Kinderehe ist Kindesmissbrauch

Thomas Radlmaier: Kinderehe: Bußgeld für Imame; Titelseite 3. November

Es ist gleichgültig, ob ein 12, 13 oder 14 Jahre altes Mädchen in eine standesamtliche oder eine religiöse Eheschließung gezwungen wird, es handelt sich immer und in jedem Fall um sexuellen Missbrauch von schutzlosen Kindern und nicht darum, wie in diesem Artikel beschrieben, um den Schutz von Mädchen im Kindesalter vor dem Zugriff anderer Männer. Es ist und bleibt ein Missbrauch an Mädchen, die körperlich und geistig von Natur aus noch viel zu unreif sind, in Form einer erzwungenen Eheschließung die Perversität der Männerwünsche zu begreifen. Sie werden ihr Leben lang unter dieser aufgezwungenen Vergewaltigung leiden. Ich hoffe, dass das deutsche Recht sich nie dem Druck aus uns fremden Kulturen beugen wird, sondern weiterhin den Schutz eines Kindes als oberste Priorität versteht und somit Kinder-Ehen unter hohe Strafen stellt.

 Gudrun Moll Gräfelfing

De Maizière (CDU) hat wieder einmal die Sache voll im Griff: 1000 Euro Bußgeld soll seiner Vorstellung nach ein Imam zahlen, wenn er Kinder verheiratet. Wer weiß, wie pompös solche Hochzeiten oft ausgerichtet werden, kann sich denken, dass dieser Betrag vom Brautvater oder dem Bräutigam aus der Portokasse bezahlt wird. Es ist unvorstellbar, wie hier in einem (noch) christlichen Land über das Schicksal unmündiger Kinder entschieden wird. Allein schon die Tatsache, dass in 350 bekannten Fällen Kinder unter 14 Jahren in unserem Land schon nach islamischen Recht verheiratet sind, und der Staat nichts dagegen unternimmt, ist erschreckend. Der rechtspolitische Sprecher der SPD im Landtag, Franz Schindler, plädiert sogar dafür, Einzelfälle zu akzeptieren, um Jugendliche vor dem Zugriff anderer Männer zu schützen. Tolle Logik: Ein perverser pädophiler Mann heiratet eine 15-Jährige, um sie vor dem Zugriff anderer Männer zu schützen. Wie selbstlos. Diese perversen Menschen gehören nicht mit einem lächerlichen Bußgeld bestraft, sondern sie gehören hinter Gitter und brauchen psychologische Betreuung. 

Otto Kellermann Moosinning 

Ich dachte bis jetzt, dass Kinderehen in Deutschland verboten sind. Bußgeld, wer glaubt, dass das jemanden abschreckt? Die paar Euro werden doch in die Hochzeitskosten eingerechnet. Warum schaffen wir es nicht, Mädchen zu schützen vor diesen Ehemännern. Wenn ich daran denke, dass meine Tochter, statt mit ihren Freundinnen einen Abend zu verkichern, einen Ehemann zu befriedigen hätte, wird mir schlecht. Besser wird mir auch nicht, wenn ich unsere Politiker zu dem Thema höre, nur Phrasendrescher, aber keine Hilfe für die Mädchen. Sofort wird Hilfe gebraucht, keine Ausschüsse und Diskussionen. Warum schaffen es unsere Politiker – übrigens es werden nur männliche zitiert – nicht, sofort ein Gesetz ohne Hintertürchen zu verabschieden? Warum Einzelfall- Prüfung? Entweder es gibt ein Gesetz, dann ist es für alle, ausnahmslos. Und die Aussage, eine Ehe könnte auch im Interesse des Mädchens sein, um den Zugriff anderer Männer zu verhindern – ein Mann ist für ein Kind schon zu viel! So eine Aussage von einen Volksvertreter der BRD.

 Roswitha Schindler Germering 

Es macht mich fassungslos und einfach nur wütend zu sehen, wie blauäugig-ignorant mit dem Thema Kinderehe in der Vergangenheit umgegangen worden ist – und stellenweise weiterhin umgegangen wird. Da soll ein Imam lächerliche 1000 Euro Bußgeld bezahlen, wenn er ein Kind, in den allermeisten Fällen wohl ein Mädchen mit einem erwachsenen Mann verheiratet hat? Was ist eine solche Ehe aber anderes als von ausländischem Recht legalisierter Kindesmissbrauch? Hierzulande wird ein solches Delikt laut § 176 mit einer Freiheitsstrafe zwischen 6 Monaten und 10 Jahren geahndet. Und dieser Imam kann, wenn er sein Bußgeld – wohl aus dem Klingelbeutel – bezahlt hat, sein Tun ungehindert fortsetzen? Unterliegt nicht auch er der hiesigen Rechtsprechung? Anscheinend nicht, denn dann müsste er wegen Beihilfe zum Kindesmissbrauch zur Rechenschaft gezogen werden und ebenso hinter Gittern landen wie der Vergewaltiger selbst. Wen interessiert es, ob dieses verheiratete Kind zur Ehe gezwungen wurde und überhaupt eine gefühlsmäßig positive Bindung zum Ehepartner hat? Wen interessiert es, welche körperlichen und seelischen Schäden einem solchen Mädchen zugefügt werden, wenn der Mann, den es heiraten musste, sein „eheliches Recht“ einfordert, das ihm selbstverständlich zusteht? Wen interessiert es, dass so extrem junge Mädchen in keinerlei Hinsicht reif sind für eine Mutterschaft, mit der der Ehemann nicht selten seine Männlichkeit unter Beweis stellen möchte? In den islamischen Herkunftsländern werden solche Fragen anscheinend erst gar nicht gestellt. Mit den dortigen Traditionen kann man hier vieles entschuldigen, was im Argen liegt: Stichwort: falsch verstandene Toleranz. Aber wo nach hiesiger Gesetzeslage die Grenze der Legalität überschritten wird, muss ohne weitere Diskussion Schluss sein. Und solange man unangebrachte Rücksichten nimmt und solche Leute, Imame wie Eltern der Kind-Bräute, mit Samthandschuhen anfasst, muss sich niemand wundern über die zunehmende Skepsis gegenüber dem Islam und den wachsenden Zulauf zu rechts orientierten Gruppierungen.

 Ingeborg Fanger Niederding

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