlag in München schockiert.

Nur, wie viele Morde hat dieser Täter bereits in seinem kurzen Leben legal im Fernsehen, auf Video oder im Internet gesehen? Und jeder, der sagt: Diese Gewaltdarstellungen müssen verboten werden, weil sie mit Pressefreiheit nichts mehr zu tun haben, wird von vielen Seiten wegen seiner Rückständigkeit angegriffen, zumindest aber belächelt. Ein Weiser sagte: „In jedem Menschen steckt ein Wolf, der gut oder auch böse werden kann. Auf die Frage, wie es gesteuert werden kann, welcher Wolf sich durchsetzt, antwortete er: „Mit dem, womit du ihn fütterst.“ Sind die weltweiten Anschläge das Ergebnis des Wolfes im Menschen, der täglich nicht nur im Fernsehen mit dem Anschauen von Mord und Totschlag gefüttert wird? Und alles nur, weil einige viel Geld damit verdienen? 

Jürgen Haase Oberau

Wir brauchen vernünftige islamische Prediger/Lehrer, die sich in Deutschland um jugendliche Moslems, gerade auch um Flüchtlinge kümmern, damit sie sich nicht radikalisieren. Der deutsche Staat muss die hier tätigen islamischen Religions- und Moscheevereine mehr als bisher in die Pflicht nehmen, ja kontrollieren, muss verhindern, dass fragwürdige Regierungen wie die in der Türkei oder gar in Saudi-Arabien Geistliche zu uns schicken, die weder unsere Situation noch unsere Werte kennen, muss vielmehr dafür sorgen, dass muslimische Lehrer/Prediger an deutschen Hochschulen nach humanistisch-liberalen Grundsätzen ausgebildet werden, ein mühsamer Prozess, und mit Zwang oder Besserwisserei geht hier nichts. Ferner plädiere ich dafür, an allen öffentlichen Schulen (und damit unter staatlicher Kontrolle) islamische Religion zu unterrichten. Die heute oft gehörte Behauptung, Religion sei Privatsache und habe in der staatlichen Schule nichts verloren, wird durch die Terroranschläge der letzten Tage aufs Traurigste widerlegt. 

Christian Fuchs Gutenstetten

Nach dieser Tat ausgerechnet einen Mann zum Helden zu stilisieren, dem das Wort „Kanacke“ so flüssig über die Lippen kommt, ist mehr als geschmacklos. In Zeiten, in denen der Terror droht, unsere multikulturelle Gesellschaft zu spalten, sollte diese Wortwahl aufs Schärfste kritisiert werden. Wir sollten als Einheit nicht nur gegen Terror und Ereignisse wie Amokläufe stehen, sondern vor allem gegen die Wurzel des Übels: Rassismus und Ausländerfeindlichkeit. 

Johanna Reski Penzberg

Terror und Amok durch Computerspiele, Internet und Gewaltvideos mit ausgelöst! Warum existieren eigentlich solche krankmachende, kranke Bilder? Fachexperten behaupten immer wieder, es gäbe auch begeisterte, spielsüchtige Interessenten aus dem Normalmilieu. Jede Krankheit beginnt nun mal ganz langsam. Eine so erkrankte Gesellschaft wird nach und nach abgestumpfter und die Hemmschwelle sinkt rapide ab. Wie soll das enden? Auch im öffentlichen TV wie den Privaten, werden uns gesunden Zuschauern täglich von mittags bis nachts die Krimi-Gewaltszenen vorgeführt. Gibt es dafür eine plausible Erklärung? Liebe Eltern, Politiker, Kirchenleute und Verantwortliche, haut endlich diesen Schrott in die Tonne! No Toleranz gegenüber dem, was uns kaputtmacht!

