Debatte um die Bundeskanzlerin

Merkel warnt vor Lügen im Netz; Titelseite, Merkels neue Zeitrechnung; Politik, Angela Merkel ist derzeit alternativlos; Leserbriefe 24. November, Merkel: als Retterin geeignet?; Leserbriefe 23. November

Selten so einen guten Leserbrief gelesen, der die Vergangenheit und die aktuelle Situation so treffend beschreibt. Besonders gut gefallen hat mir der feinsinnige Humor. Herr Dr. Goebel bezeichnet die Truppe, die das alles angerichtet hat augenzwinkernd als Elite. Da musste ich gleich mal im Duden zum Thema Elite nachsehen. „Eine Auslese darstellende Gruppe von Menschen mit besonderer Befähigung, besonderen Qualitäten; die Besten, Führenden; Führungsschicht, -mannschaft“ steht da. Aha. Leider fällt mir dazu so schnell keine(r) aus Politik, Wirtschaft und Bankenwesen ein. Aber obiges war ja nur die erste Definition im Duden. Unter Punkt 2. findet man: „genormte Schriftgröße bei Schreibmaschinen“. OK, Das passt für unsere „Eliten“, damit kann ich leben. 

Erich Thomich Martinsried

Die Welt verändert sich rasant. Das erfordert Gestaltung und Ausrichtung. Angela Merkel stellt sich noch einmal zur Verfügung, für eine vierte Amtsperiode als Bundeskanzlerin der Bundesrepublik Deutschland. Wenn die Welt in Auflösung scheint, hält man am Bekannten fest. Ist das so? Es ist nicht zu erwarten, dass Frau Dr. Merkel in einer vierten Amtszeit all das nachholt, was sie in zwölf Jahren vorher versäumt hat. Neue Köpfe braucht das Land. 

Siegfried Wüst Mauern

Ja, geht´s noch? Man braucht nicht unbedingt das Netz, um sich über Merkels Politik zu informieren. Mainstream-Medien sind ebenso verzichtbar. Auch die gibt es im Netz. Der gemeine Bürger ist nicht so doof, dass die Bundeskanzlerin ihm ihre Politik erklären müsste, er sie sonst nicht verstünde, auch nicht, wo er sich zu informieren habe. Ekelhaft anmaßend und beleidigend dieses Verhalten. Damit erreicht man genau das Gegenteil. 

Helga Stangl München

Sehr geehrte Frau Jaeger, ich beschränke mich in meiner Widerrede hier lediglich allein auf den ersten Absatz Ihres Leserbriefes. Entgegen Ihrer Meinung ist Frau Merkel zum Schaden des Landes von viel zu vielen profillosen, kritiklos loyalen – man muss sie leider so nennen – Abnickern umgeben. Und eine der kritiklosesten, totaler als normalüblich Loyalen darunter ist nicht unbedingt zum Ruhme Bayerns die CSU-Landesgruppenvorsitzende Gerda Hasselfeldt. Herr Seehofer, Herr Söder atmeten sicher erleichtert auf, als sie verkündete 2017 nicht mehr für den Bundestag zu kandidieren.

 Georg Schuster Penzberg

Zu der halbherzigen Begeisterung über die erneute Kandidatur von Frau Merkel, die einige Parteifreunde an den Tag legen, ein paar Anmerkungen. Mit dem unkontrollierten Zuzug von Flüchtlingen im vergangenen Jahr hat es sich die Bundeskanzlerin in weiten Teilen der CSU verscherzt. Hat schon jemand an die seelische Belastung in diesem hohen Amt gedacht, an die Zwänge, die damit verbunden sind? Willkommenskultur wurde landauf und landab gepredigt, beklatscht wurden die Ankommenden am Münchner Hauptbahnhof. Bilder die um die Welt gingen. Da braucht man über Frau Merkel als die Alleinschuldige nicht herfallen. Wenn sich die Lage in den Herkunftsländern nicht verbessert, so fürchte ich, war das Ganze nur ein Vorgeschmack von dem, was die Welt noch erwartet. Die Bundeskanzlerin und Entwicklungsminister Gerd Müller von der CSU bemühen sich, die Lage zu verbessern, ich nehme dabei den Koalitionspartner SPD nicht aus. Natürlich gibt es im eigenen Land viel zu tun und viele Baustellen. Am drängendsten ist die soziale Schieflage. Die Welt ist aus den Fugen geraten, dagegen hat auch unsere Bundeskanzlerin kein Patentrezept, aber sie ist der Fels in der Brandung. Von wegen AfD oder eine andere kleine Partei, wer hier das Heil sucht, hat anscheinend Sehnsucht, dass die Linke in der Bundesregierung Verantwortung übernimmt, die richten dann dem Wohlstand schon auf ihre Art die Wadl vor. Ich bin jedenfalls dankbar, in einem Land leben zu können, bei der auf die Bundeskanzlerin Millionen gesetzt werden, um sie zu beschädigen, aber man findet nichts. Danke, Frau Merkel, und viel Erfolg in der neuen Wahlperiode! 

