Für Selbstverwirklicher mehr gesorgt

Schwesig will Familiengeld; Titelseite 19. Juli

Für unsere SPD Familienministerin Schwesig ist offensichtlich außerhäusliche Erwerbsarbeit höherwertiger als häusliche Erziehungs- und Familienarbeit, wenn sie jetzt mit einem Familiengeld dazu beitragen will, dass Beruf und Kinder besser vereinbar sind und so auch Eltern über außerhäusliche Erwerbsarbeit im Alter mit einer höheren Rente rechnen können. Schwesig möchte so wörtlich „Mütter ermutigen, trotz Zeit für Kinder berufstätig zu bleiben, so dass sie ihre eigene Existenz sichern können“. Nach dieser perversen Art von Politik ist also für einen Selbstverwirklicher, der möglichst ohne Kinder nur arbeitet mehr gesorgt, als für Väter und Mütter, die in echtes Wachstum investieren und so ihre und unsere Zukunft sichern. Es ist schon skandalös, wenn die tonagebenden Parteien seit Adenauers Zeiten dazu beigetragen haben, dass in der Rentenberechnung häusliche Erziehungsarbeit weitgehend als Nicht-Arbeit bewertet wird. So trägt unser Rentensystem seit Jahrzehnten immer noch dazu dazu bei, dass kinderlose Lebensformen in der Rente besonders gefördert werden, obwohl sie mit ihren Beiträgen vorwiegend für jetzige Rentenbezieher/innen einzahlen. Für zukünftige Renten leisten vorwiegend Väter und Mütter, die mit ihren Kindern für künftige Beitragzahler bzw. Rentenauszahlungen sorgen. Wer sichert eigentlich unsere Zukunft mehr als Väter und Mütter, wenn sie für Kinder neben erheblicher Kosten viel Zeit und Arbeit für den Fortbestand unserer Gesellschaft sorgen? Unser Rentensystem wird nicht von kinderlosen Beitragszahlern am Leben erhalten auch wenn sie in unserem System bis jetzt noch immer die höchsten Renten einstreichen können. Kein Wunder, wenn wir als materiell reiches Deutschland ganz schön alt und kinderarm daherkommen. Eine familien- und kinderfeindliche Politik, die im groben Widerspruch zu unserem Grundgesetz nach Art. 6 steht, hat auch dazu beigetragen, dass inzwischen überproportional zur Bevölkerung kinderlose Lebensformen in der Politik wie in Medien den Ton angeben. So kommen grobe Fehlentwicklungen in den Sozialsystemen erst gar nicht so recht ans Tageslicht und bei den etablierten Parteien bleibt man meist vor den Wahlen bei oberflächlichen Reformansätzen. Anderenfalls müßte manlangjährige Schieflagen in der Bevölkerungsentwicklung entdecken, die durch eine grundrechtswidrige und kurzsichtige Sozialpolitik weitgehend selbst verursacht sind. 

Simon Kirschner Gaimersheim

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