Debatte um die Bundeskanzlerin

Merkel verliert an Popularität, die Alternative könnte durchaus Seehofer heißen.

Warum eigentlich nicht, verschlechtern können wir uns eigentlich kaum? Die Politik von Angela Merkel ist gescheitert; Widersprüche, mangelnde Voraussicht und Konzeptionslosigkeit in Fragen der Flüchtlingspolitik sind offensichtlich. Die Probleme wachsen ihr regelrecht über den Kopf, sie weiß nicht mehr weiter. Innerhalb der (ihrer!) europäischen Gemeinschaft konnte/kann sie die dringend notwendige Unterstützung nicht bekommen. Als Akt der Verzweiflung ist der Pakt mit dem Diktator Erdogan entstanden. Die Türkei ist derzeit als ein unsicheres, von Bürgerkrieg bedrohtes Land einzustufen. Die Folgen dieser Abhängigkeit sind unabsehbar und für Deutschland absolut bedrohlich. Aber mit naivem kindlichen Trotz verkündet unsere Kanzlerin ohne Sinn, Verstand und Voraussicht „Wir schaffen das“. Ja, wie will sie es denn schaffen und was will sie schaffen? Das blieb auf ihrer Pressekonferenz offen. Das größte Problem kommt erst noch auf uns zu: die Integration von rund 1,5 Millionen – mit unserer berechtigten Forderung an die Flüchtlinge, nationales Gesetz steht über Religion (welche auch immer), absolute Gleichwertigkeit von Frauen usw. Die diesbezüglichen Probleme haben wir zwischenzeitlich in der Silvesternacht in Köln, Terroranschlägen in Frankreich und Deutschland usw. hautnah erfahren. Hat Frau Merkel das überhaupt verinnerlicht? Rückblickend hat Frau Merkel sicherlich Einiges geleistet, das heißt in weniger schwierigen Zeiten. Aber jetzt sollte sie auch erkennen, dass ihr passiver Politstil, das berühmte Aussitzen und vor allem ihre mangelnde Voraussicht in diesen schwierigen Zeiten nicht mehr funktionieren können. Die Alternative könnte durchaus Seehofer heißen. Er hat rechtzeitig auf uns zukommende Probleme erkannt, hat schwerwiegende politische Entscheidungsfehler von Frau Merkel richtig analysiert, hat die Sicherheit unseres Landes stets im Blick, aber auch gleichzeitig wirkungsvoll und humanitär mehr für Flüchtlinge getan als andere Bundesländer, mehr als andere EU-Länder sowieso. Zustände in Berlin, direkt vor der Haustür von Frau Merkel, sind weiterhin eher als chaotisch zu beurteilen. Für Frau Merkel ist es an der Zeit zu gehen. Sie sollte zum Wohle unseres Landes auf eine weitere Kanzlerschaft verzichten und damit ihrem Lande dienen. 

Hannelore Grüning Bad Wiessee

Speziell die Leser des Münchner Merkurs sollten eigentlich in der Lage sein, zwischen Kritik und Hassbriefen unterscheiden zu können. Kritik hat seine Nuancen – von diplomatisch bis nachdrücklich. Bis zum Hass aber ist es noch ein weiter Weg. Wer sich über den Unterschied zwischen Hassbriefen und kritischen Leserbriefen nicht im Klaren ist, kann im Internet recherchieren – dort gibt’s hunderttausende dieser wirklich ehrlosen Vorlagen. Wer Frau Merkel mag, soll sie ruhig mögen; kann sie auch ruhig in sein Gebet zu Gott einbinden – ich kritisiere dies keineswegs! Das berechtigt die Merkel-Gönner aber keineswegs dazu, diejenigen, die nicht mit Frau Merkels Politik einverstanden sind, an den Hass-Pranger zu stellen. Bislang ist noch keiner darauf gekommen, einen leider gewesenen Dieter Hildebrandt oder seine Kabarett-Kollegen als Hassprediger darzustellen, nur weil die weitaus bissigere Kritiken an Politikern abfeuerten. Öffentlich! Die Bundeskanzlerin ist aktuellen Meldungen zufolge am Tiefpunkt ihrer Popularität in dieser Legislaturperiode angelangt. Es wäre schon arg weit hergeholt, diesen Fakt insbesondere den Merkur-Leserbriefschreibern mit ihren sogenannten Hasstiraden anzulasten. Wo Menschen sind, gibt es verschiedene Meinungen. Es dürfte demokratischen Grundsätzen total widersprechen, wenn man es in Ordnung fände, diese zugunsten nur einer einzigen Meinung einzuebnen. Eine solche Meinungsdiktatur sollten wir strikt von uns weisen. – Oder doch nicht? 