Marinus Weindl Schaftlach

Ich war doch tatsächlich so naiv, zu glauben, dass die Äußerungen in den sozialen Netzwerken Putins Beliebtheit bei den Deutschen widerspiegelt, bis ich in einem TV-Bericht von den Fabriken in St. Petersburg erfuhr, in denen tausende sogenannter Trolle mit der Verteidigung von Putins Politik hinsichtlich der Ukraine und Syriens, sowie der Herabsetzung westlicher Politiker, Geld verdienen. Von dieser Möglichkeit der politischen Einflussnahme machen auch andere Länder Gebrauch, wenngleich bei weitem nicht so intensiv wie Russland. Diese skrupellose Art, erfundene Behauptungen als Tatsachen hinzustellen, nimmt auf allen Internetportalen seit einiger Zeit enorm zu. Es wäre interessant zu erfahren, wie viele Trolle sich dafür bezahlen lassen, Angela Merkel anzugreifen und zu verleumden, aber auch, auf wessen Anordnung hin das geschieht? Sind Putin, Erdogan, oder rechts- wie linkspopulistische Organisationen die Initiatoren? Wie auch immer, es ist höchste Zeit, diesen Missbrauch der Meinungsfreiheit sowie das Aufwiegeln von politisch noch unkundigen, leicht verführbaren Jugendlichen durch islamische Hass-Botschaften per Gesetz zu unterbinden. 

Annemarie Fischer Wielenbach

Ich diskutiere und politisiere mit Freunden und Bekannten viel über die Entwicklung der Politik in Bayern und Deutschland. Ich glaube, durch die erneute Kandidatur von Frau Merkel nimmt das politische Unheil seinen Lauf. Da (wirklich) viele die Politik von Frau Merkel nicht mittragen wollen und können, ist für diese Stammwähler der CSU auch diese Partei nicht mehr wählbar. Denn in der Koalition CDU/CSU ist die Kanzlerin Frau Merkel. Ich bedanke mich für Ihre Reportage über „40 Jahre Kreuther Trennungsbeschluss“, in welchem klar wurde, dass damals F. J. Strauß aus Angst die absolute Mehrheit der CSU in Bayern zu verlieren, die Trennung nicht vollzogen hat. Was passiert jetzt bei der nächsten Landtags- und Bundestagswahl ? Wenn also die Stammwähler aus Frust und Ablehnung die CSU nicht mehr wählen, wählen sie die AfD oder gehen gar nicht zur Wahl. Die Parteienlandschaft ändert sich somit auf 5 - 6 Parteien im Landtag. Dann ist die absolute Mehrheit Geschichte. Meine und die Meinung meiner Freunde ist daher: raus aus der Koalition und die CSU bundesweit etablieren und wählbar machen. Dazu einen eigenen Kanzlerkandidaten aufstellen. Dann können die ehemaligen CDU-Wähler, welche jetzt aus Frust zur AfD wechselten wieder zurück in eine C-Partei. Edmund Stoiber hat damals seine Kandidatur knapp verloren. Durch die politische Entwicklung – Flüchtlingspolitik mit Türkeivertrag, Griechenlandhilfe, Rentenpolitik usw. – sind die Chancen bei der nächsten Wahl sehr groß. Laut Umfragen haben sehr viele AfD- Wähler außerhalb Bayerns erklärt, dass sie statt der AfD die CSU wählen würden, wenn sie wählbar wäre. In der jetzigen Situation marschiert die AfD im Stechschritt auch in den Bundestag. Es ist noch nicht zu spät: um eine Koalition Rot-Rot-Grün zu verhindern, braucht die CSU eine Aufforstung des eigenen Gestaltungswillen für Deutschland.

 Karl Thomasser München

Angela Merkel macht weiter. Das heißt alles wie bisher. Nein doch nicht alles. Statt die wichtigen Themen anzugehen und die Politik endlich am Souverän dem Volk zu orientieren wird sich jetzt das Internet vorgenommen. Laut Merkel gibt es hier Gefahren für die öffentliche Meinungsbildung und massenhaft Hasskommentare. Nun das mag schon sein, doch es gibt auch noch die Meinungsfreiheit. Das bedeutet, dass man andere Meinungen tolerieren, aber nicht gutheißen muss. Wer soll den bestimmen, was richtig und falsch ist? Etwa Heiko Maas, der jede Meinung, die nicht die der Regierung entspricht als eine Zumutung oder meistens als rechts einstuft, oder Gabriel, der gerne Hasskommentare gegen Bürger abgibt, wenn er sie als Pack beschimpft, oder Frau Kahane, der ehemalige Stasi-Spitzel. 

Thomas Münch München

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