Diskuswurf ins Abseits

Das Aus nach dem Hexenschuss; Sport 13./14./15. August

Der „kleine“ Harting hat sich natürlich unser aller Respekt und Anerkennung verdient mit einer überragenden Leistung. Die vorausgehende und nachfolgende Reaktion finde ich allerdings insoweit inakzeptabel, als das Interviews generell ausgeschlossen und ihm laut Pressekonferenz unser aller Meinung dazu egal ist. Ich habe viele wirklich sympathische Aussagen von Olympioniken hören können, egal ob Medaille oder nicht. Der ein oder andere ist vielleicht unter seinen eigenen Erwartungen geblieben, aber hat sich gerne den Fragen gestellt und erklärt, warum er vielleicht nicht sein Ziel erreicht hat. Hier würde ich Herrn Harting gerne eine Frage stellen: Hätten Sie diese Leistung auch ohne die Hilfe von ausgebauten Sportstätten, finanzierten Trainern, Medizinern, Sporthilfe usw. erbringen können? Ich denke nicht. Also ein kleines Lächeln in die Kamera tut nicht weh, zeugt aber von dieser Überlegenheit, die ein Olympiasieger einfach haben muss, um auch uns Zuschauer ein Lächeln abverlangt. 

Jürgen Illing Puchheim

Der Deutsche Leichtathletikverband sollte seine Nominierungspraxis der Athleten für Olympische Spiele vielleicht noch mal überdenken und diese nicht nur auf sportliche Leistungen beschränken, sondern auch eine gewisse geistige Reife voraussetzen. Es gehört wohl zur Minimalforderung, sein Land würdevoll zu vertreten und auch eine Vorbildfunktion für unsere Jugend abzugeben. Dies kann man vom Diskuswerfer Christoph Harting nun wirklich nicht behaupten. Sein rüpelhaftes und flegelhaftes Benehmen nach dem Gewinn der Goldmedaille ist durch nichts zu entschuldigen. Die Aberkennung der Goldmedaille sowie die Streichung sämtlicher Sporthilfen wäre die richtige Konsequenz. Für Herrn Harting wäre es wohl lehrreich einer geregelten Arbeit nachzugehen, anstatt sich vom Steuerzahler sein Hobby finanzieren zu lassen.

 Reinhard Schmid München

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