Uwe Schmidbauer Höhenkirchen-Siegertsbrunn

Deutschland braucht spätestens 2017 einen Politikwechsel und eine neue politische Führung. Darauf deuten auch die Aussagen von Horst Seehofer im Sommerinterview hin. Viele Bürger sind mit folgenden Themen unzufrieden: Gewaltige Schuldenhaftung der deutschen Steuerzahler für andere EU-Länder. Nichtregistrierte und ungeprüfte Einwanderung von mehr als 1 Million Menschen durch Einzelentscheidung, das heißt ohne Abstimmung mit Bundestag, Bundesrat und den übrigen EU-Ländern. Viele werten das Vorgehen als rechtswidrig. Verfehlte Einwanderungspolitik. Es halten sich zu viele Ausländer in Deutschland auf, denen die erforderlichen beruflichen Fähigkeiten fehlen. Durch zu langsamen Abbau der 2 Billionen Staatsschulden und teure soziale Wohltaten werden die jüngeren Bürger und die nachfolgenden Generationen benachteiligt. Unzureichende Grenzsicherung gefährdet die Sicherheit und die nationale Identität. Viele muslimische Einwanderer haben sich auch nach 40 Jahren noch nicht in die deutsche Gesellschaft integriert (siehe unter anderem Stimmungsmache für Erdogan). Multikulti als Gesellschaftsform ist gescheitert. Es wird zu wenig sichtbar, dass dieser Weg beendet wird. Es werden durch falsche Einwanderung und teure Sozialleistungen Gelder vertan, die den kleinen und mittleren Einkommensbeziehern beim Aufbau von Wohneigentum und zur Altersvorsorge zukommen sollten. Die Spanne zwischen Arm und Reich kann dadurch nicht abgebaut werden. Niedrigzinspolitik der EZB zugunsten der stark verschuldeten Südländer, jedoch zu Lasten der deutschen Bürger, zum Beispiel beim Sparen für die Altersvorsorge. Gleich gewichtige Entscheidungsrechte in der EU und der EZB für Deutschland sind nicht vorhanden. Notwendig ist ein gleiches Stimmgewicht für jeden Bürger. Unzureichende Berücksichtigung der deutschen Sprache in den Gremien der EU. In Europa ist Deutsch die am meisten gesprochene Sprache. 

Dieter Lewig Holzkirchen

Es ist schon ungeheuerlich, wie jetzt die Leserbriefschreiber und der Chefredakteur, Herr Anastasiadis, dessen hervorragende Kommentare ich immer gerne lese, von anderen Leserbriefschreibern angegangen werden. Frau Merkel sollte endlich an ihren Amtseid denken und uns deutsche Bürger vor Schaden bewahren. Dass wir es nicht schaffen können, weil es nicht zu schaffen ist, belegt klar die schon im September ausgestrahlte ZDF-Reportage „Ein Staat – zwei Welten“, noch zu finden unter https://www.youtube.com/watch?v=UVOSUuuJIoc. Hier wird deutlich, dass viel zu viele zum Teil hier geborene Deutsche mit ausländischen Wurzeln meist muslimischen Glaubens überhaupt nicht in unserer Demokratie und unseren Werten angekommen sind. Wenn das bei diesen schon nicht gelungen ist, wie sollen wir das bei den neu hinzugekommenen Flüchtlingen erreichen? Wenn Frau Merkel angeblich nicht zu beneiden ist, so ist zu antworten, dass sie die jetzige Situation doch selbst teils durch Gesetzesbruch verschuldet und dadurch unser Land immer unsicherer gemacht hat, wie spätestens seit Silvester deutlich ist. Das musste auch ich kürzlich am hellichten Werktage an der U-Bahnhaltestelle Sendlinger Tor erfahren, wo mich zwei Schwarze handgreiflich angegangen sind und mich im Schwitzkasten hielten, ohne dass mir schnell jemand half. 

