Streit in der CSU um die Startbahn

Als Bürger der Stadt Erding, frage ich mich schon seit der damaligen Bürgerbefragung in München warum eigentlich die Münchner, die ja kaum etwas vom Flughafen und dem Fluglärm mitbekommen, sich für, oder gegen eine 3. Startbahn entscheiden sollen.

Die beiden Landkreise Erding und Freising, die ja wirklich betroffen sind, werden überhaupt nicht in eine Bürgerbefragung mit eingebunden – warum? Sollte ein neuer Bürgerentscheid erfolgen, dann mit den beiden Landkreisen Erding und Freising!

 Siegfried Wolter Erding

Man muss in der ganzen Auseinandersetzung von Herrn Erwin Huber mit Horst Seehofer immer wieder feststellen, dass es Erwin Huber nicht um Tatsachen geht, sondern nur darum, seine Position durchzusetzen. Herr Erwin Huber ist leider zu spät geboren, denn Diktatoren gibt es in Europa, Gott sei Dank, nur noch einen. Er sollte in seinem gesetzten Alter eigentlich vernünftiger werden und seine Wadelbeißer-Mentalität ablegen. Denn seine Äußerungen sind langsam weit weg vom gesunden Menschenverstand. Man muss sich nicht wundern, wenn ein führender CSU-Vertreter so mit den Wählern umgeht, dass viele bei der nächsten Wahl dieser Partei den Rücken kehren. Herr Huber sollte sich aus der aktuellen Politik zurückziehen und lieber Vorsitzender eines Seniorenvereins in Niederbayern werden, da könnte er nichts mehr kaputt machen.

Josef Wiesheu Freising-Tüntenhausen

Das Volk interessiert Herrn Erwin Huber nur manchmal und wenn, dann erst kurz vor einer Wahl. Ansonsten ist er den Lobbyisten mehr verpflichtet, der Bürger spielt keine Rolle. Wie das Beispiel 3. Startbahn einmal mehr zeigt, stehen dann, unabhängig von Realitäten, die Wünsche und Forderungen der Wirtschaft bei ihm an erster Stelle. Über die 3. Startbahn will er nicht mehr abstimmen lassen, weil er ein negatives Ergebnis fürchtet. Die vielen Umfragen zur 3. Bahn, die alle mit zum Teil großer Mehrheit dagegen waren, ignoriert er, denn da müsse er ja ständig auf eine andere Umfrage Rücksicht nehmen. Wo käme er denn da hin? Erwin Huber meint zu wissen, dass seine Sicht der Dinge die richtige ist. Deswegen droht er auch mit einer Klage gegen den Ministerpräsidenten. Er weiß, dass die Wirtschaft Bayerns nur mit mehr Flugverkehr aufrechterhalten werden kann. Er weiß, dass die 3. Startbahn zwar jetzt noch nicht gebraucht wird, wohl aber im Jahr 2040. Herr Huber weiß sozusagen alles. Nur das Desaster der Landesbank hat er nicht gewusst: Milliarden Euro wurden verzockt, und er hatte Aufsichtspflicht. Das war aber nicht so schlimm, weil ja der Steuerzahler das Minus im Staatshaushalt beglichen hat. Dass das undankbare Wahlvolk ihm dann 2008 viele Stimmen versagte, hat er bis heute nicht verwunden. Aus dem Grund will er auch gerichtlich gegen eine Abstimmung über die 3. Startbahn vorgehen. Denn davon kann er ausgehen: Die Bevölkerung wird sich auch bei einer erneuten Befragung gegen die Bahn entscheiden.

 Oswald Rottmann Freising

Ich verstehe nicht, dass eine positive Entscheidung für die 3. Startbahn für den Flughafen München in den Kreisen verantwortlicher Politiker so zögerlich behandelt wird. Bayern ist zusammen mit Baden-Württemberg das wirtschaftlich bei weitem erfolgreichste Bundesland in Deutschland, was sich auch höchst vorteilhaft auf die Menschen auswirkt, die in Bayern leben. Hierzu haben bisherige Entscheidungen der Politiker maßgeblich beigetragen, auch wenn sie nicht von allen Bayern mitgetragen worden sind. Insbesondere der südliche Teil Bayerns ist industriell, auf medizinischem Gebiet, im Universitäts- und Hochschulwesen, bei der Konzentration kleinerer Forschungs- und Entwicklungsfirmen der international aktivste Teil Bayerns, vom blühenden überregionalen Tourismus gar nicht zu reden. Der Münchener Flughafen ist seit Jahren ein ganz wesentlicher Schlüssel zu diesem Zustand und muss es in der Zukunft auch bleiben, denn die Konkurrenz im In- und Ausland schläft nicht. Die dritte Startbahn hat für Bayern eine entscheidende Bedeutung für die Erhaltung und den – nach Möglichkeit – weiteren positiven wirtschaftlichen Ausbau Bayerns in den nächsten 30 bis 50 Jahren. Die nächste Landtagswahl darf keine Rolle für eine Entscheidung gegen den Flughafen-Ausbau spielen, wie es jetzt scheint. Die Zukunft Bayerns ist entscheidend. Auch den nächsten Generationen soll es gut gehen.

 Dr.-Ing. Fritz Schwarz Bad Wiessee

Startbahn: Seehofer erhöht Druck; Titelseite, Mike Schier, Til Huber und Dirk Walter: „Das ist nicht die Politik Bayerns“; Bayern 3. Mai 

Auch interessant

<center>Honigschlehe</center>

Honigschlehe

Honigschlehe
<center>Bayerische Crossover-Tapas</center>

Bayerische Crossover-Tapas

Bayerische Crossover-Tapas
<center>Die Knödel-Revolution</center>

Die Knödel-Revolution

Die Knödel-Revolution
<center>Brot-Zeit! Backgeheimnisse der Müllermeisterin</center>

Brot-Zeit! Backgeheimnisse der Müllermeisterin

Brot-Zeit! Backgeheimnisse der Müllermeisterin

Meistgelesene Artikel

Unterricht intensivieren

Bald Smartphones an Schulen erlaubt?; Titelseite 9. Dezember
Unterricht intensivieren

Ein Schenkelklopfer vom Seehofer

Doppelpass: CDU contra Merkel; Titelseite, Georg Anastasiadis: Zerrüttet; Kommentar 8. Dezember, CDU verpasst Merkel einen Dämpfer; Titelseite, Georg Anastasiadis: …
Ein Schenkelklopfer vom Seehofer

Präsidentenwahl in Österreich

Österreich wählt Van der Bellen; Titelseite, Werner Menner: Für ein offenes Europa; Kommentar 5. Dezember, Georg Anastasiadis: Postfaktisch in Wien; Mike Schier: Der …
Präsidentenwahl in Österreich

Kommentare