Wahlkrampf in Amerika

Pest und Cholera; Leserbriefe 24. Oktober, Friedemann Diederichs: Der Fehler im letzten Duell; Politik 21. Oktober

Wahlk(r)ampf in Amerika: Einen amerikanischen Präsidenten, der sich damit brüstet, Frauen ungestraft zwischen die Beine greifen zu können, kann ich mir absolut nicht vorstellen. Was würde dieser Mann tun, wenn andere Männer dies bei seiner Frau oder seinen Töchtern täten? Seine Anhänger verstehe ich ebenfalls nicht, da die doch auch Frauen, Töchter oder Schwestern haben. Noch weniger Verständnis aber habe ich für die Frauen, die ihm immer noch ihre Stimme geben wollen. Die erniedrigen sich selbst und dürften sich dann bei einem solchen Vorfall auch nicht beschweren. Sicher ist auch Frau Clinton kein unbeschriebenes Blatt. Aber gegenüber diesem sexistischen Rüpel doch allemal die bessere Wahl. 

Gunar Ehrhardt Starnberg

Frau Margot Fürst muss man uneingeschränkt bestätigen, dieser amerikanische Wahlkrampf ist mehr als unwürdig. Er zeigt zugleich die Schwächen des demokratischen Wahlsystems auf: Der Wähler hat die Kröten zu schlucken, die ihm die führenden Parteien vorsetzen. Den Erfindern der Demokratie kann man dies wahrhaftig nicht mehr vorwerfen, doch es liegt an uns, das System zu verbessern. Doch die etablierten Parteien werden einen Teufel tun, das für sie so vorteilhafte Verfahren zu ändern. Man sieht’s bei uns, wie schwer man sich damit tut, nur das Problem der ausufernden Überhangmandate zu lösen. 

Max Wagner Lenggries

Vielleicht ist es schon einigen geschichtsbewussten Lesern aufgefallen, wie sehr die Physiognomie dieses Donald Trump(eltier), wenn er irgendwelche Tiraden gegen Gott und die Welt loslässt, der des brutalen Machtmenschen Benito Mussolini gleicht. Im Bild zum oben genannten Artikel sind deutlich der verbissen mit vorgestülpten Lippen geschlossene Mund und das vorgereckte Kinn zu sehen, die dem Gegner signalisieren sollen, dass der Träger dieser Maske soeben eine letztgültige Wahrheit ausgesprochen hat oder vermeintlich im Besitz derselben ist und somit jeder Widerspruch oder gar Gegenargumente zwecklos sind. Den amerikanischen Wählern möchte man raten, sich die Bilder der alten Wochenschauen anzusehen, die Mussolinis Wutreden oder die großspurigen Erneuerungsfantasien des Duce (Führer) bezüglich des Imperium Romanum zeigen. Möchte nicht auch Trump das nach seiner tief greifenden Erkenntnis schwache Amerika wieder starkmachen? Findet er nicht die vermeintliche Allmacht Putins vorbildlich? Wir in Deutschland hatten einen Österreicher, der den Duce über lange Zeit als Vorbild betrachtete und sich „Führer“ nennen ließ. Zum Glück hatten diese beiden Kriegstreiber und Massenmörder noch keine Atomwaffen. Apropos Mörder: Hat nicht Trump öffentlich geäußert er könne auf einer New Yorker Hauptstraße jemanden erschießen, ohne dafür belangt zu werden? Gott sei Dank zerlegt sich „The Donald“ immer wieder selbst, sodass er sogar den führenden Repräsentanten der Republikaner und auch seinem eigenen Kandidaten für das Vizepräsidentenamt peinlich geworden ist. Wir Europäer dürfen auf jeden Fall begründet hoffen, dass dieser Elefant im Porzellanladen am 8. November in der Kategorie Irrungen und Wirrungen verschwindet und die Amerikaner sich nur noch ungern erinnern, einer solchen Fehlbesetzung gefolgt zu sein. Was mir aber als reale Gefahr erscheint, ist die Unzufriedenheit sehr vieler Amerikaner mit ihrer politischen Elite, die diesen Kandidaten erst hochgespült haben und nicht mit ihm verschwinden werden. 

Hans-Georg Lanig Karlsfeld

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