Meinungen zu Merkel IV.

Mike Schier: Auf Empfehlung Obamas; Kommentar 21. November, Georg Anastasiadis: Merkel die vierte; Kommentar 19./20. November

Viele werfen Frau Merkel Konzeptlosigkeit vor, doch Schilder mit der Aufschrift „Merkel muss weg“ ist doch wohl auch nicht gerade ein Konzept als Alternative. In Zeiten in denen seit Pegida und AfD der Hass auf den Straßen, in den Medien und in der Gesellschaft im Allgemeinen mehr und mehr geschürt wird durch Angst und sinnlose Parolen, die auch keine Lösungen anbieten, finde ich es toll, dass Angela Merkel erneut antritt. Denn sie steht dafür ein, sich gesellschaftlich und politisch auseinanderzusetzen und nicht durch Hass oder gar Gewalt, sondern durch Worte und vernünftigen Meinungsaustausch. Das mag einigen als Untertänigkeit vorkommen, doch eine Meinung zu haben, die eine Kanzlerin Merkel befürwortet auch für weitere vier Jahren, ist eine Meinung, die man haben und auch äußern darf, ohne angefeindet werden zu müssen. Denn wer so etwas versucht, der will die Demokratie an sich nicht akzeptieren und hat in sogenannten sozialen Medien auch nichts verloren, zumindest dann nicht, wenn man einen dafür nur persönlich beleidigen will. 

Olaf Zander Egenhofen

Es ist unbestritten, dass Frau Dr. Merkel international ein sehr hohes Ansehen hat. Das hat viel Energie gekostet und verdient Respekt. Auf nationaler Ebene liegen die Dinge anders; sie hat die Politik nach links verschoben und im konservativen Lager eine Lücke entstehen lassen, die jetzt andere füllen. Vorbei die Zeiten einer schwarz/gelben Koalition, die wir heute wieder so dringend bräuchten. Wäre es mit einer Koalition auf Basis der sozialen, freien Marktwirtschaft möglich gewesen, den Sozialstaat so aufzublähen, dass er heute 44 % des Etats aufweist (Rente mit 63, Mütterrente, Kosten der Willkommenskultur etc.)? Vielleicht können wir in 20, 30 Jahren beurteilen, ob die abrupte Energiewende richtig war – die Stilllegung der sichersten Atomkraftwerke der Welt wird uns noch viele Milliarden kosten. Auch das Thema Euro/Südstaaten wird uns mit Milliarden belasten. Frau Merkel kann froh sein, dass die Wirtschaft brummt. Ich wage zu behaupten: aus eigener Kraft, dank der Agenda 2010 (Schröder) und dank der verantwortungsvollen Politik von Gewerkschaften und Arbeitgebern. 

Wolfgang Herrmann Pullach

Mit der erneuten Kandidatur Angela Merkels verpasst die Union den nötigen Befreiungsschlag, um verloren gegangenes Terrain zurückzugewinnen. Anstatt neuer Kursbestimmung also nur ein bloßes Weiter so! Die CSU ergeht sich mutlos in Nibelungentreue zu einer Kanzlerin, die insbesondere in der von ihr im Alleingang geprägten Flüchtlingspolitik wenig Anhaltspunkte bietet, warum sie alternativlos sein soll. Thomas Prohn Erding Es ist nicht bemerkenswert, dass die Kanzlerin erneut kandidiert, nachdem sie alle fähigen Kandidaten von der Parteispitze entfernt hat. Sollte sie gewählt werden, stehen uns neue Alternativlosigkeiten ins Haus wie in der Vergangenheit die Energiekrise, des Griechenlanddebakel in Zusammenarbeit mit Herrn Schäuble und last not least die Flüchtlingskrise.

 Ludwig Stemmer München

Angela Merkel ist für die einen Hoffnungsträgerin und für die anderen der politische Albtraum. Letztere haben zwei Möglichkeiten: A) auswandern oder B) AfD wählen. Für Spannung bis zur Wahl 2017 ist also gesorgt. 

