Wer spart, wird bestraft

Georg Anastasiadis: Außer Rand und Band; Kommentar, Manuela Dollinger: Verzweiflungstat – zum Scheitern verurteilt; Wirtschaft 10. Juni

Derzeit wird der, der durch Konsumverzicht spart, be-straft. Schuldenstaaten werden durch Draghis Politik ermutigt, weiter ohne Gegenleistung auf Kosten anderer Staaten, vor allem auf unsere Kosten, über ihre Verhältnisse zu leben. Die Hauptverantwortlichen dieser Misere sind aber die Regierungsparteien der Bundesrepublik Deutschland, die Draghi eine Generalvollmacht erteilt haben, damit er die vom deutschen Steuerzahler hart verdienten Steuereinnahmen an die notleidenden europäischen Staaten verteilen kann. Die künstlich erzeugte Finanzblase wird irgendwann platzen. Dies wird uns die von Draghi gewünschte, aber dann vermutlich nicht mehr kontrollierbare, Inflation bescheren, die gerade die kleinen Leuten mit dem daraus resultierenden Kaufkraftverlust besonders hart treffen wird. Bis dahin haben sich die Hauptverantwortlichen der Große Koalition, Merkel, Seehofer, Gabriel und Schäuble, vermutlich längst vom Acker gemacht und dem Volk den von ihnen verursachten, nicht nur finanziellen Scherbenhaufen hinterlassen. Unsichere Jobs, niedrige Renten, hohe Steuerbelastung, hohe Fixkosten und keine Zinsen für Sparer sind in Deutschland jetzt schon Realität. Eine hohe Inflation wird dann einen Großteil der Bevölkerung verarmen. Dem alternativlosen Europa- und Globalisierungswahn unserer Volksvertreter sei Dank.

 Anna und Franz Herbst Isen

So berechtigt die Kritik an Draghi sein mag, so sehr ist und bleibt es die Kritik am Symptom und nicht an der Ursache. Draghi handelt für alle Euro Länder und das größte Risiko stellen die Staatsschulden und faulen Bankkredite in Italien und Frankreich dar und nicht das Dahinschmelzen der Deutschen Spareinlagen - zumindest aktuell - deshalb greift er derart ein. Hätten die Länder eine eigene Währung würden sie abwerten und der Zins könnte jedem Einzelstaat angepasst werden, das ist aber seit der Einführung des Euros nicht mehr möglich. Damit steht fest, erstens die Zwangsjacke Gemeinschaftswährung für derart unterschiedliche Staaten ist die Kernursache der EZB Politik und zweitens der Euro ist gescheitert, nur gestehen wir uns das heute noch nicht ein. Es ist aber nur eine Frage der Zeit und nicht des Ob. So sehr ich Kohl und Waigel schätze, sie sind einer Illusion, einem Wunschdenken erlegen. 

Michael Forster München

Die rhetorische Frage von G. Anastasiadis, ob sich in Berlin überhaupt jemand für die, nach Meinung Deutscher Finanzexperten, völlig aus dem Ruder gelaufene EZB Politik des ultrabilligen Geldes interessiert, ist leicht mit einem deutlichen „Nein“ zu beantworten. Es ist für die Bundesregierung sehr viel bequemer, auf die bei der Einführung des Euro festgelegte Unabhängigkeit der EZB und damit der Politik ihres Präsidenten Mario Draghi, zu verweisen, als irgendetwas in dieser verfahrenen Sache zu unternehmen. Finanzminister Schäuble kann sich nachhaltig über das Erreichen der „schwarzen Null“ im Bundeshaushalt freuen, was ohne die auf praktisch “0“ abgesunkene Verzinsung von Staatsanleihen nicht möglich gewesen wäre. Auch die Politik vieler klammer Staaten Europas, sich lieber des billigen, in immer größeren Mengen selbstgedruckten, EZB Geldes zu bedienen um Finanzlöcher zu stopfen als mit unpopulären Maßnahmen Grundprobleme anzugehen, wird von Draghi, aber auch von den meisten Finanzministern der Eurozone, stillschweigend akzeptiert. Dass jetzt die EZB auch Unternehmensanleihen kauft und damit diese bisher noch besser rentierliche Form von Geldanlagen zerstört, kann zu Recht als Verzweiflungstat bezeichnet werden. Sie wird die lahmenden Wirtschaften vieler Euro Länder nicht in Gang bringen wohl aber zur Gefahr wirtschaftlicher Blasenbildungen führen, deren Kollaps nur eine Frage der Zeit ist. Dass Europas Sparer, allen voran die Deutschen, um die Rendite ihrer gesparten Anlagen inkl. Ihrer Altersversorgung gebracht werden, glaubt auch die deutsche Politik als unvermeidlichen Nebeneffekt ignorieren zu können! Kein Wunder, dass die alten Volksparteien in der Wählergunst immer weiter fallen!

 Peter Hütz Krailling

Auch interessant

<center>Samt-Trachtenhut mit Hahnenschlappenfeder fuchsia</center>

Samt-Trachtenhut mit Hahnenschlappenfeder fuchsia

Samt-Trachtenhut mit Hahnenschlappenfeder fuchsia
<center>Schwaben-Quiz</center>

Schwaben-Quiz

Schwaben-Quiz
<center>Samt-Trachtenhut mit Hahnenschlappenfeder lila</center>

Samt-Trachtenhut mit Hahnenschlappenfeder lila

Samt-Trachtenhut mit Hahnenschlappenfeder lila
<center>Samt-Trachtenhut mit Hahnenschlappenfeder schwarz</center>

Samt-Trachtenhut mit Hahnenschlappenfeder schwarz

Samt-Trachtenhut mit Hahnenschlappenfeder schwarz

Meistgelesene Artikel

Wir alle genießen Religionsfreiheit

Claudia Möllers: Ein Schaden für alle; Kommentar 1. Dezember
Wir alle genießen Religionsfreiheit

Wenig Zustimmung zur Maut

Georg Anastasiadis: Die Murks-Maut kommt; Kommentar 2. Dezember, Die Maut-Debatte; Leserbriefe 3./4. Dezember
Wenig Zustimmung zur Maut

Kommentare