Erdogan versteht nur eine Sprache

Herr Anastasiadis nennt Merkels Tun wilde Verrenkungen, ich nenne es viele große gordische Knoten an denen wir und die EU Länder noch Jahrzehnte zu zahlen haben werden.

Wie man freiwillig und ohne Zwang fast jeden Tag der AfD eine Steilvorlage geben kann, ist mir ein Rätsel. Ich frage mich schon ernsthaft, ob das nicht Absicht ist. Alle paar Wochen neue Überraschungen, die noch vor ein paar Jahren undenkbar waren, werden uns als Tatsachen mit der Ausrede auf Asylrecht einfach so serviert. Wenn das Asylrecht nicht mehr zeitgemäß ist, und das scheint so zu sein, dann muss es von der EU-Gemeinschaft ausgesetzt und geändert bzw. angepasst werden. Bevor es bei der nächsten Wahl eine Trotzreaktion der Wähler gibt. Denn diesen Irrlauf der Überraschungen wird der Wähler nicht mehr lange hinnehmen und sich am EU-Ausland orientieren.

Edgar Maier Miesbach

Wieder einmal ein auf den Punkt gebrachter Kommentar von Herrn Anastasiadis. Merkel hat sich gewaltig verfahren, fährt trotz besseren Wissens weiterhin trotzig auf der falschen Fahrbahn und bügelt alle warnenden Hinweise mit einer autokraten Haltung nieder. Ist sie vielleicht deswegen dem Despoten Erdogan so eine willfährige Untergebene geworden, da sie insgeheim solch einen Führungsstil billigt ? Selbst hat sie ja erfolgreich alle parteiinternen Kritiker schon mundtot und einflusslos gemacht. Ein Vergleich aus der Geschichte zeigt, dass man Despoten nicht mit Beschwichtigungen und Kuscherei von ihrem eingeschlagenen Weg abbringt oder gar stoppen kann. Solche Führer verstehen nur eine Sprache, die der klaren Ansage und kein diplomatisches Gefasel. Jedes Nachgeben ermuntert solche Herrscher, nur weiter sich dreist und fordernd in Angelegenheiten anderer souveräner Staaten einzumischen. Aber dazu braucht es halt Rückgrat und das hat unsere Kanzlerin genauso wenig wie EU Politiker, was uns im Falle Aghet wieder deutlich vor (unverschlossene) Augen geführt wurde.

 Joachim Bambach Dachau

Das Kuschen nimmt erst seinen Anfang: Zuerst Böhmermann, dann das Kultur-Projekt „Aghet“ (Genozid). Die Türkei bebt, Gegenwind bleibt aus. Wie wäre es denn mit einer Verfilmung des Buches „Smyrna 1922“ von Dora Sakayan (falls noch nicht geschehen)? Ein Buch, das viel über den türkischen Nationalismus preisgibt. Die Vernichtung des christlichen Smyrna durch Atatürk wurde damals von der arabischen Welt gefeiert als Sieg des Islam über das Christentum bzw. Sieg des Ostens über den Westen. Ein Buch, das aufzeigt, wie Vertrauen auf Loyalität zum türkischen Staat enden kann. Ein Buch, auch benannt als „zweiter Genozids“ der Türken von 1920 bis 1923. Man könnte gespannt sein auf die Reaktion Erdogans, wobei – die ist vorhersehbar, so sicher wie das abendländische Amen in der Kirche.

Gisela Radler Freising

Wenn man mit der Türkei nicht reden dürfte, dann dürfte man mit der halben Welt nicht reden (China, Russland, Saudi-Arabien etc.). Immerhin hat die Türkei zirka drei Millionen Flüchtlinge aufgenommen. Und das christliche Polen, Ungarn? Fehlanzeige! Derartige mediale Verzerrungen sind leider Wasser auf die Mühlen der AfD.

Dietmar A. Angerer Bad Wiessee

Zu dem Kommentar von Georg Anastasiadis kann man nur gratulieren. Sollen wir allem zustimmen was Frau Merkel durch ihren Kanzleramtschef Altmaier gebetsmühlenartig fast täglich in Talkshows im allen Fernsehkanälen verbreitet, wie erfolgreich die Zusammenarbeit mit Erdogan ist. Nein, erst die konsequente Schließung der Balkanroute durch unser Nachbarland Österreich hat ein relative geregelte Abwicklung der Flüchtlingsströme gebracht. Österreich hat uns gestern bei der Bundespräsidentenwahl gezeigt, was die Mehrheit der Bevölkerung will. Wenn Politiker außerhalb Deutschland so in unser Innenpolitik eingreifen, allein die Entsendung von 970 türkischen Imame oder die erfolgreich Interventionen gegen ein Konzert der Dresdner Symphoniker, sollte man wirklich einmal darüber nachdenken, ob die Kompromisse mit einem Autokraten Erdogan richtig verhandelt wurden. Was wäre die Reaktion der türkischen Regierung, wenn Kardinal Marx und Bischof Bedfort-Strom 970 christliche Prediger in die Türkei zum Missionieren entsenden würden? Wir sind das in der EU erfolgreichste Land und müssen nicht den Buckel vor Herrn Erdogan und seinen Gefolgsleuten machen.

Klaus Richter Pullach

Wie schwierig es ist, das Flüchtlingsproblem in den Griff zu bekommen, wenn man es mit Diktatoren wie Erdogan, Assad, Putin und anderen zu tun hat, können sich die vier Leser und leider auch Herr Anastasiadis wohl deshalb nicht vorstellen, weil sie gefangen sind in ihrem Egoismus, ihrer persönlichen Eitelkeit und ihren Besitzansprüchen. Die Abschotter Ungarn, Österreich, Bayern, Polen plus ein paar kleinere Länder, von denen man tatsächlich nicht viel Hilfe erwarten darf, werden in die Liste der Hilfe verweigernden Menschen in die Geschichtsbücher aufgenommen. Wehe ihnen, wenn das wie ein Bumerang eines Tages auf sie zurück kommt! Ich fordere die oben Genannten auf, ebenfalls in aller Öffentlichkeit zu erklären, wie sie denn das Flüchtlingsproblem lösen wollen. Glauben die wirklich, Frau Merkel macht es Spaß, mit so einem schrecklichen Chauvinisten wie Erdogan verhandeln zu müssen, damit er den Fliehenden möglichst bei sich anstatt bei uns und auch noch ordentlich ein kleines Dächlein über die Köpfe stülpt? Das reizt diesen Mann doch gerade zu Erpressungen. Natürlich will keiner so ein Land wie die jetzige Türkei in der EU – leider auch zum Schaden so manch freundlicher Türken. Aber das gehört doch jetzt gar nicht auf den Tisch. Ich finde, diese Kommentare sind zum Schämen und nicht Frau Merkels bewundernswerte und ohne jede persönliche Eitelkeit vorgenommenen Bemühungen. Bitte, schauen Sie doch alle etwas weiter als bis zur eigenen Tischkante!

Christl Jaeger Wörthsee

Georg Anastasiadis: Zum Schämen; Kommentar 25. April, Angela Merkel wird noch mehr an Zustimmung verlieren; Leserbriefe 26. April

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