Wir müssen das schaffen

Unisono haben alle Landräte geäußert, dass eine Wiederholung der Flüchtlingszahlen wie 2015 nicht machbar ist.

Nachdem die Wirtschaftsverbände, sowie das BAMF geäußert haben, dass maximal 70 % der Flüchtlinge irgendwann in den Arbeitsprozess kommen (und das nur unter großen finanziellen Aufwand), herrscht nun allgemeine Ernüchterung. Von wegen neues Wirtschaftswunder. Nur Angela Merkel wiederholt ihr „wir schaffen das“ mantramässig und merkt nicht, wie ihr die Wähler davonlaufen. Sollte die AfD nächste Woche in Mecklenburg-Vorpommern über 20 % kommen und eventuell sogar noch die CDU überholen, so ficht das unsere verehrte Bundeskanzlerin nicht an. Frau Merkel hat nur Europa und vielleicht noch die globale Welt im Focus. Deutschland ist ihr schon lange nicht mehr wichtig. Da helfen auch die Leserbriefe von Frau Jäger und einigen Kirchenvertretern nichts. 

Heinz Steinmann München

Sehr geehrter Herr Anastasiadis, glauben Sie nicht, dass es Situationen gibt, in denen einem das Leben oder die Geschichte eine Aufgabe einfach vor die Füße wirft? Vor einem Jahr ist das geschehen. Angela Merkel konnte ihre verwöhnten Bürger nicht um Einverständnis fragen. Daher ihr Appell „Wir schaffen das.“ Eigentlich hätte sie sogar sagen sollen: „Wir müssen das schaffen.“ Haben wir nicht eine Leitkultur (Grundgesetz, Kant, Christentum, Solidarität ...)? Und die Hilfsbereitschaft war und ist groß. Natürlich ist Angela Merkel nicht davon ausgegangen, dass wir das allein schaffen müssen. Das war ihr einziger Fehler. Wenn man den Glauben daran, dass die anderen ebenso menschlich denken wie man selber, überhaupt als Fehler bezeichnen kann. Was dann auf politischer Ebene geschah und immer noch geschieht, brauche ich wohl nicht zu beschreiben. Dass das eine leichte Aufgabe sein würde, hat niemand behauptet, weder die Bundeskanzlerin noch sonst ein „Gutmensch“. Und dass Merkel uns in Europa isoliert hat, wie Sie anführen, dazu kann ich nur sagen: Für diese Isolierung bin ich dankbar. Denn wenn ich heute Polin, Tschechin, Slowakin oder Ungarin wäre, hätte ich dauernd das Gefühl, mich für mein Land entschuldigen zu müssen. Und Leute aus diesen Ländern, die ich kenne, die noch nicht ihre Köpfe und Herzen mit Beton ausgegossen haben, fühlen tatsächlich so. Dass jetzt bei uns im Land auch so viel Fremdenhass, Hysterie, Rechtspopulismus hochkocht – ist daran wirklich Angela Merkel schuld? Oder war die von Ihnen gelobte Gelassenheit, Toleranz, Weltoffenheit in Teilen der Bevölkerung vielleicht doch eine allzu dünne, leicht reißbare Decke? Was den konkreten Handlungsplan betrifft, wäre in der Politik endlich Solidarität, ein Zusammenwirken aller Kräfte gefragt. Die unermüdlichen Bemühungen der Kanzlerin innen und außen sollten unterstützt, auch konstruktiv kritisiert, mit Alternativen unterfüttert, aber keineswegs beständig übelst beschimpft und bemeckert werden, wie es im ganzen letzten Jahr geschah. 

Irmgard Koch Freising 

Als vor einigen Monaten ein Teil des Volkes vor der überzogenen Flüchtlingspolitik warnte, wurde es von Herrn Gabriel als „Pack“ bezeichnet. Nun, da sogar er die Probleme mit der teils falschen, da unkontrollierten und uneingeschränkten Hilfsbereitschaft erkennen kann, fängt er an, zu kritisieren. Wie wenig Charakter muss man haben, um dies auch noch lautstark als politische Pflicht zu verkaufen. Wenn hier Unverdrossenheit und Ablehnung für solche Politiker aufkommt, wundert mich das nicht. Politiker mit solch widerlichem Geschick, sein Mäntelchen öffentlich nach dem Wind zu drehen, braucht kein Volk. Eine Partei, die solche Parteischädlinge nicht schnell auf das Abstellgleis schiebt, wird sich bald wundern. 

Joachim Weiss Freising

Ist der Zug erst mal abgefahren, dann sollten die, die drin sitzen nicht ständig erklären, sie wüssten nicht wohin die Reise ginge. So wie Dietmar Gabriel, der die Worte Merkels kritisiert – übrigens zu Recht – die sturköpfig behauptet: „Wir schaffen das“. War er nicht dabei als Merkel diesen Unsinn lauthals formulierte? Doch, war er, aber Politiker schwätzen oft nicht nur dummes Zeug, sondern sind meist auch eklatante Feiglinge. Da macht Gabriel keine Ausnahme. Er schwieg und sagte erst mal nichts, obwohl er wusste, dass dieser Zug zum Entgleisen verurteilt war. Nun will er raus aus dem Waggon, findet aber die Notbremse nicht. Die hat Merkel längst demontiert und freut sich nun diebisch, dass Gabriel, sollte er den Zug verlassen wollen, er aus dem Fenster springen müsste. Der Satz: Wir schaffen das“ ist eine der größten gesellschaftsvernichtenden Lügen der letzten Zeit. Merkel lacht, Gabriel knirscht mit den Zähnen und wir Bürger bezahlen die Zeche. Wie üblich halt. 

Richard Birk Freising


SPD attackiert Merkels Asylpolitik; Titelseite 29. August, Georg Anastasiadis: Wie schaffen wir das?; Kommentar 27./28. August

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