Säbelrasseln ist der falsche Weg

Georg Anastasiadis: Kriegsgeheul im Bundestag; Kommentar, Doppeltes Spiel mit offenem Ausgang; Politik 8. Juli, Säbelrasslen der Kanzlerin; Leserbriefe 11. Juli

Dieses Säbelrasseln der Kanzlerin war von Anfang an zu erwarten. Man erinnere sich: war es nicht Frau Merkel, die Herrn W. Bush im Zusammenhang mit dem Irakkrieg absoluten Gehorsam zusicherte? Da inzwischen den Amerikanern die Lust am zündeln in Asien vergeht, kommen zwangsläufig die Einschläge immer näher. Was wohl erklärt, warum sie sich nun so nachdrücklich für Europa interessieren - immerhin sind wir durch den Atlantik für den Durchschnittsamerikaner weit, weit weg, was Obama zugutekommt, aber nicht uns Europäer. Das scheint auch der Grund zu sein, warum er an einem unabhängigen und stabilen Europa herzlich wenig interessiert ist. Herr Hütz hat recht, Säbelrasseln ist der falsche Weg!

 Max Wagner Lenggries

Wir sind die Guten, schon klar! Das Säbelrasseln an der baltischen und polnischen Grenze zu Russland hält der Spitzendiplomat Ischinger für eine angemessene Maßnahme. Ein Blick in die Statistik würde reichen, um zu sehen, wie die Kräfteverhältnisse tatsächlich sind. Allein die USA geben jährlich neun Mal so viel Geld für Verteidigung aus wie Russland. Deutschland, Frankreich und Großbritannien zusammen immerhin mehr als doppelt so viel. Dies dürfte auch dem russischen Kremlchef bekannt sein, auch die Sache mit dem Bündnisfall. Dem Nato-Generalsekretär Stoltenberg reicht das immer noch nicht. Er wirbt für eine deutliche Erhöhung der Rüstungsausgaben. Bis 2020 sollen die Nato-Staaten zwei Prozent ihres Bruttoinlandsprodukts für Verteidigung ausgeben. Deutschland liegt mit rund 34 Milliarden Euro derzeit gerade einmal bei 1,2 Prozent. Der Etat müsste also auf gut 60 Milliarden Euro jährlich steigen. Was man damit alles machen könnte! Aber wir rüsten auf um ein geteiltes Europa zu verhindern? Befinden wir uns schon wieder im Kalten Krieg? Haben wir die Ukraine-Krise wirklich gründlich reflektiert? Schon klar, der Russe ist der Böse! 

Rainer Forster Kirchberg

Der Nato-Gipfel tagt in Warschau, die Lage in Europa ist gefährlich und trotzdem wird diese brenzlige Situation noch angeheizt. Kurz nach Beginn werden Nato-Kampfjets über das Tagungsgelände donnern. Man könnte meinen man hat es mit einer Horde Halbwüchsiger zu tun, die stolz ihre Fahrzeuge präsentieren. Ich glaube nicht, dass man Russland damit imponieren kann, also was soll der Unsinn. Polen zeigt sich nach wie vor als der bissigste Terrier im Nato-Verbund und ist von Amerika gut in Stellung gebracht. Das russische Vorgehen habe die Nato-Mitglieder im Osten zutiefst verstört. Man frägt sich welches Vorgehen der Russen? Wenn man die Karte ansieht die in der Wochenendausgabe des Münchner Merkur vom 2./3. Juli abgebildet war, bekommt man einen ganz anderen Eindruck. Sogar ehemalige US-Geheimdienstler sehen in dem Nato-Truppenaufmarsch an der russischen Grenze, Ähnlichkeiten zu dem „Unternehmen Barbarossa“ unter Hitler, vor 75 Jahren und fordern von der Bundeskanzlerin Merkel, in einem Appell, beim Nato-Gipfel auf die Bremse zu steigen, da sie keine Erkenntnisse hätten, dass Russland aktuell aggressive Absichten verfolgt. Die Mehrheit der deutschen Bürger lehnt diese Kriegstreibereien ab, man will mit Russland in Frieden leben. 

Erich Wochnik München

Auch interessant

<center>Hirschkuss Vogelgezwitscher</center>

Hirschkuss Vogelgezwitscher

Hirschkuss Vogelgezwitscher
<center>Oberbaierischer Fest-Täg- und Alte-Bräuch-Kalender 2017</center>

Oberbaierischer Fest-Täg- und Alte-Bräuch-Kalender 2017

Oberbaierischer Fest-Täg- und Alte-Bräuch-Kalender 2017
<center>Honigschlehe</center>

Honigschlehe

Honigschlehe
<center>Die Knödel-Revolution</center>

Die Knödel-Revolution

Die Knödel-Revolution

Meistgelesene Artikel

Naive Deutschtiroler

Julius Müller-Meiningen: Finstere Aussichten; Kommentar 6. November
Naive Deutschtiroler

Kein Wahlrecht ist perfekt

Julius Müller-Meiningen: Finstere Aussichten; Kommentar 6. November
Kein Wahlrecht ist perfekt

Merkel verharrt im Ungefähren

CDU verpasst Merkel einen Dämpfer; Titelseite, Georg Anastasiadis: Einsam an der Spitze; Kommentar 7. Dezember
Merkel verharrt im Ungefähren

Milde Strafe im Fall Bad Aibling

Dominik Göttler: Und die Deutsche Bahn?; Kommentar, Eine Kette unerklärlicher Fehler; Bayern 6. Dezember
Milde Strafe im Fall Bad Aibling

Kommentare