Nachhaltige Entwicklungshilfe

Christian Deutschländer: Eine späte Wende; Kommentar, Michael Fischer: Die Ära der Abrüstung ist Geschichte; Politik 11. Mai

Wie aber immer wieder die Geschichte zeigt, haben Bomben und Gewehre in der Regel dem Recht gegeben, der sagte: Wer zum Schwert greift, wird durch das Schwert umkommen. Militärische Strategien leben nicht selten von Feindbildern und treiben in der Regel tödliche Spiralen weiter, woran gut positionierte Militärs und Waffenhändler lukrative Geschäfte machen. Unsere forsche Verteidigungs-, besser Kriegsministerin steht an vorderster Front der Militaristen, die immer noch glauben, mit mehr Waffen und Soldaten mehr Frieden zu schaffen. Positive Revolutionen in der Geschichte – Beispiel Mauerfall – geschahen waffenlos. Müssen wir wieder nach zwei schrecklichen Weltkriegen mit an vorderster Front mit dabei sein? Sollten wir uns nicht endlich statt für Tötungsinstrumente engagierter für nachhaltige Entwicklungsprojekte wie Solarkraftwerke in den Wüstenregionen Nordafrikas stark machen, womit mit beiden Seiten gedient wird. Ein engagierter Einsatz in Entwicklungsprojekte schützt uns langfristig mehr von Kriegen als viele Milliarden für den Rüstungshaushalt. Brauchen wir wirklich gleich 180 Eurofighter, die bis jetzt noch nicht alle ausgeliefert sind und uns etwa 20 Milliarden kosten? Für Bundeswehr und Nato scheinen nur die Milliarden so zu rollen, so dass dann für unsere Infrastruktur wie für einen Energie und Klima schonenden Bahnausbau die Mittel fehlen. Noch scheinen die tonangebenden politischen Macher im alten militärischen Denken verhaftet zu sein. Nach dem griechischen Philosophen Platon um 400 vor Christus soll ein guter Politiker auch ein guter Philosoph sein, der weitblickend und nicht im alten Denken hängen bleibt.

Simon Kirschner Gaimersheim

Bei uns kommen viele wehrfähige Männer aus muslimischen Ländern an. Wie wäre es mit dem Aufbau einer länderspezifischen Fremdenlegion für Friedensmissionen, gut besoldet und versichert? Diese Männer kennen sich vor Ort bestens aus und sollten daher bei Strategie und Durchführung der Maßnahmen mitbestimmen, feinfühlig und nachhaltig zielführend. Anm.: Vielleicht könnten sie sogar in der dortigen Administration Karriere machen, weil sie die regionalen Befindlichkeiten kennen. Nach zwölfjähriger disziplinierter Dienstzeit müsste vor allem der aus Frankreich bekannte Spruch gelten: Die Legion lässt dich niemals im Stich! Die Legion wäre ein garantierter sozialer Aufstieg – und der Familiennachzug dürfte somit kein Problem sein. Was wäre für die jungen Männer die übliche Alternative bei uns: Kleine, schlecht bezahlte Jobs. Bestenfalls hätten sie es wie die Einheimischen ohne Erbschaft: Mann und Frau arbeiten für Miete plus Auto, für Kinder bleibt kaum Zeit und Geld. Diese Zukunftsperspektive erscheint etwas zu mager, um Unzufriedenheit und Radikalisierung vorzubeugen. Der Trost, dass es Alleinerziehenden und Milchbauern noch schlechter geht, dürfte ein angekratztes Ehrgefühl kaum besänftigen. Im Gegenzug zum Aufbau der Legion könnte man die christlich geprägten Soldaten der Bundeswehr heimholen! Sie werden vielleicht doch als Fremde in jenen fernen Ländern empfunden; hier werden sie vermutlich bald gebraucht.

Hans G. Musch Otterfing

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