 Norbert Balling Huglfing 

Ja, es gibt Leute, die jetzt Angst haben. Es ist mit Sicherheit berechtigt über weitere Sicherheitsmaßnahmen auf der Wiesn nachzudenken. Wo wir speziell nach den Anschlägen von Nizza jedoch erhebliches Nachholpotenzial haben , ist doch wohl unsere Kaufinger- und Neuhauserstraße. Alle Zufahrten sind ganztäglich ohne jedwede Hindernisse geöffnet, es sei denn, man lässt sich von dem Hinweis auf eine Fußgängerzone abschrecken. Es ist gar nicht auszudenken, was hier eine Amokfahrt in der Hochfrequenzzeit anrichten würde. Die Fußgängerzone ist 365 Tage im Jahr geöffnet und bietet für die vielen Kunden, Touristen und Passanten keinerlei Schutz bzw. Sicherheit. Wie schnell aus dieser großen Menschenmenge eine getriebene, panische Masse wird, hat der letzte Freitag eindrucksvoll gezeigt. Ich denke hier ist zeitnah Handlungsbedarf geboten, bevor es zu spät ist. Nicht nur der Wiesnbesucher hat ein Recht auf bestmögliche Sicherheit. Ich, der selber in der Innenstadt arbeitet und dort täglich viele Kunden begrüßt, wünsche mir ein Sicherheitskonzept für die Fußgängerzone, die mit Sicherheit auch eins der Aushängeschilder der Stadt München ist. 

Markus Porwol München

Herrn Pirchmosers Unverständnis zu den fatalen Fehlmeldungen bei der Berichterstattung zu dem Amoklauf ist nachvollziehbar. Doch ich bitte zu bedenken, dass viele Fehlmeldungen einfach aus der Tatsache entstanden sind, weil die Menschen tatsächlich bewaffnete Personen auf der Straße gesehen haben. Da sind zahlreiche Polizisten in Zivil im Einsatz gewesen, viele, die aus der Freizeit heraus zum Einsatz gerufen wurden. Auf den Bildern waren Polizisten zu sehen, die in Shorts und T-Shirt mit der Waffe in der Hand unterwegs waren. Ich zolle der Einsatzbereitschaft unserer Polizei sehr große Achtung. In einer Ausnahmesituation, wie sie hier vorgelegen hat, kann man nicht erwarten dass die Einsatzkräfte sich vorher noch uniformieren, ehe sie losstürmen. Es galt in erster Linie, die Bevölkerung zu schützen. Menschen, die vor dem Amokläufer flüchteten, haben vielleicht den einen oder anderen bewaffneten Zivil-Polizisten gesehen und dies gemeldet. So kam es zu den Irrtümern. Irren ist menschlich, unsere Polizei aber besteht aus heldenhaften Menschen. Im Nachhinein zu Urteilen ist leicht – sich unter Lebensgefahr in einen Kampf gegen eine (zu diesem Zeitpunkt) ungeahnte Zahl an möglichen Terroristen zu stellen ist wohl die größte Herausforderung, die einem Polizisten widerfahren kann. Sie haben unsere höchste Achtung verdient. Ich wünsche, dass diese Einsatzbereitschaft belohnt wird mit mehr Geld und mehr Personal! Wir leben in einer schnellen Welt, das gilt auch für Internet und Kommunikation. Wir wollen schnell informiert werden, wir saugen alles ein, was daherkommt. Wie groß wäre das Geschrei gewesen, wenn keine Informationen geflossen wären? Vielleicht kann hier die Anregung gegeben werden, dass zivile Polizisten eine Banderole mit sich führen, die sie bei Bedarf über den Arm ziehen können und somit erkennbar wären? 

Karin Heisig Wartenberg

Es wird berichtet, dass der Täter Ali S. den Amokläufer von Winnenden und Breivik, den Massenmörder aus Norwegen, zum Vorbild für seine schreckliche Tat in München hatte. Das heißt, er hat sie nachgeahmt und sich intensiv vorbereitet. Bitte erklären Sie mir, warum Sie dann Ali S. groß, lachend und fast schon in Siegerpose abbilden und außerdem ausführlich, sogar mit Buchtiteln erläutern, wie er sich auf diese schlimme Tat vorbereitet hat? Damit liefern Sie doch Material bzw. eine Steilvorlage für mögliche Nachahmer. Ich bin wirklich sehr bestürzt und fassungslos! Bitte nutzen Sie Ihren Einfluss als Medium, um Jugendliche und uns alle zu schützen. Neben dem Informieren gehört auch das Zurückhalten von Informationen zu Ihrer Verantwortung. 

