Nach der Wahl von Donald Trump

Georg Anastasiadis: Ein Deal mit Trump; Kommentar 12./13. November

Die Urteilsfähigkeit der deutschen Öffentlichkeit in Bezug auf die Qualitäten der beiden US Präsidentenbewerber ist dank einseitiger Parteinahme der Medien in den USA und in Deutschland auf ein Minimum reduziert. Dabei sprechen die Fakten doch folgende klare Sprache: 500 US Zeitungen sprechen sich für Clinton aus 25 nur für Trump. Clintons Wahlkampf hat ca. 1 Milliarde Dollar gekostet, größtenteils vom Kapital finanziert. Trump hat nur ca. 370 Millionen ausgegeben, größtenteils selbst finanziert. Von Trumps Fähigkeiten und politischem Charakter wissen wir wenig, von Clintons umso mehr. Sie ist gemäß internationaler Definition als Kriegsverbrecherin zu bezeichnen, da sie intensiv an Planung und Durchführung eines Angriffskrieges in Libyen mitgewirkt hat. Diese Verbrechen sind um vieles negativer zu bewerten als die im Vergleich dazu eher lapidaren Vorwürfe gegen Trump. Fasst man alles zusammen, hat das amerikanische Volk Recht getan, es mit Trump zu versuchen in der Hoffnung, dass das USA Verhalten in der Welt friedlicher wird. 

Franz Kappels Farchant

Erstaunlich wie viele Kaffeesatzleser, Hellseher, Vorhersager, und Gschaftlhuber vor und nach der Wahl von Trump ihre Kommentare abgegeben haben. Allen voran F. W. Steinmeier der den vom amerikanischen Volk demokratisch gewählten neuen Präsidenten mit einem islamistischen Hassprediger verglichen hat. Ist denn das Geschwafel vor unseren Wahlen anders? Hier wird doch ebenfalls gelogen, diffamiert und betrogen, dass sich die Balken biegen, um hinterher miteinander ins Bett zu steigen, als wäre nie ein Wort gefallen. Was interessiert uns denn das Geschwätz von gestern? Politiker wie Steinmeier und von der Leyen werden sogar als Kandidaten für das Bundeskanzleramt oder Bundespräsidentenamt genannt. Bei solchen Kandidaten überkommt mich das große Grauen. Wenn das unsere diplomatische Elite sein soll dann gute Nacht. Unsere Oberlehrerin Angela Merkel wäre gut beraten, sich genau zu überlegen, was sie sagt, um nicht hinterher zurückrudern zu müssen . Erstaunlich ist auch die Tatsache dass keiner dieser Protagonisten Herrn Trump kennt oder mit ihm schon jemals gesprochen hätte. Man hat sich gehörig verrechnet und voll auf die Wahl von Clinton gesetzt, aber oft kommt es anders als man denkt, nun hat man einen Kandidaten vorgesetzt bekommen an dem man sich die Zähne ausbeißen wird. Hoffentlich findet man einen geeigneten Dentisten der das ganze wieder repariert.

 Hans Winkler Schwaig

Da redet sich einer einen chauvinistischen, sexistischen, rassitischen, homophoben Politiker schön und meint auch noch, dass Trump mit seinem Infrastrukturprogramm der Wirtschaft einen wichtigen Impuls geben würde. Betrachtet man sich Trumps Wirtschaftsprogramm, so fällt auf, dass vieles nur über eine neue immense Verschuldung finanziert werden kann. Zudem will er den Dodd/Frank-Act beseitigen, also die Bankenregulierung, die einen weiteren Finanzcrash à la 2008 verhindern sollte. Damit züchtet er die nächste Finanzkrise. Die Unternehmenssteuer soll von 35% auf 15% gesenkt werden, damit in den USA wieder kräftig investiert wird. Dies wird zur Folge haben, dass man weltweit einen Steuerunterbietungswettbewerb auslöst, der die Staatshaushalte gewaltig aushöhlen wird. Des Weiteren hat er ein riesiges Aufrüstungsprogramm angekündigt und will 42 neue Kriegsschiffe, 100 Kampfflugzeuge, Raketenabwehr, neue Atomwaffen beschaffen. Und betrachtet man sich John Bolton und Newt Gingrich als mögliche Außen- und Verteidigungsminister, so sind beide extreme Falken, Neocons, die schon 2003 den Irakkrieg kräftig befeuerten. Ob sich die USA als Weltpolizist wirklich zurückzieht, bleibt erst einmal abzuwarten. 

