Der Islam und die Alternative für Deutschland

AfD beschließt Anti-Islam-Kurs; Titelseite, Georg Anastasiadis: Die Macht der AfD; Kommentar 2. Mai

Wer den Blick auf die AfD richtet, sollte nicht immer nur nach rechtem nationalem Gedankengut schielen. Es ist noch gar nicht solange her, da ist ein Staat international anerkannt gewesen, der „linkes nationales Gedankengut“ gelebt hat. Militärisch paradierend und mit Personenkult hoffierend ist die „DDR“ in die Gesellschaft der Weltpolitik aufgenommen worden. Vergessen? Und vor diesem Hintergrund jammern die sogenannten etablierten Parteien in Sorge vor einem Rechtsrutsch der Gesellschaft? Ist es denn besser, den Nachfolgeorganisationen der SED zu folgen oder dem zwischenzeitlich unverkennbaren Linkstrend der Parteienlandschaften eilfertig zu frönen? Eine demokratische Bundesrepublik mit heterogener Parteienlandschaft (Nationaldenken gehört nun mal auch dazu) kann, nein, muss allen Staatsbürgern eine Heimat sein dürfen. Dass durch Zeitablauf die Linksnationalen zwischenzeitlich offenbar vergessen haben, welche Mütter und Väter sie genährt haben, sollte uns zum Nachdenken anregen.

Josef Stümpfl Tutzing

Sie berichten, die AfD präsentiere sich „unterdessen in ihrem neuen Grundsatzprogramm als eine deutschnationale Partei, die Zuwanderung ablehnt und das Zusammenwachsen Europas teilweise rückgängig machen will.“ Weder das dilettantische Grundsatzprogramm noch die Aussagen zu Europa oder Zuwanderung können als „deutschnational“ eingeordnet werden. Wer als weltoffener Deutscher seine Nation hochhält, muss dies konsequenterweise auch im ebenso weltoffenen Respekt vor Menschen anderer Nationalität tun. Diesen Respekt lässt die AfD auf der ganzen Linie vermissen. Was die AfD will, ist nicht national, sondern zutiefst nationalistisch. Sie will die Nation zur Ideologie erniedrigen. Das hatten wir schon mal und nur geschichtslose Gesellen sollten es daher mit der AfD halten.

 Tilman Kluge Bad Homburg

Populismus, ist das neue Schimpfwort, wenn man jemanden niedermachen will. Populus kommt aus dem Lateinischen und bedeutet Volk. Also: Populismus ist das, was das Volk will. Die AfD soll eine Partei mit populistischen Zügen sein, d. h. sie hört auf das Volk und setzt das, was das Volk will in ihr Programm. Man nennt das auch vereinfacht: Dem Volk aufs Maul schauen, was Luthers Thesen übrigens erst salonfähig machte. Auch er wurde angefeindet. Nach anfänglichen Widerständen seitens der Obrigkeit haben diese populistischen Thesen den Menschen nicht geschadet. Im Gegenteil! Ich würde mir manchmal wünschen, die sogenannten „großen Volksparteien“ würden populistischer agieren. Die etablierten Parteien haben den Bezug zum Volk verloren. In ihrer Reaktion auf diesen Verlust wollen sie uns weismachen, dass Populismus, also des Volkes Wille, ein bösartiges Geschwür ist, das wegoperiert werden müsse. Wenn sie sich nur da mal nicht täuschen.

 Richard Birk Freising

Die Aussage „Der Islam gehört nicht zu Deutschland“ ist genauso falsch wie die Aussage „Der Islam gehört zu Deutschland“. Richtig wäre zuerst eine Frage: Welche Voraussetzungen muss der Islam erfüllen, damit er zu Deutschland gehören kann? Die Antwort darauf fällt nicht schwer: es muss ein Islam sein, der den Koran als ein Buch des siebten Jahrhunderts versteht, als ein Buch, das nicht in allen seinen Teilen auf das 21. Jahrhundert übertragen werden darf; ein Islam, der dem Grundgesetz dort den Vorrang einräumt, und zwar für immer und alle Zeit, wo es mit dem Koran nicht vereinbar ist; ein Islam, für den nicht alle Nichtmuslime „Ungläubige“ sind, auf die das ewige Höllenfeuer wartet; kurzum, ein Islam, der sich grundlegend unterscheidet vom Islam islamischer Länder wie Saudi-Arabien und Iran. Ist dieser moderne Islam flächendeckend in Deutschland verbreitet? Wird er in allen Moscheen gepredigt, im Islamunterricht überall gelehrt? Ich fürchte, nein. Wenn einzelne Muslimsprecher pauschal und apodiktisch behaupten, es gebe zwischen den in Koran und Hadith verankerten islamischen Normen auf der einen Seite und dem Grundgesetz, den Menschenrechten und der Demokratie auf der anderen Seite keinerlei Widerspruch, dann ist das ein ärgerlicher Beschönigungsversuch, der sofort mit vielen Zitaten widerlegt werden kann. Muslime, die so etwas behaupten, erwecken Misstrauen. Warum sind sie nicht ganz offen und ehrlich?

Wolfgang Illauer Neusäß-Westheim

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