Trumps Triumph

Good morning, America!; Titelseite 9. November

Zur Wahl von Donald Trump: Europa vor allem, zieh Dich warm an! – Es wird eisig. 

Edda Pitzius Gmund

Zunächst einmal ist das unerwartete Wahlergebnis eine tektonische Verschiebung dramatischen Ausmaßes. Hoffentlich lernt die Welt fortan nicht den entsetzlichen Wahlkämpfer Trump, in einer Art Neuauflage, kennen und hassen, sondern den überraschend präsidialen Politiker lieben und achten, der seinem Amt, wider allen Unkenrufen, Würde und Anerkennung verleiht. Unterm Strich müssen selbstgerechte Widersacher und vorschnelle Kritiker der Tatsache Rechnung tragen, dass er vollkommen legitim ein frei gewählter Präsident ist.

 Thomas Prohn Erding

Erst Obama, jetzt Trump. Man fragt sich, ob Hillary Clinton, nachdem sie zweimal mit ihrer Präsidentschaftsbewerbung gescheitert ist, ein drittes Mal antreten will. Zuzutrauen wäre es ihr. Ehrgeiz und Machtstreben sind zwei ihrer hervorstechendsten Charaktereigenschaften. Hoffentlich wird die Demokratische Partei dem entgegentreten. Clintons zweimaliges Scheitern hat gezeigt, dass die Mehrheit der Bevölkerung sie nicht als Präsidentin haben möchte. Doch Konkurrenten innerhalb der Partei werden es gegen Clinton sehr schwer haben. Sie ist dank ihrer Zeit als US-Außenministerin und Senatorin für New York politisch extrem gut vernetzt und Teil des politischen Establishments der USA. Zudem verfügt sie über hervorragende Verbindungen zur Parteispitze der Demokraten. Allerdings werden die Demokraten mit Clinton als Kandidatin auch bei den Präsidentschaftswahlen 2020 nicht ins Weiße Haus einziehen. Aus parteipolitischen Gründen muss nun denklogisch ein anderer Kandidat antreten. Doch Logik und Politik gehen selten Hand in Hand - siehe die Wahl Trumps zum US-Präsidenten.

 Michael Pfeiffer Neuhausen auf den Fildern

Amerika hat gewählt. Die Meinungsforschungsinstitute stehen so da, wie sie viele schon immer sehen wollten. Die Wahl hat aber auch gezeigt, dass die europäische Art der Polarisierung bei Amerikanern nicht gegriffen hat: Hier die heilige Hillary, dort der tumbe Trump. Vielleicht sollten wir uns angewöhnen, dass Menschen und das Leben viele Seiten hat. Es gibt nicht immer nur Schwarz und Weiß. Wird Trump ein guter Präsident? Wir wissen es nicht. Wenn der Wahlkampfdampf verflogen ist, wird nicht alles so heiß gegessen, wie es gekocht wurde. In einem Punkt muss man dem Mainstream-Journalismus aber klar widersprechen. Trump hat die USA nicht gespaltet, sondern er hat ein zutiefst gespaltenes Land dank Obama vorgefunden. Ich rate zu Gelassenheit. Ronald Reagan wird heute auch differenzierter interpretiert als zu seiner Zeit! 

Chris Dasch Saulgrub im Ammergebirge

Der Sieg für Donald Trump war eine große Dummheit des amerikanischen Volkes und eine Niederlage der Vernunft. Wenn ein republikanischer Kandidat Präsident wurde, haben diese Präsidenten zur Waffe gegriffen, sei es Golf- Krieg und sonstige Kriege, da ist es um Macht und Geld gegangen und sonst um nichts. So schnell wird sich auch keine Frau mehr bewerben, wenn es um dieses Amt geht, und ich denke mir auch, dass das Volk ihn nicht lange dulden wird und ihm bei der nächsten Wahl wieder abstrafen wird. Er wird eher gerne Krieg führen, keine Steuern weiterhin bezahlen. 