Alexandra v. Beaulieu Marconnay Petershausen

Besondere Tiefpunkte von Frau Merkels Version ihres Amtseides (der Nutzen-Mehrung für das deutsche Volk) werden offenbar verdrängt: Kaum gewählt hat sie die Mehrwertsteuer um drei Prozentpunkte erhöht, nachdem sie im Wahlkampf die angekündigte Zweiprozent-Erhöhung der SPD verteufelt hatte. Viel größeren Schaden hat sie angerichtet, als sie der Abschaffung der Nicht-Beistands-Klausel (No-bail-out) des Maastricht-Vertrags tatenlos zugesehen hat. Horst Köhler hatte diesen Schutzwall gegen Abkassieren ausgehandelt; nachdem Frau Merkel den damaligen Bundespräsidenten Köhler u. a. zur Unterschrift für die Griechenland-Rettung genötigt hatte, trat er in ehrenvoller Weise zurück. Noch teurer kommt uns ihre Zustimmung zu Mario Draghi als EZB-Chef; seine Einstellung zu südländischem Finanzgebaren und ehemaligen Kunden aus seiner Goldman-Sachs-Zeit kann nicht überraschen. Mit dem damaligen Bundesbank-Chef Axel Weber – für diesen Posten damals prädestiniert, aber von Frau Merkel im Stich gelassen – wäre den deutschen Sparern die Auszehrung und den deutschen Banken und Sparkassen der momentane Personalabbau erspart geblieben. Der Höhepunkt des Schadens ist das unüberlegte Anlocken von häufig wirtschaftlich motivierter Zuwanderung ohne Kontrolle und Auswahl. Schlimm ist, dass nun neben unserem Wohlstand auch unsere Kultur auf dem Spiel steht. Jetzt reicht es! Ein Dankeschön noch an Herrn Anastasiadis: Bitte lassen Sie sich durch vereinzelte Kritik nicht entmutigen! Sie treffen mit Ihren Kommentaren regelmäßig den Nagel voll auf den Kopf und es ist auch eine Freude, Ihre geschliffenen Formulierungen zu lesen.

Axel Stark Gmund

Merkel verliert, Seehofer legt zu; Titelseite 5. August, Christian Deutschländer: Ein höchst willkommenes Gerücht; Politik, Wir schaffen das mit Gottes Hilfe; Leserbriefe 4. August

Auch interessant

<center>Fächer "Liebestaumel"</center>

Fächer "Liebestaumel"

Fächer "Liebestaumel"
<center>Brot-Zeit! Backgeheimnisse der Müllermeisterin</center>

Brot-Zeit! Backgeheimnisse der Müllermeisterin

Brot-Zeit! Backgeheimnisse der Müllermeisterin
<center>Münchner Häuberl Pralinen</center>

Münchner Häuberl Pralinen

Münchner Häuberl Pralinen
<center>Bayerisch VEGGIE - Köstliches mal ohne Fleisch</center>

Bayerisch VEGGIE - Köstliches mal ohne Fleisch

Bayerisch VEGGIE - Köstliches mal ohne Fleisch

Meistgelesene Artikel

Ein Schenkelklopfer vom Seehofer

Doppelpass: CDU contra Merkel; Titelseite, Georg Anastasiadis: Zerrüttet; Kommentar 8. Dezember, CDU verpasst Merkel einen Dämpfer; Titelseite, Georg Anastasiadis: …
Ein Schenkelklopfer vom Seehofer

Präsidentenwahl in Österreich

Österreich wählt Van der Bellen; Titelseite, Werner Menner: Für ein offenes Europa; Kommentar 5. Dezember, Georg Anastasiadis: Postfaktisch in Wien; Mike Schier: Der …
Präsidentenwahl in Österreich

Bravo, München!

Startbahn: Stadt lässt CSU abblitzen; Titelseite 30. November
Bravo, München!

Zuschriften zum TSV 1860

Rumhacken auf 60er; Leserbriefe 2. Dezember, Heinrich Lemer: DFL auf Tauchstation; Kommentar Sport 30. November
Zuschriften zum TSV 1860

Kommentare