Claus Reis Schwabach

Insgeheim hofften doch die meisten, dass Dr. Angela Merkel sich zur anstehenden Kanzlerwahl wieder stellt. Friedrich der Große sagte einstens, als Kurfürst Carl Theodor (Pfalz-Bayern 1724– 1799) Bayern im Tausch loswerden wollte, und sich Herzogin Clemens von Bayern eisern dagegen stellte, obwohl sie nicht regierte: „In Bayern gibt‘s einen einzigen Mann – und der ist eine Frau“. Nun was die Union da noch als Kandidatin, die derzeitige Verteidigungsministerin, - zwang einen normal Denkenden doch, die so bewährte Merkel zu bitten, ihr Jawort für eine nochmalige Kanzlerschaft zu geben. Sagen wir mal ruhig Danke zu ihr, ohne dass uns da eine Perle von der Krone fällt. Prof. h.c. 

Hannes Heindl Freising 

Herr Anastasiadis trifft mit seiner Analyse ins Schwarze. Unklar ist allerdings die Rolle der CSU. Wird Herr Seehofer noch mal Merkel-Plakate kleben? Als Wähler ist man hin und her gerissen. Merkel, die vierte? Nein, Danke! Aber was ist die Alternative? Wahrscheinlich ist, dass der kommende Wahlkampf trumpisiert , da die Konservativen versäumt haben, einen jungen Kandidaten rechtzeitig aufzubauen. Im Ergebnis wird ein Links- oder Rechtsruck die Folge sein. Spannend wird auf jeden Fall, ob es noch mal für Frau Merkel reichen wird. 

Alexander Lihl Weßling

Am Sonntag hat unsere verehrte Bundeskanzlerin verkündet, dass sie eine 4. Amtszeit anstrebt. Das mag weltpolitisch gut sein, aber für Deutschland ist das ein fatales Signal. Merkel hat in den drei Dekaden immer mehr den nationalen Blick verloren und das Wohl der hiesigen Bürger ist für sie nur zweitrangig. Auch Europa ist durch ihre Flüchtlingspolitik gespalten. Gerade ist wieder eine Konferenz der europäischen Innenminister unbefriedigend beendet worden. De Mazière steht mit Merkels Flüchtlingspolitik in Europa alleine da und auch die Flüchtlinge wollen nirgendwo hin außer nach Deutschland (Zitat von Juncker). Angela Merkel geht sicher mal in die Geschichte ein, da es ihr Kurs war, der eine neue Partei rechts von der CDU/ CSU etabliert hat und ich prognostiziere dieser Partei ein Potenzial von 20 %, weil die etablierten Parteien sich nicht mehr groß unterscheiden und keine Alternativen bieten. Auch die CSU wird sich bedingungslos Merkel anbiedern. Selbst wenn sie dann später mit ihrem neuen Wunschpartner Grün koaliert. Ein Bundestagswahlkampf der CSU gegen Rot-Rot-Grün ist Wählerbetrug, weil am Ende die CSU dank Merkel mit den Grünen am Kabinettstisch sitzt. Merke: Wo Seehofer drauf steht, ist Merkel (mit den Grünen) drin.