Pit Uhl München

Routiniertes Klimpern auf der Polit-Klaviatur, ein wie selbstverständlich vorgetragener Anspruch aufs Amt und eine gut gefüllte Kriegskasse reichen halt nicht immer zur Überzeugung der Wähler. Sollten sich unsere Partei-Strategen hinter die Ohren schreiben. Pöstchenschieberei und gekonnt inszenierte Ränkespiele um Nachfolgen sind kein nahrhafter Ersatz für politische Ziele und Problemlösungen! 

Dieter Hitzek Krün

Als überzeugter Liberaler (ich war jahrzehntelang für die FDP kommunalpolitisch tätig), als überzeugter Demokrat und als Medienanwalt der für die freie Presse, aber auch für den Schutz der Menschenwürde kämpft, gratuliere ich dem amerikanischen Volk zu seiner Wahlentscheidung. Die Amerikaner haben sich nicht vom politischen Establishment von Großbanken und Wirtschaftskonzernen, aber auch nicht von den Vertretern völlig einseitiger Medien beeinflussen lassen; sie haben denjenigen gewählt, von dem sie überzeugt sind, dass er sich ihrer konkreten Sorgen und Nöte annimmt und sich gegen die Mächtigen in Politik, Wirtschaft und Medien im Interesse des Volkes und damit im Interesse der Demokratie entgegensteht. Wenn man Donald Trump vorwirft, er sei ein Populist, dann zeigt dies nur, wie völlig verquer heutzutage Politik bewertet wird. Wenn jemand als gewählter Vertreter des Volkes auf die Stimme des Volkes hört, dann wird er verdammt und als Populist beschimpft. Wenn dagegen eine Politikerin, die nur eine kleine elitäre Minderheit vertritt, im Hinterzimmer Vereinbarungen mit den Großkonzernen zu Lasten von Verbraucherschutz, Umweltschutz und Sozialschutz vereinbart, und dann wegen eines solchen Verhaltens abgestraft wird, dann wird sie bedauert und bemitleidet. Es ist unsäglich, dass deutsche Politiker, aber auch deutsche Medien sich völlig einseitig in die Wahlentscheidung einer anderen Nation und eines anderen Volkes einmischen. Es ist ebenso unsäglich, wenn deutsche Politiker zuerst die Briten für ihre Brexit-Entscheidung als undemokratisch beschimpfen und dasselbe nun mit Millionen von Amerikanern tun. Dies zeigt welches Demokratieverständnis führende deutsche Politiker haben. Ich hoffe sehr, dass es diesen Politikern bei den nächsten Wahlen genauso geht wie Frau Clinton. 

Dr. Klaus Rehbock Germering

Und aus den USA sprach eine Stimme zu mir: Lächle und sei froh, es könnte schlimmer kommen! Und ich lächelte und war froh, und es kam schlimmer. 

Horst Kössinger Starnberg

Die Wahl in USA zeigt, dass die Bürger das seit Jahren zementierte Establishment satthaben. Leider hat auch Barack Obama diesen Frust nicht beseitigen können. Heute lese ich, dass Angela Merkel die verfolgten Kurden geradezu bittet bei uns unterzuschlüpfen. Was mich daran stört, ist, dass nicht sie, sondern wir Bürger damit zurechtkommen müssen. Fragen, ob wir das auch wollen, was sie sich so einbilden, haben die Polit-Egomanen längst verlernt. Manchmal kommt es mir so vor, sie wissen gar nicht, dass es uns Bürger noch gibt. Es muss ein Wandel her, so wie in den USA, wir brauchen Menschen – ich sage bewusst Menschen – denn Politiker können nicht mehr zwischen richtig und falsch unterscheiden, sondern nur noch zwischen parteikonform oder Partei schädigend, wobei bei Letzterem der Machtverlust gemeint ist. Schon nennen sie das, was das Volk will, populistisch. Ein Affront! Das Establishment hat versagt. Allein findet es offensichtlich nicht mehr in die Realität zurück. Die amerikanischen Bürger haben das kapiert und die Wahlen genutzt. Ich denke mal, wenn Merkel und Co. sich nicht ändern, tun wir Bürger das demnächst auch. 

Richard Birk Freising

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