Rente mit 63 ist kein Fehler

Mike Schier: „Die Rente mit 63 war ein Fehler“, Interview mit Franz Müntefering; Politik 4./5. Mai

Einfachste Lösung, wie er zu unseren Zeiten war, 40 bis 45 beitragspflichtige Jahre nachweisen, da braucht es dass ganze Palaver über Altersgrenze überhaupt nicht. Sache ist, da heute kaum einer diese Zeiten nachweisen kann, wenn 10 bis 15 Jahre später als in früherer Zeit ein Arbeits- und Einzahlungs-Prozess beginnt, und Politik abgabenfreie 450-Euro-Jobs einführt, welche jedes Jahr zunehmen. Wenn die Punktberechnung der Rente heute niedriger angesetzt wird, dafür sind die Verdienste wesentlich höher als zu unserer Zeit. Um uns derzeitige Rentner hat die Politik seit Einführung des Euro noch nie eine Debatte geführt. Halbierung der Renten. Preise: Jeder Unternehmer hab nur die Währung geändert. Eine Halbierung der Preise hat nie stattgefunden. Am schlimmsten das täglich Brot, obwohl es nur aus Sack-Fertig-Ware hergestellt wird. Anpassung der Ost an West-Renten, sollte die Politik einmal wissen, dass Mieten ein Drittel bis zur Hälfte niedriger sind wie in Westdeutschland.

Waltraud Rodelstorfer Erding

Nicht zum ersten Mal zeigt ein Politiker, diesmal Herr Müntefering, wie weit sich die Politik vom Volk entfernt hat. Offensichtlich hat Herr Müntefering und viele seiner Mitstreiter nicht die kleinste Ahnung davon, wie sich die aktuelle Arbeitswelt darstellt und dass die Rente mit 63 kein Fehler ist. Es spielt auch keine Rolle mehr, ob es sich um rot, schwarz oder eine andere Couleur handelt; der Passus sozial bzw. christlich müsste durch unsozial, unchristlich und ungerecht ersetzt werden. Die Menschen draußen haben zu Recht den Glauben an die alteingesessenen Parteien verloren; sie gehen nicht mehr wählen oder vergeben ihre Stimme anderweitig, wobei es sich bei unserer Parteienvielfalt nicht um eine Rechtspartei handeln muss. Diese Abwanderung“ löst bei den Politikern zwar Diskussionen aus, der Weg zur Erleuchtung ist jedoch noch sehr weit entfernt. Es geht hier nicht nur um die unwürdigen Armutsrenten, die nicht einmal ein Überleben sichern, es betrifft auch die Menschen, die gut verdient haben. Hier ist die Höhe der zu erwartenden Rente ein Schlag ins Gesicht jedes einzelnen, der ein Leben lang vom Staat geschröpft wurde. Handelt endlich!

 Gerd Hruschka Bad Tölz

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