Ralf Ostner Murnau

F. W. Steinmeier und A. Merkel sind langjährig erfahrene Diplomaten und Politiker. So meinen sie jedenfalls. Ihr tölpelhaftes erstes Auftreten gegenüber Trump, Sprechen jedoch eine andere Sprache. Was haben sie sich eigentlich dabei gedacht? Stecken hier evtl. andere Kräfte dahinter? Wie kann man einen künftig derart mächtigen Gesprächspartner als Hassprediger bezeichnen und ihm gleichzeitig sagen, was er in Zukunft zu tun hat? Und solche Leute will man 2017 wieder in hohe politische Ämter hieven. Mir graut. Bleibt die Frage, wie kommen wir Bayern wieder aus diesem Fettnäpfchen? Wohl nur, durch das von der Bayernpartei angestrebte Volksbegehren für ein „Freies Bayern“. Liebe Angie, wir Bayern, schaffen es auch ohne Dich. 

Alois Speckbacher Spiegelau

Ich halte es mit Willy Brandt, als er 1969 sagte: „Wir wollen mehr Demokratie wagen.“ Aus meiner Sicht ist die Zeit gekommen, dass wir auch einmal mehr Demokratie wagen sollten. Wenn man sich das einer Demokratie unwürdige Geschacher der Parteien um den richtigen Kandidaten für das Amt des Bundespräsidenten anschaut, wird es vielleicht vielen Bürgern eher verständlich, warum Staaten ohne Demokratie vielleicht keinerlei Lust verspüren, diese auch bei sich einzuführen. Warum wird nicht zumindest hier zunächst der Souverän gefragt, wen er sich als Staatsoberhaupt wünscht? Muss es denn stets immer ein Wunschkandidat der Politik sein? Den Einwand der Kritiker höre ich schon jetzt: Wie soll das überhaupt durchgeführt werden und wie sollte eine Auswahl der Top 100 schlussendlich gehen? Liebe Leute, wenn es uns gelingt auch heute schon den Kandidaten für den Eurovision Song Contest (früher besser bekannt unter Grand Prix Eurovision de la Chanson) teilweise vom Volke bestimmen zu lassen, dann wird das auch mit unserem Bundespräsidenten gehen! Sicherlich, es werden auch skurrile Typen wie einst Horst Schlämmer alias Hape Kerkeling als Vorschlag auf der Liste stehen, diese Kunstfiguren lassen sich dann aber sicherlich eleminieren. Wenn dann zum Abschluss nicht nur die Bundesversammlung die Wahl für uns durchführt, sondern wir selbst in einer bundesweiten Wahl, dann ist für mich der großer Wunsch von Willy Brandt zumindest teilweise erfüllt. Traut Euch endlich einmal, liebe Politik! Nach 5 Jahren Amtszeit kann man ja den nächsten Kandidaten küren, wenn dieser nichts getaugt hat. 

