Drohnen nur mit Flugschein

Drohnen-Alarm am Flug- hafen; Titelseite 19. August

Das ist ja unglaublich – wieder zwei Beinahekollisionen in der Einflugzone am Münchner Flughafen. Hier würde ein Zusammenstoß mehrere 100 Menschen gefährden. Die verantwortungslosen Drohnenpiloten bewegen die Flugkörper sogar in 1000 Metern Höhe. Hier müssen nicht nur hohe Strafen ausgesprochen, sondern die dafür Verantwortlichen müssen im Eilverfahren dafür sorgen, dass Drohnen, die mehr als 100 Meter hoch steigen können, nur mit einem Flugschein zu betreiben sind! Hier geht es um Leben.

 Bernhard Heidl Miesbach 

Wir als gewerbliche Drohnen Piloten haben uns schon heute an alle möglichen Auflagen und Vorschriften zu halten. Wir müssen beim Luftamt Süd für Bayern eine Aufstiegserlaubnis einholen, diese kostet Geld. Zudem müssen wir teure Versicherungen abschließen für eventuelle Flugunfälle. Jetzt sollen wir noch zusätzlich bestraft werden in dem wir einen Führerschein ablegen, obwohl wir diejenigen sind die aus Berufsgründen unsere Fluggeräte beherrschen müssen. All die inzwischen Millionen schwarze Schafe, die uneingeschränkt den Luftraum kostenlos benutzen dürfen, die bekommen nach wie vor keinerlei Auflagen. Für uns gilt generell eine maximale Flughöhe von 100 Metern, sollten wir eine größere Höhe benötigen, so müssen wir diese kostenpflichtig beantragen. Drohnen in allen Variationen und Preislagen sind für jedermann ohne Auflagen erhältlich, ohne jegliche Kenntnisse wie man ein solches Gerät bedient, geschweige denn einen Führerschein zu absolvieren. Der Gesetzgeber hat es leider von Anfang an versäumt, den Privatkauf von Drohnen zu reglementieren bzw. zu registrieren. Eine nachträgliche Anmeldung von bereits existierenden Drohnen ist nicht realistisch. Somit werden wir auch in Zukunft Schlagzeilen lesen, wo Drohnen außer Kontrolle geraten sind. 

Wilhelm Achenbach Okto Flight Cam, Neubiberg

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