Stimmen zum Amoklauf in München

Ein echter und mehrere verwirrende Fehlalarme aus anderen Stadtteilen stellten die Einsatzkräfte vor schwierige Entscheidungen und gefährliche Einsätze.

Und nun nach der Entspannung auf vielen Kanälen für diesen besonderen Einsatz großes Lob für die Einsatzkräfte aus der Bevölkerung. Hoffentlich stürzt dies Frau Künast, die so gern auf unseren Beschützern herumhackt, nicht in Depression, wäre schade! 

Bernd Haedrich Benediktbeuern

Ich hatte schon immer großes Vertrauen zur Polizei und war mir sicher, dass unsere Beschützer nicht nur mit Brandanschlägen und ähnlichem, sondern auch mit größeren Ereignissen problemlos fertig werden. Der Einsatz gegen den Mehrfachmörder im Olympia Einkaufszentrum hat meine hohe Meinung bestätigt. In welch kurzer Zeit bis zu 2500 Einsatzkräfte, auch aus anderen Bundesländern und Polizeikräfte des Bundes aktiviert und organisiert worden sind, ist beispielhaft. Dafür herzlichen Dank. Ich fühle mich sicher in unserem Lande. 

Erwin Michael Kinateder Murnau

Die ganze Welt nimmt Anteil an dem schrecklichen Attentat! Nur unsere Kanzlerin hat nichts dazu zu sagen? Zumindest habe ich bis Samstag 11.45 Uhr nichts gehört! 

Sieglinde Wagner Peiting

Allen Trauernden wünsche ich die Kraft, die sie für das Schlimmste, das man sich vorstellen kann – dem eigenen bzw. den eigenen Kind(ern) ins Grab zu schauen – brauchen. Und den anderen Opfern eine baldige und vollständige Genesung. Nun stellt sich die Frage: Was treibt einen hier geborenen Jugendlichen dazu, vorrangig gleichaltrige mehr oder weniger hinzurichten? Er (Schiit) wurde gemobbt – von Arabern und Türken (Sunniten). Wird dieser Konflikt jetzt schon als jugendlicher Stellvertreterkrieg in deutsche Schulen oder Jugendtreffs getragen? Wer polt diese Jugendlichen so? Woher haben sie dieses Wissen und diese Einstellung? Sollte da nicht deren Elternhaus gefragt sein? Er war in therapeutischer Behandlung, hatte aber sowohl die Zeit, sich intensiv mit dem Thema Amoklauf zu beschäftigen. An welchem Computer, ohne aufzufallen? Als auch das Geld – eine Pistole kostet illegal zirka 700 Euro – sich diese inklusive sage und schreibe 300 Schuss Munition zu beschaffen. Also zirka 1000 Euro. Das sollte doch irgendwie jemandem auffallen. Das hat weder was mit defensivem Selbstschutz zu tun, noch kann von einer Kurzschlusshandlung die Rede sein. Das war eine geplante und mit krimineller Energie ausgeführte eiskalte Tat – unter den Augen von Eltern und Therapeuten. Und bevor jetzt wieder diese gewisse allumfassend verständnisvolle Klientel aus Richtung Wiesenfarbe kommt, gebe ich zu bedenken: Der Täter war 18 Jahre alt und hier aufgewachsen. Da kann man sehr wohl verlangen, zu wissen, was gut und böse ist. Man stelle sich vor, jedes Mobbingopfer hätte das gleiche Recht und würde Amok laufen. Zu verhindern ist so etwas eben nur mit einem guten Verhältnis zwischen Eltern und Kindern in Form von offenen Gesprächen und der nötigen Kontrolle in Balance von Fingerspitzengefühl und Nachdruck. Das gilt sowohl für Eltern, Psychologen und Behörden. 

Andreas Büchl Bad Tölz

In der Presse und TV sollten die Täter im Sinne des Strafrechts bezeichnet werden. Als Mörder und Totschläger. Bitte keine Glorifizierung mehr als „Kämpfer“ oder „Glaubenskrieger“. 

Dieter Hitzek Krün

Viele Menschen haben sicher auf einen klugscheißerischen Kommentar von Frau Künast gewartet, was die Polizei bei ihrem Einsatz in München, der sonst von allen Seiten uneingeschränktes Lob erhielt, schon wieder falsch gemacht hat. Ihre Kompetenz für derartige Ereignisse hat sie ja unter anderem bei Sandra Maischberger wiederholt, wo man ihr eine sehr große Brücke gebaut hatte, ihre völlig inkompetente Bewertung des Terrors in Würzburg zu korrigieren. Ihr (beratungsresistentes) Verhalten ist sicher vergleichbar mit einigen der früheren Betonköpfe in der ehemaligen DDR. Eigentlich sollte man die Partei der Grünen in „Die Berufs-Empörten“ umbenennen. 