Bernhard Mühlberg Eching

Was muss eigentlich noch alles passieren, damit die Regierenden und sämtliche Parlamentarier der sogenannten ‘demokratischen Länder´ endlich erkennen, dass langfristig gesehen die Politikpraxis und das Verhalten vieler Politiker in Demokratien zum Scheitern verurteilt ist, wenn sie so weiter machen wie bisher - wenn sie immer öfter ‘am Bürger vorbei´ regieren? Jetzt wird die Wahlentscheidung der amerikanischen Wähler von bestimmten Leuten empört als dumm bezeichnet. Da macht man es sich aber doch sehr einfach. Man muss das US-Wahlergebnis eher als eine Protestnote des Volkes gegen das politische Establishment sehen. Wenn in England das Volk sich für den Brexit entschieden hat - so ist das ebenfalls nicht dumm - sondern gewollt - und das müssen die Herren Politiker auch endlich einmal einsehen und zugeben Alle Politiker in Demokratien sollten den Grund für das starke Aufbegehren der Bevölkerung gegen das politische Establishment nicht bei anderen suchen sondern in erster Linie bei sich selbst. In Deutschland wird von unseren Parlamentariern die Politik immer mehr derart gestaltet als ob es keine Vorgaben zum Schutze des Bürgers geben würde. Die deutsche Politik sollte sich mal wieder daran gewöhnen, unser Grundgesetz bei ihren Vorhaben als Leitlinie zu benutzen und das darin Geschriebene auch ernst zu nehmen. Genau das tun sie aber immer weniger. Zum Beispiel der Artikel 20a Grundgesetz:‘Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen´. Dieser Artikel dient dazu um die Gesundheit der Bürger besser gewährleisten zu können. Was macht aber die Politik? Die Äcker werden immer mehr mit Gülle überdüngt und mit Gift-Spritzmitteln werden Pflanzen und Äcker mehrmals im Jahr besprüht (Glyphosat, Round-up, usw.). Das Grundwasser der Bürger wird dadurch mit gesundheitsschädlichem Nitrat immer stärker verunreinigt und die konventionellen Lebensmittel sind mit giftigen Pestiziden belastet. Der Bürger hat dadurch keinen gesundheitlichen Vorteil - aber die Profitgier der konventionellen Landwirte und der Gift-Spritzmittelhersteller wird von unseren Politikern wohlwollend ‘bedient´. Da wird der Artikel 20a Grundgesetz (wie schon des Öfteren passiert) einfach von unseren Politikern wohlwollend zugunsten von Wirtschaftsinteressen wieder beiseitegeschoben. Die Politiker sollen eine solche Politik machen, damit der Bürger erst gar keine Sorgen bekommt. Aber genau hier fehlt es immens. Die Politiker lassen sich von Lobbyisten zum Beispiel einreden dass ein Handelsabkommen Ceta beschlossen werden muss - obwohl es in vielen Punkten unserem Grundgesetz widerspricht. Unsere Politiker starten hier wieder einen Versuch am Grundgesetz vorbei zu regieren und es somit auszuhebeln. Das Volk protestiert und reicht sogar eine Sammelklage gegen Ceta ein. Das Verfassungsgericht wird in Kürze darüber entscheiden ob das von unseren abgehobenen Politikern geplante Ceta überhaupt mit dem Grundgesetz vereinbar ist. Deutsche Politiker beschließen, dass deutsche Soldaten an bestimmten Angriffskriegen wie in Syrien teilnehmen sollen, obwohl im Grundgesetz Artikel 26 das Vorbereiten und Unterstützen von Angriffskriegen klar verboten ist. Egal es wird trotzdem gemacht. Flüchtlinge aus Afrika werden auch durch die menschenverachtende Handelspolitik Deutschlands und Europas erzeugt. Die Menschenwürde der Afrikaner dabei zu berücksichtigen spielt für unsere Politiker keine Rolle. Dann werden aber Flüchtlinge in großer Zahl in Deutschland aufgenommen. Jetzt spielt die Menschenwürde für unsere Politiker wieder eine ganz große Rolle - „wir schaffen das“. Dieses scheinheilige Verhalten unserer Politiker haben immer mehr Bürger satt. Demokratie heißt ursprünglich Volksherrschaft. Aber in Wirklichkeit bedeutet dies heutzutage, dass eine demokratisch gewählte abgehobene Elite antidemokratisch an den Bedürfnissen des Volkes vorbei regiert. 

Wolfram Brock Weilheim

Auch interessant

<center>Wiesn Editionskrug Nr.1 "Gronemeyer-Schilz" 0,5l</center>

Wiesn Editionskrug Nr.1 "Gronemeyer-Schilz" 0,5l

Wiesn Editionskrug Nr.1 "Gronemeyer-Schilz" 0,5l
<center>Höfer1 - Pinot Sekt brut 0,75 l</center>

Höfer1 - Pinot Sekt brut 0,75 l

Höfer1 - Pinot Sekt brut 0,75 l
<center>Schokoladen-Set "Alles Liebe" zum Selbermachen</center>

Schokoladen-Set "Alles Liebe" zum Selbermachen

Schokoladen-Set "Alles Liebe" zum Selbermachen
<center>Schokoladen-Set zum Selbermachen</center>

Schokoladen-Set zum Selbermachen

Schokoladen-Set zum Selbermachen

Meistgelesene Artikel

Halbseiden

SPD stoppt „Rent a Sozi“; Politik 24. November
Halbseiden

Über Deu-Exit nachdenken

Alexander Weber: Ein wichtiges Signal; Kommentar 24. November, Til Huber: Seehofers Manöver; Kommentar 25. November
Über Deu-Exit nachdenken

Kommentare