 Heinz Steinmann München

Möglicherweise wird Deutschland weiterhin mit einer Kanzlerin leben müssen, deren Politik am wirkmächtigsten von den Parteien ihrer formalen Gegner unterstützt wird. Man fragt sich, warum die CSU nicht längst die jetzige Koalition verlassen hat. Wohl deshalb, weil dies das Zeichen für die endgültige Marginalisierung der CDU bei den nächsten Wahlen wäre. Um das dann drohende Rot-rot-grün-Bündnis zu verhindern, bedürfte es allerdings bei der CSU der Wiederbelebung eines eigenen Gestaltungswillens in Sachen Deutschland und Europa. Beweisen könnte sie ihre dann notwendige Führungsrolle, indem sie einen überzeugenden Kanzler-Kandidaten präsentiert: Edmund Stoiber, den dafür geeignetsten Politiker aus beiden C-Parteien. Wenn es diesem gelänge, Mitstreiter vom Format eines Professors Sinn für die Finanzen und eines Professors Schachtschneider für die Justiz zu gewinnen, so könnte in Deutschland und Europa einiges zurechtgerückt werden. Die Zustimmung der Wähler in Bayern wäre wohl horrend, im übrigen Deutschland größer als zu allem anderen. Der CDU wäre die Chance geboten, sich im Konservativen zu regenerieren, und Deutschland hätte die realistischste Chance, von einer mediokeren politischen „Elite“ befreit zu werden. 

Erich Drosen Oberschleißheim

Mit dem destruktiven Politroboter Merkel als Kanzlerkandidaten weiß ich jetzt schon wen ich 2017 wählen werde, nämlich: niemanden! Also, zumindest niemanden, der der No-Nation-No-Border-Ideologie anhängt, niemanden der sich mit jedem ins Bett legen wird, sofern er nur über die 5-%-Hürde käme und vor allen Dingen auch niemanden, der uns jetzt monatelang in Politclownmanier den tapferen Berliner Wadlbeißer vorgegaukelt hat und nunmehr wieder den untertänigen Steigbügelhalter spielt. 

Margit Menter Fischbachau

Merkel will wieder antreten. Die Sonne auf internationalem Parkett sei ihr gegönnt. Sie nennt es bezeichnenderweise Dienst an Deutschland, denn agieren ist nicht ihr Ding, eher reagieren und da muss man sie meist zum Jagen tragen. Ausgenommen, es geht um die Wünsche aus Übersee oder unserer Banken oder Großindustrie. Nun entdeckt sie die breite Bevölkerung und will zwecks Stimmenfang und aus der Erkenntnis aus dem US-Wahlergebnis die „Modernisierungsverlierer“ mitnehmen. Seehofer und uns bleibt keine andere Wahl, denn sie ist derzeit alternativlos, dafür hat sie rechtzeitig gesorgt! 

Max Wagner Lenggries

Sie macht es ein 4. Mal und unsere Eliten jubeln. Wir sollten jedoch einmal zurückdenken, was unsere Eliten bisher angerichtet haben: Euro-Einführung (ohne Grundlage), Abschaffung der Wehrpflicht (jetzt Mangel an Soldaten), Griechenlanddilemma (Fass ohne Boden), Flüchtlingsinvasion mit böser Auswirkung über viele Generationen. Zur Elite gehören auch Großunternehmen wie Deutsche Bank (viele Prozesse wegen Betrug) und VW (Betrügerei mit Abgas). Unsere Parteien gehören natürlich auch zu den Eliten, aber die meisten schwimmen im „mainstream“ mit und sind der Auffassung, man müsse die Politik dem (dummen) Volk nur besser erklären. Merkel ist zwar eine respektable Person, aber als Staatenlenker mit Zukunftsperspektiven für unsere Jugend ungeeignet. Wenn sie die Wahl gewinnt, sollte sie rasch einen fähigen Nachwuchs heranziehen und bald zurücktreten. Bis dahin wird die AfD hoffentlich Pflöcke einrammen und sich an der Erneuerung der Politik beteiligen (Rückkehr zum No-Bail-out-Prinzip, Verlängerung des Atomausstiegs, Stopp mit den Flüchtlingen und schnellere Abschiebung derselben, bessere Bankenkontrolle), so dass wir wieder wie früher zu unseren Eliten aufschauen können. Die Alternativen haben zwar ihre Anfangsschwierigkeiten mit manchen missglückten Bemerkungen (bei Trump war es noch viel schlimmer), aber sie sind derzeit halt der einzige Ausweg. 

Dr. Walter Goebel Seefeld

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