Ersatz für die Bundeskanzlerin

Pressestimmen zu Merkel; Politik 1. September, Christian Deutschländer: „Begräbnis-Stimmung in der CDU“, Interview mit Hans-Hermann Tiedje; Politik 31. August

Ersatz für Merkel schwer zu finden: Immer weniger Politiker wollen Verantwortung übernehmen, sie möchten nicht mehr ganz nach oben. Ein Politiker an der Spitze muss heute Kritik und Beschimpfungen ertragen. Jedes Wort wird auf die Goldwaage gelegt. Das hält kaum jemand auf Dauer aus. Egal, was er/sie sagt, es gibt immer Menschen, die dagegen sind. Dazu kommt, dass die Völker der Welt durch Wirtschaft und Datenübertragung eng verbunden sind. Politische Entscheidungen wirken sich immer komplexer aus. Ohne unzählige Berater und Experten, auf die man sich verlässt, ist regieren nicht mehr möglich. 

Ilse Bub Höhenkirchen-Siegertsbrunn

Danke Herr Deutschländer für das Interview mit einem, für meine Begriffe, klar und pragmatisch denkenden Menschen wie Hans-Hermann Tiedje! Sämtliche gestellten Fragen an Herrn Tiedje hätte ich genau so beantwortet und mit mir bestimmt die Mehrheit der Deutschen. Der Satz „Wir schaffen das“ ist hohl, ohne fundierte Aussage wie und wer das schaffen soll. Einfach eine Plattitüde, um dem Wählervolk klar zu machen, dass wir ja so stark sind und vor allem so geduldig und zahlen und zahlen. Wir Deutschen brauchen lange, bis wir auf die Barrikaden gehen und jetzt ist wohl endgültig der Punkt erreicht, wo die Mehrheit die Nase voll hat von hohlen Sätzen und einer Aussitzmentalität. Das Unglaublichste war, dass sie diesen Satz wiederholt, wie ein trotziges Kleinkind. Hier geht es um uns, unsere Kinder und Enkelkinder. Ich möchte nicht in einem Land leben, wo ich Kulturen anderer Menschen aufs Auge gedrückt bekomme. Diese wiederum unsere Kultur und Lebensweise nicht akzeptieren. Merkel hatte genügend Zeit, vorher zu handeln. Sie hätte zum Beispiel die Uno-Flüchtlingshilfe unterstützen können, als diese laut und nachdrücklich erklärte, dass sie kein Geld mehr für die vielen Menschen in den Lagern habe. Das war alles weit vor der Flüchtlingswelle nach Europa. Nichts! Sie hätte syrische Familien mit Kindern aus den Ländern nach Deutschland holen können und damit verhindert, dass Menschen ertrinken, nichts. Erst als die Masse, hauptsächlich junge Männer sich aufstaute, gab sie nach und ließ dafür jeden unkontrolliert in unser Land. Wie hieß es noch? Also unter den Flüchtlingen sind doch keine Terroristen! Gut, es bringt heute nichts zu lamentieren. Nur jetzt muss sie klar sagen, dass wir keine Aufnahmekapazität im Land mehr haben, Klar und deutlich, dass es die ganze Welt hört. Nicht nur Deutschland sollte Flüchtlinge aufnehmen, ich denke da auch an Saudi-Arabien, Katar, Emirate, alles reiche Länder und in der Region. Nichts! Warum unternimmt sie da nichts? Es gibt so viele Warum und von ihr kommt nur der Satz, wir schaffen das – unglaublich! Die CDU-Parteigenossen sollten sich fragen, wer wichtiger ist, Frau Merkel oder der Wähler. Keiner traut sich, da den Mund aufzumachen und ihr endlich klare Kante zu zeigen. Die wenigen, die das taten, sind nun weg. Nein, so eine Partei kann ich nicht mehr wählen. Zur Kanzlerfrage möchte ich anmerken, dass ich es dringend erforderlich halte, dass die Amtszeit auf zwei Amtsperioden beschränkt werden muss. Ich hoffe, Frau Merkel tritt nicht mehr an. 

Angelika Diebold Sauerlach

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