Katharina Meichsner München

Fast in jeder Talk-Sendung im Fernsehen geht es auch um die Ursachen einer ständig zunehmenden Kriminalität und Radikalisierung. Dabei werden regelmäßig zwei Fakten ausgeklammert die zur Verrohrung des menschlichen Bewusstseins erheblich beitragen: 1.) Die endlosen Krimiserien, die vom Mord und Totschlag leben und uns täglich vorexerzieren, welche menschlichen Abstrusitäten wir noch nicht kannten. Dann wundert man sich über die Folgen! 2.) Die ebenfalls scheinbar endlosen Storys über das Dritte Reich des Adolf Hitler, die nicht nur der reinen Historie dienen, sondern bei unreifen Gemütern auch eine Menge negatives Gedankengut produzieren können. Hier wäre verantwortliches Handeln der Entscheidungsträger dringend angezeigt. 

Werner Rupp Baldham

Die Selbstmordattentäter haben offensichtlich kein Problem mit ihrem eigenen Tod, weil ihnen ja das Paradies mit den Jungfrauen versprochen ist. Haben wir denn schon irgendwann von einem Imam gehört, dass dieser abwegige Glaube, der oft viele Menschenleben kostet, ein Non-Sens ist? Insofern ist Misstrauen gegenüber den Muslimen und ihren Predigern durchaus angebracht. Warum lassen wir überhaupt die Hassprediger ins Land? Und warum sperren wir nicht die Internetseiten, auf denen der IS die jungen Menschen verführt und aufhetzt? Die Chinesen und die Türken wissen, wie das Sperren von unliebsamen Inhalten geht, nur wir können das nicht. Die derzeitige lasche Politik von Frau Merkel ist nicht mehr zu ertragen. 

Dr. Walter Goebel Seefeld 

So wie es uns in den Medien vorgeführt wurde, soll der Täter von Würzburg nur 17 Jahre alt sein?! Nicht nur dies ist schwer zu glauben. Zudem stellt sich die Frage, wo er seinen Pass „verloren“ hat und wo er mit dem allgemeinen Flüchtlingsstrom ungehindert einreisen konnte. Ach ja, das wird ja jetzt ermittelt! Wie viele Täter mögen auf diese Weise schon hier eingereist sein und können sich hier bei uns frei bewegen? Wir schulden deshalb unserer sehr verehrten Frau Bundeskanzlerin großen Dank und Respekt dafür, dass sie uns hier in Bayern an Grenzübergängen wie Wegscheid, Passau, Freilassing, ganz generell an den Grenzen, so tatkräftig falsch unterstützte. Jetzt aber zeigt sie sich betroffen, drückt den Angehörigen der Opfer ihr tiefstes Bedauern aus. Die Betreuung dieses Täters kostete mindestens 51 Euro Steuergelder. Seine „Betreuer“ und einige seiner ehemaligen Nachbarn schilderten im Fernsehen diesen jungen Mann als so nett, zuvorkommend, unauffällig und bedauernswert. Unser Innenminister hingegen musste zugeben, dass dieser Anschlag der erste in Deutschland ist. Dies wiederum bedeutet doch, dass noch andere folgen werden. Einige Politiker aber stellen immer noch den Täterschutz vor den berechtigten Schutz der Opfer. Ob sie das auch dann noch tun würden, wenn sie selbst oder ihre Angehörigen einmal betroffen wären. Diese Art von Einzeltätern soll doch beim IS üblich sein. Wir aber sollen uns hier sicher fühlen können, wenn gewählte Volksvertreter derartig verbohrte Ansichten öffentlich bekunden? Gehört der Islam denn wirklich zu uns, nach Deutschland, wenn jeden Tag ein unauffälliger Flüchtling mit einem Allah-Schlachtruf zuschlagen kann? 

Klaus Willmann Grafing

Mike Schier, Christian Deutschländer und Til Huber: „Die Lage ist ernst und bedrohlich“, Interview mit Horst Seehofer; Politik, Carina Zimniok: Bombe im Rucksack; Im Blickpunkt, In Panik versetzt; Leserbriefe 26. Juli

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