Merkel: Zustimmung und Ablehnung

Sieht Seehofer allein die Probleme? Beide, Kommentar und Artikel, zeigen die Untätigkeit von Frau Merkel auf.

Bei der Flüchtlingspolitik hat Berlin nur einige Gesetze geändert und mit Erdogan verhandelt. Den geringen Zuzug hat Österreich eingeleitet. Die EU steht am Scheideweg und hat viele Baustellen. Seehofer hat Recht, Berlin löst die Probleme nicht. Wir haben unregistrierte Flüchtlinge im Land, zahlen an 221 724 EU-Bürger Hartz IV, dazu kommen noch 295 260 Türken. Die Kurden beantragen politisches Asyl und die Polen kommen von England nun nach Deutschland. Erdogan bekommt die Visumfreiheit, sonst schickt er Flüchtlinge. Die Türken tragen ihre Probleme in Deutschland aus. Die SPD und Grünen blockieren alle Vorschläge und nach der Wahl in Berlin und Brandenburg wird Seehofer bestätigt und für Frau Merkel und die CDU wird es eng. Die Volksmeinung interessiert noch niemand. 

Rudi Aumiller Germering

Frau Merkel hat mit Sicherheit mit ihrem unbedachten Ausspruch „Wir schaffen das“ viel zur derzeitigen Situation beigetragen, dass sich die Stimmung exemplarisch gegen sie gewendet hat und das nicht nur in Deutschland, sondern erst recht in der EU, die wir jetzt auszubaden haben! Herr Schmidbauer hat mit seiner Ansicht zu den Hasspredigten Recht, nur war er so höflich und hat es nicht so direkt ausgedrückt, wie ich es mir erlaube, was die Kabarettisten, denen oft der Schaum auf den Lippen stand/steht, in der Vergangenheit und auch der Jetztzeit sich mit ihren Vorträgen dem erlauchtem Publikum geboten haben und jetzt bieten, dass sie sich vor lauter Häme nur noch schwer einfangen konnten und können, so viel Spaß macht diese Art, wenn Politiker oder andere im öffentlichen Licht stehende Personen von diesen Erlauchten in den Dreck getreten werden. An dem Umstand, dass es auch Menschen gibt, die kein so ausgefeiltes Verständnis haben, dass sie zwischen Kabarett und Wirklichkeit unterscheiden können, sich daraus das Recht nehmen, mit wirklichen Hasspredigten zu Unrecht und zum Kampf gegen das Etablissement aufzufordern, dazu reicht auch dieser Spezies von Bürgern ihr Verstand nicht aus. Hauptsache, wir haben es denen wieder einmal gezeigt.

 Josef Triebenbacher München 

Merkels angebliche Hilflosigkeit in Sachen Flüchtlinge: Ich staune über so manche Bayern, die in ihrem schönen Land bei all ihrem Wohlstand einen Menschen wie Frau Dr. Merkel aus dem hohen Norden nicht begreifen können. In meinen gelebten 76 Jahren beobachte ich seit 52 Jahren hier in Bayern meine Mitmenschen und erlebte mal mit Erstaunen, mal mit Entsetzen und mal mit Bewunderung so manchen Politiker. Zu Anfang der Flüchtlingswelle war ich über die Menschenfreundlichkeit meiner Mitbürger angenehm überrascht – jetzt aber sind wir wieder auf dem Boden angekommen. Und der heißt: Was ich habe, teile ich nicht. Wer anders ist als ich, den will ich nicht um mich haben. Wer meinen Lebensstandard als Politiker nicht mehrt, wird abgewählt. Denn: Mir san mir! Jahrzehnte lang brauchten wir uns nicht vorrangig um unsere Einwanderungsgesetze kümmern. Auf einmal eilt es gewaltig, weil es so furchtbare Länder im Süden von Europa gibt. Keiner der selbstherrlichen Politiker (vor allem aus München) wissen, was wir ganz schnell tun können. Vielleicht: Grenzen zu und im Dreck auf den anderen Seiten verrecken lassen wie in Idomeni? Obergrenzen einführen, abzählen (und wie?) und zurückschicken (aber wohin?) und das schnell (womit?). Wer kann das alles durchführen? Die CSU? Gewiss nicht! Sonst täte sie’s ja. Oder: einen Zaun in der Ägäis im Wasser? Geht leider auch nicht. Dummerweise kommt dann die Türkei und dieser schlimme Erdogan. Wer bringt diesen Mann zur Vernunft ohne Krieg? Nur so ein Mensch mit dieser Geduld und diesem Weitblick wie die Kanzlerin. Aber diesen Weitblick erkennen meine Bayern eben nicht. Schade! Lassen Sie doch mal Herrn Seehofer und seine Schüler das Problem lösen, anstatt sich in Russland herumzutreiben! Dann macht er ganz schnell das, was Frau Merkel jetzt auch macht – sonst gibt es nämlich wirklich Krieg. Noch nie hat ein deutscher Kanzler so viel Kummer ertragen müssen wie Frau Merkel, und deshalb ist es umso hässlicher, dass ihre Kollegen auf ihr herumhacken, anstatt zu ihr zu stehen und Lösungen zu präsentieren und in Europa durchzusetzen, was durchführbar ist. Bitte, Ihr klugen CSUler und Merkur-Leser, legen Sie Ihre Weisheit auf den Tisch, dann kann sich Herr Schäuble die Kosten der sündhaft teueren Beratungsspezialisten sparen.

 Christl Jaeger Wörthsee


Georg Anastasiadis: Seehofer ante portas; Kommentar, Christian Deutschländer und Sascha Meyer: Neue Protestbriefe aus München; Politik, Debatte um die Bundeskanzlerin; Leserbriefe 6./7. August

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