Stimmen zum Integrationsgesetz

Das sogenannte Integrationsgesetz der Bundesregierung kann nicht überzeugen.

Erstens übernimmt man negative Stereotypen von Rechtspopulisten und stärkt damit jene, wenn schon von der offiziellen Rhetorik her vornehmlich ein Forderungskatalog im Mittelpunkt steht, der nicht weniger als ein Miss- anstatt Vertrauensvorschuss bedeutet. Zweitens lösen die genannten Punkte überhaupt keine Probleme, solange die große Koalition nicht endlich ein plausibles Konzept für genügend Deutschkurse sowie eine anständige Bezahlung der hierfür zuständigen Lehrer präsentiert. Deshalb wird ausgerechnet bei einem für viele verängstigte Menschen äußerst sensiblen Thema leider wieder einmal nur an den Symptomen herumgedoktert, wodurch sich die ernsthafte Frage stellt, ob die Spitzen von CDU, CSU und SPD die Gründe für ihre gegenwärtige Talfahrt überhaupt verstanden haben bzw. verstehen wollen!

Rasmus Ph. Helt Hamburg

Mit der populistischen Titelblatt-Überschrift „Integration: Strafen für Verweigerer“ zielt der Münchner Merkur vermutlich auf die schweigende Mehrheit, von der man nicht nur in Deutschland weiß, dass sie der von der EU angestrebten Multi-Kulti-Gesellschaft skeptisch gegenübersteht und die man mit einer solchen Überschrift von vornherein beruhigen will. Gleichzeitig lenkt man von der Hauptsache, die die Nachricht transportiert, ab, nämlich, dass ein Integrationsgesetz für Asylbewerber und andere Migranten verabschiedet wurde. Sie sollen also hier im Lande gehalten werden. Ein wichtiger Aspekt wird dabei offenbar völlig vernachlässigt: Die vor Krieg und Bürgerkrieg zu uns geflüchteten Asylbewerber, bei denen es sich vermutlich um besonders tatkräftige Menschen handelt, die in ihren Heimatländern zudem eine berufliche Ausbildung erhalten haben, werden in ihrer Heimat nach Wiedererlangung des Friedens dringend für den Wiederaufbau gebraucht. Diese Menschen sollten dann auch zur Rückkehr nach Hause ermuntert und dabei unterstützt werden. Die reichen Industriestaaten wie Deutschland machen es sich ein wenig zu einfach, wenn sie ihre verfehlte Nachwuchspolitik auf Kosten dieser in Not geratenen Länder lösen wollen.

 Dr. med. Hartmut Michels Garmisch-Partenkirchen

Danke, Herr Anastasiadis! Endlich wird in Worte gefasst, was sicher viele klar denkende Bundesbürger schon lange fordern. Nämlich: fordern und fördern. Dieser alte pädagogische Grundsatz, lediglich in der Phase falsch verstandener antiautoritärer Erziehung kläglich vernachlässigt, hat nun nach vielen Wehen Einzug in die uns regierenden Köpfe gefunden. Manche Irritation in unserem Land wie in der EU wäre wohl zu verhindern gewesen, hätte unsere Bundesregierung mehr vorausschauend gehandelt als nur reagiert. Ein klar gefasstes Integrationsgesetz (in den USA, Kanada, Australien selbstverständlich) hätte viel zu einer gemeinsamen europäischen Haltung und Handlung in dieser so wichtigen gesellschaftspolitischen Frage beigetragen. Doch noch ist es noch nicht zu spät, Korrekturen anzubringen. Die Stimmen der Gegner im Oppositionslager sind in diesem Fall Makulatur. Der alte lateinische Grundsatz „do ut des“ (Gib, auf dass gegeben werde) – sicherlich nicht nur unter dem Blickwinkel auf die nächste Bundestagswahl – eine absolut richtige Entscheidung.

Peter Ostermeier Oberammergau

Integration: Strafen für Verweigerer; Titelseite, Georg Anastasiadis: Keine Schikane; Kommentar, Mike Schier: „So wird das nichts mit Integration“, Interview mit Markus Rinderspacher; Politik 25./26. Mai 

Auch interessant

<center>Wiesn Editionskrug Nr.1 "Gronemeyer-Schilz" 0,5l</center>

Wiesn Editionskrug Nr.1 "Gronemeyer-Schilz" 0,5l

Wiesn Editionskrug Nr.1 "Gronemeyer-Schilz" 0,5l
<center>Höfer1 - Pinot Sekt brut 0,75 l</center>

Höfer1 - Pinot Sekt brut 0,75 l

Höfer1 - Pinot Sekt brut 0,75 l
<center>Schokoladen-Set "Alles Liebe" zum Selbermachen</center>

Schokoladen-Set "Alles Liebe" zum Selbermachen

Schokoladen-Set "Alles Liebe" zum Selbermachen
<center>Schokoladen-Set zum Selbermachen</center>

Schokoladen-Set zum Selbermachen

Schokoladen-Set zum Selbermachen

Meistgelesene Artikel

Bravo, München!

Startbahn: Stadt lässt CSU abblitzen; Titelseite 30. November
Bravo, München!

Zuschriften zum TSV 1860

Rumhacken auf 60er; Leserbriefe 2. Dezember, Heinrich Lemer: DFL auf Tauchstation; Kommentar Sport 30. November
Zuschriften zum TSV 1860

Auch geübten Autofahrern ist ein Fahrsicherheitstraining zu empfehlen

Alle müssten langsamer fahren; Leserbriefe 2. Dezember
Auch geübten Autofahrern ist ein Fahrsicherheitstraining zu empfehlen

Maut-Debatte

Maut: Steuer-Rabatt für Öko-Autos; Titelseite, Georg Anastasiadis: Die Murks-Maut kommt; Kommentar 2. Dezember
Maut-Debatte

Kommentare