Skepsis gegenüber Glyphosat

Nun ist es doch soweit: Glyphosat soll verboten werden, weil des gesundheitlich bedenklich ist und man im Bier Rückstände von 15 ppm gefunden hat.

In Amerika ist der Roundup-Einsatz durch die Grüne Gentechnik massiv angestiegen; dort hat man Glyphosatgrenzwerte in Nahrungsmitteln von 200 ppm. Diese werden jetzt durch das amerikanische Umweltministerium auf 6000 ppm angehoben. Die amerikanischen Farmer werden wegen dem Freihandelsabkommen mit Sicherheit nicht extra für Europa glyhposatfreie Nahrungsmittel produzieren. Letztlich haben wir nach dem europäischen Verbot mehr Glyphosat auf unseren Tellern als jemals zuvor. Aber wenn glyphosatbelastete Nahrungsmittel aus Amerika kommen sind sie anscheinend nicht gesundheitsschädlich, weil die amerikanischen Grenzwerte von 6000 ppm, das sind 0,6%, eingehalten werden. Jeder Politiker, der bei uns gegen die Neuzulassung von Glyphosat ist und gleichzeitig das Freihandelsabkommen TTIPP befürwortet, ist deshalb ein Lügner und Heuchler.

Anton Oskar Forstern

Beide Leserbriefe zu diesem erschreckend geführten Thema sind ausgezeichnet! Albert Orterer schreibt in seinem Leserbrief noch, dass es ein von den Konzernen in Auftrag gegebenes Gutachten über die Unschädlichkeit des Giftes Glyphosat geben könnte – und schon ist es da! Zur Rettung des Konzerns Monsanto zaubern UN-Experten (Lobbyisten) so ein Gutachten aus dem Hut, ganz plötzlich, aber natürlich aufgrund langjähriger Studien, versteht sich. In den Meldungen wird auch nie davon geredet, dass hier Agrarwirtschaft gegen die Menschen steht, sondern stets heißt es: Landwirtschaft gegen Umweltschutz – der Mensch und sein gesundheitliches Wohl soll aus der Diskussion herausgehalten werden, es ginge nur um Arbeitsplätze, die zu erhalten sind durch den Einsatz von schweren Giften! In einschlägigen Zeitschriften kann man seit Jahren lesen, wie giftig dieses Herbizid = Pflanzentötungsmittel wirklich ist und welche Schädigungen es verursacht (nicht nur könnte). Sollen denn die landwirtschaftlichen Erzeugnisse, die doch Lebensmittel sein sollten, nicht den Menschen dienen sondern nur den Herstellern – die doch auch Menschen sind? Diese besorgen sich wahrscheinlich gesunde Lebensmittel aus anderen Quellen. An der Krankheit der Menschen verdient natürlich zusätzlich die für unser Land so wichtige Pharmaindustrie.

Andrea von Beaulieu Marconnay Petershausen

Wie könnte es auch anders sein: Rechtzeitig vor der entscheidenden EU-Abstimmung bezüglich des höchstwahrscheinlich krebserregenden Spritzmittels Glyphosat in den EU-Staaten nicht mehr zuzulassen, kommt ausgerechnet von der Weltgesundheitsbehörde WHO grünes Licht, dass diese Chemiekeule angeblich nicht krebserregend sein soll. Also wieder einmal hat sich ein US-Großkonzern gegen die berechtigten Interessen der Bevölkerungen gegen jegliche Vernunft durchgesetzt und das nur, um ihre gierigen, wirtschaftlichen Interessen zu wahren. Offensichtlich alle Organisationen, die mit der wohlklingenden Silbe „Welt“ anfangen, verheißen nichts Gutes. Hier ein paar Beispiele: Weltbank, Weltleitwährung, Weltmacht, Weltgesundheitsbehörde etc. und auch ohne „Welt“, die Orga mit dem ebenso schönen Namen Internationaler Währungsfonds, kurz IWF genannt. Ich bin fest davon überzeugt, dass wir eine wesentlich bessere Welt hätten, wenn es diese ungesunden Zusammenschlüsse nicht geben würde, die in erster Linie dazu da sind, die Kapitalinteressen einer relativ kleinen Minderheit durchzusetzen – koste es, was es wolle!

Axel C. Baumgart Rottach-Egern

Kann es sein, dass Umweltministerin Hendricks (SPD) und Landwirtschaftsminister Schmidt (CSU) plötzlich ihre Meinung in Bezug auf die Zulassung von Glyphosat ändern, weil Wahlen vor der Tür stehen, oder warum sonst diese Kehrtwende? Sie wissen schon seit Jahren, dass das Unkrautbekämpfungsmittel Glyphosat als giftig eingestuft wird (von der Weltgesundheitsorganisation sogar „wahrscheinlich krebserregend für Menschen“) und haben bislang dennoch signalisiert, dieses Mittel trotzdem zur Unkrautbekämpfung wegen Unbedenklichkeit zulassen zu wollen. Ein Schweinezüchter aus Belgien hat in Zusammenarbeit mit der Uni Leipzig belegt, was viele Wissenschaftler schon lange propagieren, aber von der chemischen Industrie nicht wahrgenommen wird: Seit Jahren kommen Rinder und Schweine mit Missbildungen zur Welt. Als Beweis hat der Landwirt solche Ferkel eingefroren. Aber nicht nur Tiere werden krank und missgebildet, sondern auch Menschen sind betroffen. Es gibt Symptome, die deren Gehirn und Nervensystem schädigen. Es stellt sich die entscheidende Frage: Hat Glyphosat, das weltweit in der Landwirtschaft meist eingesetzte Herbizid, etwas damit zu tun? Seit langem werden Rückstände dieses Herbizids in Lebensmitteln gefunden. Warum sterben Tiere und erkranken Menschen daran? Das lukrative Geschäft der Großkonzerne soll nun von Amerika nach Europa exportiert werden mit all den schädlichen Gesundheitsfolgen. Die Europäische Kommission in Brüssel steht derzeit nicht auf der Seite der argwöhnischen EU-Bürger, deren Wohlergehen sie stets im Auge haben sollte! Prof. Dr. Monika Krüger sagt: Durch die Aufnahme von Glyphosat kommt es zu einem Ungleichgewicht der Magen-Darm-Flora. Es werden Bakterien aktiv, die unter normalen physiologischen Umständen gar nicht zum Zuge kommen würden! Schon 2012 wurden Stichproben in 18 europäische Städten gemacht, fast die Hälfte dieser Menschen hatten Glyphosat im Urin. Schließlich finden Forscher einen folgenreichen Zusammenhang zwischen Glyphosat und bösen und guten Darmbakterien: Glyphosat hat auf die gesundheitsfördernden (guten) Bakterien eine abtötende Wirkung, während krankheitsauslösende (böse) Bakterien glyphosatresistent sind. Im gesunden Zustand befinden sich Milliarden böse und gute Bakterien des Magen-Darm-Traktes im Gleichgewicht. Wird diese Balance durch die Einwirkung von Glyphosat gestört, so kann dies zu erheblichen Erkrankungen führen. Es ist höchste Zeit, dass unsere Politiker davon abrücken, besonders Industrieinteressen zu vertreten sondern die Gesundheit der Bevölkerung als Maxime ihres Handelns in den Vordergrund stellen.

Ingrid Ehlers Aschau im Chiemgau

UN: Glyphosat doch nicht krebserregend; Titelseite, Welche Interessen vertritt der Bauernverband?; Leserbriefe 17. Mai, Hanna Gersmann und Florian Prommer: Über- raschende Wende: Glypho- sat droht nun doch das Aus; Wirtschaft 13. Mai 

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