Und das ist gut so

Verblüffung über den Draußenminister; Politik 15. Juli

Letzte Woche noch wurde Boris Johnson als Feigling beschimpft, weil er sich nicht als Premierminister-Kandidat aufstellen ließ. Boris Johnson - der Polarisierer - als Premierminister? Das hätte sicher nicht zu einer schnellen Befriedung im Lager der Brexit-Befürworter und Brexit-Gegner geführt. So realistisch muss man schon sein. Die Premierministerin Theresa May nimmt den Willen des britischen Volkes ernst und holt sich gerade deswegen den Brexit-Befürworter Johnson als Außenminister in ihre Regierungsmannschaft. Zur Durchführung des EU-Austritts muss man sich als Regierungschefin auch ‘unliebsame´ Brexit-Befürworter, wie Boris Johnson, in die Regierung holen. Johnson wird jetzt nämlich nicht all seine Energie dafür verwenden die kommenden Austrittsverhandlungen zwischen Großbritannien und der EU von außen mit Störfeuer zu torpedieren, sondern er wird jetzt als Außenminister die Bedingungen verantwortlich mit gestalten. Und das ist gut so! Mit Brexit-Befürwortern im Kabinett hat Großbritannien jetzt eine größere Chance den Austritt erfolgversprechend durchzuführen - als ausschließlich mit Politikern, die den Brexit eigentlich gar nicht wollen. Wird der EU-Austritt Großbritanniens nun doch zu einem Erfolgsmodell? Genau davor haben die politischen und wirtschaftlichen Eliten in der EU Angst. Bezüglich der verbalen Ausrutscher von Boris Johnson wäre noch anzumerken: Wir hatten einmal einen deutschen Außenminister Joschka Fischer, der vor seiner Karriere als Bundespolitiker deutsche Polizisten auf der Straße verprügelt und sich trotzdem anschließend hohes Ansehen als Außenminister im In- und Ausland erworben hat. 

Wolfram Brock Weilheim

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