Peter Blidon Unterhaching

Terror und Amok – seit dem Beginn des Krieges gegen den Terror 9/11 hat sich die Anzahl der hochgefährlichen Terroristen von einigen hundert auf etliche zigtausend erhöht. Alle Verstärkung der polizeilichen Vorsorge und Überwachung wird uns nicht das wachsende Restrisiko, von einem Anschlag betroffen zu werden, nehmen können. Auch wird der Zuwanderungsdruck der in Afrika und Asien in ihrer wirtschaftlichen Existenz bedrohten Menschen weiter bestehen bleiben. Was können wir tun? Wie machen wir aus den jetzt hier lebenden Flüchtlingen und Immigranten rechtschaffene Mitbürger? Ich denke, wir müssen den westlichen Werten der Aufklärung: Freiheit, Toleranz, gleiche Rechte für alle, Demokratie, Rechtssicherheit usw. erst mal bei uns wieder zur Geltung verhelfen. Wenn in einer Welt, in der 80 Menschen so viel Vermögen haben wie die ärmere Hälfte der Menschheit, und das sind 3,5 Milliarden, ist mit der Gleichheit der Rechte wohl etwas nicht in Ordnung. Der Neoliberalismus, der mit der Freiheit der Märkte angeblich das größte Glück der größten Zahl erreicht, hat es inzwischen geschafft, die Steuerzahler der EU für die Verluste der Banken in Haftung zu nehmen, und will über Schiedsgerichte demokratische Mitsprache, zum Beispiel über Fracking-Rechte, Abgas-Grenzwerte oder Glyphosat-Zulassung aushebeln. Zeigen wir den Immigranten und Asylanten, dass es nicht stimmt, dass Geld die Welt regiert, und die Demokratie nichts daran ändert. Und wie man am besten Korruption bekämpft. Das können sie bei einer eventuellen Rückkehr in ihre Herkunftsländer dann anwenden. 

Dr. Hans Werner Wefelscheid Bad Tölz

Nach den tragischen Ereignissen am Münchener OEZ stellte sich mir eine Frage: Woher bekommt ein 18-jähriger, bis dato unbescholtener Mann wohl ohne weiteres eine scharfe, illegale Waffe und mehrere hundert Schuss Munition? Auch die Schießerei am 19. April 2016 in der Maxvorstadt zwischen einem Iraker und einem Syrer wirft solche Fragen auf. Dort traf der eine Mann wohl zufällig auf seinen Kontrahenten, zog eine (wohl ständig) mitgeführte Waffe und schoss. Woher stammt die Waffe und die Munition? Die Berichterstattung und Recherche darüber erfolgte wenig bis gar nicht. Da kommt einem die Diskussion über schärfere Waffengesetze doch sehr akademisch vor, wenn offenbar solches Gerät leicht illegal zu beschaffen ist. Geht man ungern auf dieses Thema ein, weil man weiß, man hat eigentlich die Kontrolle verloren? 

Klaus Pichler München

Warum schweigt unsere Kanzlerin? Erschüttert von den unmenschlichen Geschehnissen in München habe ich bis spät nachts die Berichterstattung im Fernsehen verfolgt. Dieses sinnlose Morden macht sprachlos. Viele hochrangige Staatsmänner aus dem In- und Ausland sprechen den Angehörigen der Opfer, der Polizei und den Helfern ihre Anteilnahme aus. Warum schweigt unsere Kanzlerin? Ich hätte mir von Angela Merkel persönlich die ersten tröstenden Worte erwartet! Schade! 

Fritz Lanio Tutzing

Es erzürnt nicht nur mich, wenn es bei der Nationalität eines irren Verbrechers heißt, Deutsch-Iraner oder Deutsch-Afghane usw. Keinem würde einfallen, wenn ein Huhn im Pferdestall ausgebrütet wurde, bzw. dort einige Zeit lebte, dieses als Pferde-Huhn zu bezeichnen. Nennt endlich Ross und Reiter! 

Joachim Weiss Freising

Wieder ein psychisch anomaler Einzeltäter, der unschuldige Kinder und Jugendliche in den Tod riss? Spekulationen seien nicht erwünscht, hieß es sofort. Warum eigentlich nicht? Muss man nicht alle Möglichkeiten abwägen, die zu so einem scheußlichen Verbrechen führen? Muss man nicht sofort alle denkbaren Gegenmaßnahmen ergreifen? Anweisungen seitens der Politik, möglichst im Volk keine Aversionen gegen bestimmte Gruppierungen aufkeimen zu lassen, sind zwar löblich, führen aber dann nicht zum Erfolg, wenn sich das Volk veräppelt fühlt. Ich habe bei der Bundeswehr das Schießen mit der Pistole gelernt und dabei die Erfahrung gemacht, dass auch beim Zielen auf einen nur wenige Meter entfernten, stehenden „Pappkameraden“ manche nicht einmal die Figur irgendwo trafen. Und jetzt kommt ein unbedarfter 18-jähriger unauffälliger, verwirrter Jugendlicher ohne Waffen- und Schießausbildung daher und trifft fliehende Menschen tödlich, wobei er gar noch die Zeit hat, sich einzelne Ziele herauszupicken? Er besorgt sich eine Waffe und über 300 Schuss Munition, was mir und den meisten Durchschnittsbürgern nicht ganz leicht fallen dürfte... Einzeltäter? Für wie blöd hält man die Bevölkerung eigentlich? Dass Frau Merkel entsetzt ist und Herr Gauck ganz besonders entsetzt, macht die armen Opfer auch nicht mehr lebendig. Fahnen auf Halbmast, Gedenkfeiern - alles richtig und in Ordnung. Wenn aber Politiker, wie Herr Gabriel gerade jetzt ein Verschärfung des Waffenrechts fordern (Bei wem eigentlich, er sitzt doch mit in der Regierung?), merkt man die Hilflosigkeit dieser Leute. Verbrecher werden sich immer Waffen besorgen, und wie Würzburg zeigt, gibt es auch Messer und Äxte. Wichtiger ist es, Menschen, die in unser Land kommen, zu registrieren, und auch die, die wie der Münchner Attentäter erst hier geboren wurden, und ihr Umfeld genauer zu beobachten. Dazu muss die Polizei gestärkt und von manchen anderen Aufgaben (z. B. Geschwindigkeitskontrollen) entbunden werden. 

Otto Kellermann Moosinning


Viele Tote bei Anschlag in München; Titelseite, Georg Anastasiadis: München weint; Kommentar, Eine Stadt in Angst; Sonderseiten Terror in München; 23./24. Juli

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