Auf dem Holzweg

Alexander Weber: Im Zeitraffer zur Diktatur; Kommentar, Türkei fährt an die Wand; Leserbriefe 22. Juli, Can Merey: Erdogan ist so mächtig wie nie; Politik 21. Juli

Der Kommentierung kann man uneingeschränkt zustimmen. Die Türkei befindet sich innenpolitisch und außenpolitisch seit längerem auf einem sehr gefährlichen und nicht zu tolerierenden Weg, die AKP ist von einer Mehrheit in der Türkei gewählt worden und ist somit demokratisch legitimiert, dennoch hat Erdogan nicht das Recht, Menschenrechte, Pressefreiheit und Rechtsstaatlichkeit außer Kraft zu setzen. Die Behauptung die Türkei sei ein Rechtsstaat ist blanker Hohn und gehört von der Weltöffentlichkeit drastisch verurteilt. Der Zustand der Türkei im Inneren ist die eine Seite der Medaille, die andere Seite ist der türkische Export von Gedankengut und Auffassungen der AKP nach Europa und im Besonderen nach Deutschland, Erdogan und seine Anhänger haben hier eine völlig andere Vorstellung was Demokratie, Freiheit und Rechtsstaatlichkeit bedeuten. Im Allgemeinen ist die Auffassung in den islamisch geprägten Staaten was Demokratie, Menschenrechte und Pressefreiheit bedeuten eine ander, als was wir darunter verstehen. Europa und unsere Regierung sollten schleunigst gegensteuern, um Schlimmeres auf dem Gebiet der EU zu verhindern. Eine ungezügelte Zuwanderung aus den moslemisch geprägten Staaten, welche schon seit vielen Jahren stattfindet, ist höchstgefährlich und verändert jetzt schon unsere Kultur und die damit verbunden Werte und Freiheiten. 

Jaromir Samek junior Schwabhausen

Seit über 50 Jahren liebe ich die Türkei wie eine zweite Heimat. Ich habe sogar 1973 in der Türkei geheiratet, türkisch gelernt und war 30 Jahre lang türkischer Dolmetscher bei der Straßenreinigung München, im Baureferat. Ich bin 1965 zum Islam konvertiert, weil mich die islamische Mystik eines Mevlana, Celal ed-din Rumi, tief beeindruckt hat. Atatürk wollte aus der Türkei einen modernen Staat nach europäischem Muster machen. Er drängte die arabische Kultur zurück und besann sich auf seine türkischen Wurzeln. Das Militär schaute immer mit Argusaugen darauf, dass Kirche und Staat getrennt blieben und griff erst ein, wenn das Vermächtnis von Atatürk in Gefahr war. Doch nach jedem Eingriff kehrte man so schnell wie möglich wieder zur Demokratie zurück. Über Nacht nun ist leider alles anders geworden. Reaktionäre Mächte drehen am Rad der Geschichte und wollen die Türkei wieder zu dem machen, was sie vor 100 Jahren war, „der kranke Mann am Bosporus“. Wenn das Volk den Muezzin hört, erstarrt es vor Ehrfurcht. Das nützen die selbst ernannten, machtbesessenen und vermeintlichen Hüter des Islam aus. Wenn jemand in Allahs Namen die Türkei umkrempeln will, gibt es eine überwältigende Zustimmung. Die türkische Fahne mit dem Halbmond wird das Symbol für Vaterlandsliebe und Gottestreue und leider auch Obrigkeitshörigkeit. Meine geliebte Türkei ist auf dem Holzweg, der in die Irre führt. Keinen Fuß mehr werde ich in dieses Land setzen, so lange Fanatismus dort die Oberhand hat und die Demokratie außer Kraft gesetzt ist. Mit diesem Brief käme ich sicher als Terrorist sofort ins Gefängnis, wenn sie meiner habhaft werden könnten. Dabei habe ich den Namen erst gar nicht einmal erwähnt, dem wir das alles zu verdanken haben.

 Hans Lehrer München

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